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Per Mariam ad Jesum

Edel Mary Quinn

Edel wurde am 14. September 1907 in Kanturk, Irland, geboren. Mit 20 Jahren lernte sie die Legion Mariens kennen und widmete sich von nun an intensiv dem Legionsapostolat. 1932 erkrankte sie und musste längere Zeit in einem Sanatorium verbringen. Das vereitelte ihren Wunsch, in einen kontemplativen Orden einzutreten. Später nahm sie – obwohl nicht mehr ganz gesund – wieder ihre Legionsarbeit auf.

1936 wurde sie nach Ostafrika gesendet, um das Laienapostolat der Legion Mariens in diesem Gebiet zu verbreiten.

Schwierigkeiten gab es in großer Zahl, aber Edel begegnete jeder Herausforderung mit unerschütterlichem Glauben und Mut. Wenn andere aufgeben wollten, war ihre Antwort stets: „Warum können wir nicht der Mutter Gottes vertrauen?“ oder „Die Mutter Gottes wird sich schon darum kümmern.“ Beinahe acht Jahre lang arbeitete sie, trotz ständig schwächerer Gesundheit, in dem riesigen Gebiet, das ihr anvertraut war. Sie errichtete hunderte Legionsgruppen und viele höhere Räte. Das Ergebnis: Tausende Afrikaner setzen sich bis heute für die Verkündigung des Evangeliums durch die Kirche ein.

Die Quelle aller Aktivität war für Edel ihre tiefe Verbundenheit mit Gott durch das immerwährende Gebet. Die Eucharistie war das Zentrum ihres Lebens. „Wie traurig wäre das Leben ohne Eucharistie“, schrieb sie einmal. Ihre Liebe zu Maria war geprägt von einem kindlichen Vertrauen und einer totalen Großzügigkeit. Sie sagte, sie könne Maria nie etwas abschlagen, von dem sie glaubte, dass sie es wollte. Ihr Rosenkranz schien immer in ihren Händen zu sein.

Edel starb in Nairobi am 12. Mai 1944. 1957 leitete der Erzbischof von Nairobi ihren Seligsprechungsprozess ein. Viele Zeugen wurden gefragt, vor allem in Afrika und Irland. Ihre Zeugnisse, die vom Heiligen Stuhl veröffentlicht wurden, weisen nicht nur auf Edels hervorragende Heiligkeit hin, sondern auf Heiligkeit in höchst ansprechender Form. Die Worte „Liebe“, „Freude“, „Friede“ finden sich in fast jedem Zeugnis wieder. Der Generalvikar von Mauritius sprach für viele, als er sagte: „Ich möchte ein besonderes Augenmerk auf ihre immerwährende Freude legen; sie lächelte immer; sie beschwerte sich nie; sie stand den Menschen immer zu Verfügung; nie vergeudete sie ihre Zeit.“

Am 15. Dezember 1994 veröffentliche Papst Johannes Paul II. das Dekret, in dem der heroische Grad ihrer Tugenden bestätigt und ihr der Titel „ehrwürdige Dienerin Gottes“ verliehen wurde.

M+

Gebet um Seligsprechung

Himmlischer Vater, ich danke dir, dass du deiner Dienerin Edel Quinn die Gnade verliehen hast, stets in der Freude deiner Gegenwart zu leben; ich danke dir für die strahlende Christusliebe, die ihr dein Heiliger Geist eingegossen hat, und für die Kraft, die sie aus dem Brot des Lebens geschöpft hat; so konnte sie sich bis zum Tode in liebender Abhängigkeit von Maria, der Mutter der Kirche, um die Verherrlichung deines Namens mühen.

Barmherziger Vater, ich vertraue darauf, dass ihr Leben dein Wohlgefallen gefunden hat; so bitte ich dich, gewähre mir auf ihre Fürsprache die besondere Gnade, um die ich jetzt flehe, (…) und tue durch Wunder die Herrlichkeit kund, die sie im Himmel genießt, damit sie auch auf Erden von deiner Kirche gepriesen werden möge. Darum bitte ich durch Christus, unseren Herrn. Amen