Berichte über die PPC-Einsätze 2011

 
PPC 2011 - Lourdes

PPC 2011 - Lourdes

Auch heuer waren waren wieder einige engagierte, österreichische Legionäre auf PPC (Peregrinatio pro Christo – Wanderschaft für Christus) im Ausland tätig. Hier nun die Berichte und ein paar Fotos der Einsätze:

Frankreich, Lourdes
Die Legionäre verrichteten die notwendigen Dienste in freundschaftlicher Weise und machten so viel als möglich Apostolat, sowohl in den Straßen von Lourdes als auch auf verschiedenen Campingplätzen. Im Accueil (Empfangsraum im Legionshaus), aber auch beim Apostolat und nach den Prozessionen gab es interessante und gute Gespräche über die Legion, die Marienverehrung und auch zum „Vater unser”, das heuer das Pastoralthema ist.
Besonders interessant war die Begegnung mit dem einzigen katholischen Pfarrer in Armenien, der auch Geistlicher Leiter des einzigen Präsidiums in Eriwan ist. Er hat bei unserem Treffen mitgemacht und uns viel von seinem Land und seinem Präsidium erzählt. Der Kontakt mit der Legion Mariens hat ihm sichtlich Freude und Stärkung gebracht, so schildert eine Teilnehmerin.
2 Legionäre berichten von einer Begegnung: Wir führten ein langes Gespräch mit einer alten Dame aus Montpellier, die vor einem Hotel an der Gave saß. Wir erklärten ihr die Wunderbare Medaille, die sie aber nicht annahm, weil sie schon eine andere und ein Kreuz am Hals trug. Da sie die Legion Mariens nicht kannte, erzählten wir ihr ausführlich von unserem Apostolat. Die Frau hatte dann noch verschiedene Fragen. Es konnte auch auf die Bedeutung jedes Dienstes in der Kirche hinweisen. Die Frau versprach dann von sich aus für uns zu beten.

Deutschland, Berlin
Anfangs Juli fuhren 9 Peregrini nach Berlin, um dort über unseren Glauben zu sprechen. Zum größten Teil wurde Straßenapostolat gemacht und einmal wurde ein Altersheim besucht. Die Legionäre trafen viele Menschen verschiedener Nationalitäten an. So wurde mit Evangelischen, Muslimen, Orthoxen und Sektenmitgliedern gesprochen.
Ein Peregrini schreibt in seinem Bericht: Wir sprachen eine Frau an, die die Wunderbare Medaille mit Erklärung annimmt. Im Laufe des Gespräches erfahren wir, dass sie nicht getauft, aber suchend ist. Eine katholische Freundin nimmt sie gelegentlich in die Kirche mit. So sprechen wir mit ihr über die hl. Messe. Für sie war es eine große Verwunderung, dass der Priester bereits morgens aus einem Kelch Wein trinkt. Ihre Freundin hat sie damals auch aufgeklärt, dass es sich hier um das Blut Christi handelt. Sie nimmt gerne das Informationsblatt über die hl. Eucharistie an. Nun wurde die Taufe angesprochen und stellen die Frage, ob Gott sie vielleicht nicht durch uns einlädt, diesen großen Schritt zu tun, um ganz bewusst zu Christus zu gehören. Wir geben ihr die Adresse und den Pfarrbrief der nächsten Pfarre.

hamburg

PPC 2011 - Hamburg

Deutschland, Hamburg
Mitte Juli machten sich 8 Peregrini auf nach Hamburg. Dort machten sie im Rotlichtviertel Apostolat. So wurden Obdachlose, Türsteher und Straßenmädchen auf der Reeperbahn angesprochen. In einem anderen Teil von Hamburg gab es ebenfalls Kontakte mit Obdachlosen, Straßenmädchen und auch mit vielen Drogenabhängigen.
Ein Legionär berichtet: Wir sprachen eine etwa 40 Jahre alte Frau an, die Heroin abhängig ist. Der Vater hatte Selbstmord begannen als sie noch ein Kind war. Sie litt unter starker Enttäuschung von Gott und unter einem tiefen Seelenschmerz. Am Anfang des Gesprächs war sie eher ablehnend und wollte von Gott nichts wissen – eben aus dieser großen Enttäuschung heraus. Als wir ihr von der Mutter Gottes erzählten und von ihrem Mitleiden unter dem Kreuz war sie bereit die Medaille anzunehmen und wir hängten sie ihr um. Abschließend gab ich ihr noch den Segen mit einem Kreuzzeichen auf die Stirn. Sie war sehr gerührt und innerlich aufgelockert. Die Tür zum Herzen hat sich sicher um ein paar Zentimeter aufgemacht.
Ein anderer Legionär schreibt: Beim Apostolat auf der Reeperbahn sprachen wir einen Mann mittleren Alters an, der sein Fahrrad schob. Wir stellten uns vor und boten ihm die Wunderbare Medaille an. Beim Erklären der Medaille stellte sich heraus, dass er Katholik war. Er erzählte uns, er sei ausgetreten als er 16 Jahre alt war, weil er die Kirchensteuer nicht bezahlen wollte. In dem kurzen Gespräch konnten wir ihm anhand der Medaille wichtige Glaubenswahrheiten erklären. Er war sehr offen und stellte auch Fragen bezüglich der Stellung Marias. Nach unserer Erklärung meinte er: „Ja, jetzt verstehe ich es.” Wir luden ihn ein, wieder mit dem Gebet zu beginnen und legten ihm vor allem das Rosenkranzgebet nahe. Wir durften ihm auch einen Rosenkranz und eine Anleitung schenken. Mein Mitlegionär gab ein persönliches Zeugnis, was ihm der Rosenkranz bedeutet. Als wir uns verabschiedeten, hatte er Tränen in den Augen.

PPC 2011 - Fribourg

PPC 2011 - Fribourg

 

Schweiz, Fribourg
12 Peregrini machten in einer Pfarre in Fribourg Hausbesuche. Die Legionäre wohnten bei den Canisius-Schwestern, bei denen sie auch die hl. Messe feierten und gemeinsam das Brevier beteten. Am Sonntag wurde die Legion Mariens und der Einsatz den Kirchenbesuchern am Ende der hl. Messe vorgestellt. Anschließend kam es noch zu guten Gesprächen am Kirchenvorplatz.
Ein Teilnehmer berichtet: Ein älterer Man sagte uns, dass er in seiner Jugend Priester werden wollte. Dann habe sich jedoch zu einem Historiker entschieden. „Er stehe mit beiden Beinen auf der Erde und wenn er tot ist ‚gibt es nichts‘”. Wir sagten ihm, dass die Seele ewig sein wird und dass Gott existiert. Dann wurde er sehr ängstlich und sagte, dass das für ihn sehr schlimm wäre, denn er würde in der Hölle landen. Wir trösteten ihn mit den Worten, dass er ja noch vor seinem Tod sich ändern könne. Die Kirche wurde durch Jesus Christus gegründet. Am Ende sagte er uns noch: „Es ist schön, dass ihr daran glaubt, worüber ihr sprecht.” Er nahm jedoch die Wunderbare Medaille nicht an. Nachdem wir uns vom ihn verabschiedet hatten, beteten wir für in ein „Ave Maria”.
Ein anderer Teilnehmer schreibt über einen Kontakt: Eine Studentin ist evangelisch und sprach von der Fronleichnamsprozession in Fribourg, an der sie mit zwei Mitbewohnern der Studentenwohngemeinschaft teilgenommen hat. Sie findet als Protestantin dieses Fest der katholischen Kirche sehr schön. Wir erklärten ihr die nähere Bedeutung des Festes und schenkten ihr auch zwei Wunderbare Medaillen, die sie herzlich gern annahm.

Deutschland, Essen
6 österreichische Peregini fuhren Anfang September nach Essen. Dort machten sie gemeinsam mit einheimischen Legionären und Junglegionären in einer Pfarre Hausbesuche. Der Pfarre hatte allein ein Empfehlungsschreiben mitgegeben. Am Sonntag kam man mit den Kirchenbesuchern nach der hl. Messe ins Gespräch.
Ein Pereginus erzählt: Einmal trafen wir in einem größeren Haus mit einigen Wohnungen niemand an. Als ich am Nachmittag mit einer Junglegionärin aus der Pfarre unterwegs war läuteten wir ein zweites Mal an jenem Haus. Diesmal trafen wir auf eine polnisch-stämmige Frau, die schon viele Jahre in Deutschland lebt, aber erst zwei Wochen zuvor in diese Wohnung gezogen war. Sie lud uns gleich in die Wohnung und es entwickelte sich ein langes Glaubensgespräch über die Heilige Messe, das Gebet und die Nächstenliebe. Später konnten wir ihr von der Legion vom Erwachsenen- und Jugendpräsidium der Pfarre erzählen. Sie war sehr interessiert und möchte die Einladung an ihre Tochter weiter geben, die noch wenige in Essen kennt. Schließlich tauschten wir Adressen und Telefonnummer aus und gingen gegenseitig bestärkt zur nächsten Tür.
Ein anderer Pereginus berichtet: Nach der Vorabendmesse werde ich von einem älteren Mann angesprochen. Er entschuldigt sich, weil er bei unserem Besuch nicht mit uns sprechen wollte, da er uns mit Zeugen Jehovas verwechselt hat. Gemeinsam mit seiner Frau setzten wir uns vor der Kirche auf eine Bank, wo ein herzliches Gespräch möglich ist. Sie betet täglich den Rosenkranz und ist bereit, auch die Legionsgebete zu beten. Gerne gibt sie mir ihre Adresse, damit sie als Hilfslegionärin auf Probe geführt werden kann. Für ihn selbst ist der Umgang mit dem Nächsten entscheidend, nicht wie oft jemand in die Kirche geht. Da die Frau am Montag ins Krankenhaus zur Operation muss, wünschen wir ihr alles Gute und Gottes Segen.

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Herzlich Willkommen

„... unter der Führung Marias, die im Bild vor ihnen stand,
begannen sie zu überlegen,
wie sie Gott am besten gefallen und was sie tun könnten,
damit er in Seiner Welt geliebt werde.“

(Handbuch der Legion Mariens)

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