Sommerschule in Dublin

Bericht über die Sommerschule in Dublin 2015

Von Ursula Goriup

Das Concilium der Legion Mariens hat den Senatus Österreich vom 9. – 17. August 2015 zur Sommerschule geladen. Das Comitium Graz hat mich als Vertreter entsandt. Da mein Blick in die Legion Mariens noch nicht wesentlich über den eigenen Tellerrand hinaus vorgedrungen war, überflügelte die Vorfreude auf den noch nicht erblickten Horizont die Last der Bürde des Auftrages. Nach der Begrüßung aller 20 teilnehmenden Legionäre aus ganz Österreich und unserem geistlichen Leiter P. Florian Calice am Flughafen in Wien war die Vorfreude überaus groß geworden, und die gesundheitlichen Schwierigkeiten, die meine Teilnahme beinahe verhindert hätten, waren wie abgeschüttelt.

Dann war es soweit. Wir wurden von den Amtsträgern und Legionären des Concilium im Montfort House in der Morning Star Avenue so herzlich willkommen geheißen. Die Atmosphäre, die sich uns vom ersten Augenblick an bot, war eine so liebevolle familiäre, wie Kinder, die mit ihren Eltern und Vorfahren am Geburtsort ihrer Familie miteinander die Schätze und Kostbarkeiten schauen, erwägen, zu begreifen versuchen und in das Herz bergen und sich dabei verbunden wissen mit der ganzen Familie über den ganzen Erdkreis.

In solcher Atmosphäre konnten wir 5 Tage lang in einem regen Gedankenaustausch mit den Amtsträgern und Legionären des Conciliums viele legionsspezifische Themen, die wir vorab als Programm bekamen, diskutieren. Wir hatten reichlich Gelegenheit, unsere Alltagsschwierigkeiten zu besprechen und konnten viele Anregungen und Klarstellungen gewinnen. P. Florian war uns ein unermüdlicher Dolmetscher. Und es schien mir, er machte es wie Maria, er gab, wenn es sein musste, unseren Fragen den Glanz, den wir zwar meinten, aber selbst nicht geben konnten.

Wir lernten die Amtsträger und Korrespondenten des Conciliums kennen und bekamen Einblick in ihre Aufgaben und ihr Wirken. Einige von uns nahmen die Gelegenheit wahr, an einem Präsidiumstreffen der Morning-Star- Hostels für Obdachlose teilzunehmen.

Die Themen spannten einen weiten Bogen über die Legion Mariens. Im Mittelpunkt stand die Spiritualität der Legion und wie diese den Legionsalltag bis in die kleinsten Ritzen hinein durchdringen möchte.

So manches wurde uns tief ins Herz geschrieben:  Jeder Legionär möge den wahren Text des hl. Ludwig Maria von Montfort über das Traktat der Wahren Hingabe an Maria besitzen, studieren und verbreiten. – Die Legion ist eine Frucht aus diesem Traktat. Und wir haben auch überlegt, wie wir solche Werte besonders der Jugend vermitteln können.

Das Thema über das Präsidium hat mich persönlich ganz hellhörig gemacht: „Wo die Präsidien blühen, dort blüht die Legion“. Wo ein Präsidium so gut ist, wie es sein könnte, dort blüht der Rat, dort blüht die Legion. Da hat jeder Legionär eine große Verantwortung. Er wird sein Bestes geben. Tut er es nicht, gehen Gnaden verloren! Der Präsident sucht die Fähigkeiten der Legionäre zu erkennen, sie zu formen und zu fördern. Die Curia, die die Amtsträger der Präsidien zu ernennen hat, soll den Bestmöglichen aussuchen. Diese so selbstverständlich scheinenden Dinge, welch eine Tragweite bergen sie doch in sich. Wie kostbar und wie zerbrechlich ist doch dieses Wunder „Legion Mariens“. Welch eine Gnade, in ihr zu leben, und welch Anspruch, sie wirklich zu leben. Und leben wir wirklich den dritten Punkt in der Regelmäßigen Unterweisung? Haben wir Mut in der Legion? So Selbstverständliches wurde auf den Prüfstein gestellt und aufrichtig angeschaut. Und da kam alles an die Reihe. Das Legionssystem mit dem wichtigen Punkt, dass der Präsident nach dem Bericht die Legionäre auffordert, Kommentare abzugeben, das geht uns ja alle an! Wenn der Präsident vorangeht und nicht dazu auffordert, kommt das entscheidende System nicht zur Anwendung. Auch die Visitation, die Ausbreitung der Legion wurden eingehend erwogen. Wie bringen wir die Legion zu den Priestern, in die Priesterseminare? Ja, es gab kein Themng beteten.a, das nicht angesprochen wurde und bei dem nicht auf Gewohntes  ein neues Licht gefallen wäre.

Zu den weiteren tiefen Erlebnissen gehörte der Besuch im Myra House, der uns die Geburt der Legion Marias, dem Geschenk Gottes an diese Welt, nachzuempfinden erlaubte, das Frank Duff House, das uns in die Anfänge der Legion versetzte  und das Grab Frank Duff´s, an dem wir für sein Wirken dankten und um die Seligsprechu

Ein weiterer Höhepunkt war die Teilnahme am Conciliumstreffen. Wir wurden von unserem Korrespondenten Tommy McCabe offiziell dem Concilium vorgestellt und erlebten nun das Treffen mit ganzer Aufmerksamkeit. Wir hörten die Allocutio von P. Bede McGregor OP und viele Berichte. Dank der hingebungsvollen Arbeit unseres Dolmetschers P. Florian, bekamen wir einige Berichte schriftlich übersetzt, so konnten wir einen Teil gut mitverfolgen. Dass wir vieles nicht verstanden, minderte unser Erleben keinesfalls. Mit Stolz hörten  wir den Senatusbericht von unserer Präsidentin, Sr. Zecha.

Natürlich durfte der Gesellschaftsabend nicht fehlen. Er brachte die herzliche Freude der Kinder Marias zum Ausdruck. So mancher Programmpunkt entstand spontan ohne jede Planung, einfach aus der Freude heraus, und die Darbietungen der Kinder unserer Legionäre, die zu den Legionsferien angereist waren, krönten unsere Freude.

So konnten wir den Geist der Legion Marias in uns vertiefen und wir erlebten es wohl alle als ein großes Erlebnis und eine besondere Gnade, am Ursprungsort und Zentrum der Legion Marias sein zu dürfen und aus diesen Quellen zu schöpfen.

Wir alle spürten die Präsenz Marias, Frank Duffs, den Geist der Legion – so einfach und so wundervoll. Aus den Berichten der Korrespondenten, die sich um die Legion Mariens auf der ganzen Welt bemühen mit den Kräften die sie haben, konnten wir die großen Gnaden, die Maria so wunderbar schenkt, mit beiden Händen greifen.  Die Mitglieder des Concilium baten uns auch, täglich eine Minute für das Concilium zu beten.

Dieses gemeinsame Ringen um den wahren Geist der Legion war gespeist durch die täglichen Legionsgebete, der täglichen Messfeier, die P. Florian mit uns jeden Morgen in unserer schönen Unterkunft im Purcell House des All Hallows College feierte und der gelegentlichen abendlichen Eucharistischen Anbetung.

Ein außergewöhnliches Ereignis war unsere Wallfahrt am 15. August, Maria Himmelfahrt, zu unserer Lieben Frau in Knock, dem drittgrößten Wallfahrtsort Europas, wo wir eine große hl. Messe mit Rosenkranzprozession erlebten. Wir konnten unserer Königin der Legion Dank sagen für das Geschenk der Legion, für all das wunderbar Erlebte im Concilium in Dublin. Und wir baten sie um ihre mächtige Fürsprache für ihre Legion in Dublin, in Österreich und auf der ganzen Welt.

Unsere Liebe Frau in Knock, bitte für uns.

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Herzlich Willkommen

„... unter der Führung Marias, die im Bild vor ihnen stand,
begannen sie zu überlegen,
wie sie Gott am besten gefallen und was sie tun könnten,
damit er in Seiner Welt geliebt werde.“

(Handbuch der Legion Mariens)

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