Allocutio 2013-02 Der böse Feind (Warnung vor der Warnung)

ALLOCUTIO gehalten von P. Florian Calice CO, Geistlicher Leiter des Senatus, beim 751. Treffen des Senatus Österreich am 16. März 2013
Liebe Legionäre, unser neuer Papst Franziskus, den wir voll Freude als unseren neuen Hl. Vater empfangen haben, hat in seinen beiden ersten Ansprachen u.a. den Teufel erwähnt, und so möchte ich heute mit der Erklärung der Regeln zur Unterscheidung der Geister fortsetzen. Unser Papst, als wahrer Sohn des hl. Ignatius, ist sich nämlich der Existenz dieses Widersachers durchaus bewusst und scheut sich nicht, ihn beim Namen zu nennen. Es geht dabei gar nicht darum, dem bösen Feind besondere Aufmerksamkeit zu geben, sondern darum, Christus treuer anzuhangen und aus dem Hl. Geist zu leben. So hat der Papst gesagt: „wer nicht Christus anbetet, der betet den Teufel an – wer nicht Christus bezeugt, bezeugt die Weltlichkeit, die vom Teufel stammt“ und „wir wollen uns nicht dem Pessimismus und der Bitterkeit ausliefern, die der Satan uns suggerieren will, sondern wir wollen ganz in der Hoffnung auf den Hl. Geist leben…” Wir dürfen dabei Pessimismus nicht mit Trostlosigkeit verwechseln. Wie schon beim letzten Mal gesagt: die Trostlosigkeit ist jener Zustand, in dem Gott uns des fühlbaren Trostes beraubt, um unsere Reinigung und unseres Wachstums willen, aber die Gedanken, die der Trostlosigkeit entspringen – also Entmutigung, Unzufriedenheit, Kritik, etc. diese stammen vom Teufel. Der hl. Franz von Assisi war darum stets darum bemüht, in sich den Geist wahrer geistlicher Freude lebendig zu halten und hat sich umso mehr dem Gebet gewidmet, sobald er festgestellt hat, dass dieser Geist, der Kennzeichen des Hl. Geistes ist, nicht vorherrschend in ihm war. Die rechte Haltung des Menschen ist nämlich die Hoffnung und die Dankbarkeit, die Fähigkeit die Liebe Gottes und seine Wohltaten in allem zu erkennen, sogar im Kreuz, sodass der Mensch imstande ist, auch das Unangenehme von Gott anzunehmen und jenen mit Liebe zu begegnen, die ihm nicht wohlgesonnen sind. In den Gedanken, die dieser Haltung entgegengesetzt sind, offenbart sich der böse Feind, der von Anfang an Undank, Unzufriedenheit und Spaltung in die Herzen zu säen bedacht ist. Unser neuer Hl. Vater hat ebenso wie Papst Benedikt XVI. gesagt, dass die Kirche sich Christus zuwenden und damit der Weltlichkeit abwenden soll (Entweltlichung!), denn es ist dem Satan eigen, uns dazu zu verführen, unsere Hoffnung auf die Dinge dieser Welt zu setzen: auf materielle Güter, irdische Macht, auf den Zuspruch der Menge, statt das Reich Gottes zu suchen, also zu suchen, was Gott gefällt, was in seinen Augen heilig und vollkommen ist. Deshalb hat der Hl. Vater heute vor Journalisten gesagt: wie sehr wünsche ich mir eine Kirche, die arm ist… Wir müssen uns also bewusst sein, dass die Verführung immer präsent sein wird. Nun sagt uns der hl. Ignatius mit 3 Bildern, in welcher Weise wir den bösen Feind überwinden können. Das erste Bild lädt uns ein, wachsam zu sein. Denn der böse Feind späht unsere Schwachstellen aus. Deshalb empfiehlt uns der hl. Ignatius zu überprüfen, wo der Schutzwall der Tugenden, also der durch Übung gefestigten guten Haltungen – Glaube, Hoffnung und Liebe, wie auch Stärke und Selbstbeherrschung, Klugheit und Gerechtigkeit und aller anderen Tugenden, die da dazu gehören, wie auch ganz besonders jener, die einen Legionär Mariens auszeichnen sollen wie Demut, Geduld und Mut – wo in diesem Schutzwall Schwächen sind. Denn wir wissen aus eigener Erfahrung, dass der böse Feind immer wieder auf ähnliche Weise Einfluss über uns gewinnt, beginnt mit unserem Denken, und dann auf unser Reden und Tun. Wenn wir nämlich durch gute Erforschung unsere Schwachstellen entdeckt haben, können wir uns besonders um die entsprechenden Tugenden bemühen und so seine Angriffe besser abwehren. Ein weiteres Bild sagt uns, wie wir uns verhalten sollen, wenn er uns angreift: nämlich mit Entschlossenheit. Wer sich von dem Ansturm der Versuchung einschüchtern lässt, also z.B. Angst und Zweifel zulässt, der wird leicht zurückweichen. Es wäre nicht verwunderlich, dass, wenn wir für Gott und die Gottesmutter etwas Besonderes in Angriff nehmen möchten, sei es im Apostolat der Legion und im eigenen Leben, der böse Feind nicht tatenlos zusehen wird, sondern mit aller Kraft durch negative Gefühle, sorgenvolle Gedanken, vermeintliche Hindernisse oder vorläufige Niederlagen uns davon abzubringen versuchen wird. Deshalb, sagt Ignatius, dürfen wir uns von ihm nicht beeindrucken lassen – wir müssen ihm so schnell wie möglich die Stirn bieten, ihn in die Flucht schlagen, indem wir mit Entschiedenheit entgegen seinen ‚Ratschlägen handeln‘. Ein drittes Bild sagt uns, dass der böse Feind uns gerne aus der sicheren Gemeinschaft herausführen möchte, wenn er uns versucht, damit wir leichter seine Beute werden. Denn wer seinen Weg nicht alleine geht, wer geistliche Begleitung in Anspruch nimmt (also einen Beichtvater hat), dem er alles vorlegt, wer sich in den Gehorsam der Kirche stellt, sei es im Großen – also der Hierarchie der Kirche unterwirft – als auch im Kleinen – im Rahmen des Legionspräsidiums und des zuständigen Rates, der wird nur schwerlich vom bösen Feind verführt werden. Wer aber lieber auf sein eigenes Urteil vertraut, wird schnell besiegt werden. Die Demut lädt uns, unseren Weg niemals alleine zu gehen. Sie lässt uns erkennen, dass der sicherste Schutz gegen unsere eigene Hinfälligkeit der Gehorsam ist. Es ist sehr betrüblich, dass nicht wenig fromme Menschen sich in diesen Tagen lieber Prophezeiungen und Botschaften zuwenden, die von einer Person stammen, die anonym und daher völlig unüberprüfbar ist, die ihre angeblichen Einsprechungen nicht bereit ist, dem Urteil der Kirche zu unterwerfen, als der Kirche selbst. Und so werden fromme Menschen, die sich niemals vom bösen Feind dazu hätten verführen lassen, sich vom Hl. Vater abzuwenden, durch die Schläue des Teufels genau dazu angeregt, der sich ja gerne in einen Engel des Lichtes verkleidet und mit allerhand frommen Botschaften, die Menschen, die ohnehin schon fromm sind – denn andere lesen diese Botschaften gar nicht – zu beeindrucken, um sie dann auf den Irrweg des Ungehorsams und der Loslösung von der Kirche weg zu führen. Nichts würde einem Legionärs Mariens mehr widersprechen, als ein solcher Ungehorsam. Wer also nicht bereit ist, in diesem Hl. Vater den wahren Stellvertreter Christi zu erkennen, der ein wahrer Sohn der Gottesmutter ist (er hat selbst erzählt, dass er seit einem gemeinsamen Rosenkranz mit dem seligen Joh. Paul II im Jahr 1985 drei Rosenkränze am Tag betet), der möge die Legion Mariens verlassen, denn er würde ihr nur schaden!

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Herzlich Willkommen

„... unter der Führung Marias, die im Bild vor ihnen stand,
begannen sie zu überlegen,
wie sie Gott am besten gefallen und was sie tun könnten,
damit er in Seiner Welt geliebt werde.“

(Handbuch der Legion Mariens)

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