Senatusbericht Juli 2011

Bericht über das 731. Senatustreffen am 16. Juli 2011

1. ALLOCUTIO
gehalten von P. Florian Calice CO, Geistlicher Leiter des Senatus

Das Charisma von Frank Duff und von der Legion Mariens –
Maria als Grundlage der Legion
Frank Duff hat einmal beobachtet, dass da und dort in die Legion ein Geist sichtbar wurde, bei dem die Muttergottes nicht mehr die ihr von Gott gegebene Rolle spielt, auf der die Legion gegründet ist. Er hat diese Beobachtung im Zusammenhang mit einer Entwicklung nach dem Konzil gemacht, die in einer ‚Verminderung’ der Bedeutung der Gottesmutter im Leben der Kirche bestand. Als Symptom nannte er die Entfernung oder Übersiedlung der Bilder oder Statuen der Gottesmutter aus den Altarräumen an die Rückwände der Kirchen, wobei Statuen aufgestellt wurden, die eher indianischen Totems als Darstellungen der Jungfrau Maria glichen – wir alle haben vermutlich Beispiele davon vor Augen.
Deshalb hat er gerne in Erinnerung gerufen, wie die Legion Marien entstanden ist. Schon während der 3 Jahre vor der Geburt der Legion gab es die regelmäßigen Treffen, die Ausgangspunkt von viel Gutem waren. Aber die Legion als solche konnte erst entstehen, als die Auseinandersetzung mit der sogenannten ‚wahren Andacht zur seligen Jungfrau Maria’ vom hl. Ludwig stattgefunden hatte. 17 Tage waren aus verschiedenen Umständen vergangen, bis sich die Gruppe derer, die der Lehre des hl. Ludwig auf den Grund gegangen war, wieder zusammen finden konnte: bei diesem Treffen stand der Gedanke im Vordergrund ausgehend von der Lehre des mystischen Leibes den Besuchten, in denen Christus zu sehen war, zu dienen – von der Gottesmutter war gar nicht die Rede. Jedoch: Frank Duff sagt, es war eine vollkommene Übereinstimmung bei allen Teilnehmern, dass das, was 2 Wochen zuvor besprochen und erkannt worden war, die Grundlage für alles sein sollte: dass nämlich das Apostolat nur als Fortführung der Mutterschaft der Gottesmutter, ihrer Aufgabe ihrem Sohn
Christus gegenüber verstanden werden konnte. Dass die neuen
‚Legionäre’ gleichsam der mystischen Leib der Gottesmutter waren, insofern sie in wahrer Einheit mit der Gottesmutter, in völliger Abhängigkeit von ihr und in totaler Hingabe an sie jetzt den Gliedern des Leibes des Herrn mit Maria zusammen dienen wollten.
Bleibender Ausdruck dafür war die Versammlung um die Statue der Gottesmutter, die bei jedem Treffen den Mittelpunkt bildet und sehr gut veranschaulicht, was die Legion von der Kirche gelernt hat, dass nämlich die Gottesmutter die Führerin und Mittlerin der Gnade für uns ist.
Frank Duff machte darauf aufmerksam, dass angesichts der Deutlichkeit, mit der das 2. Vatikanische Konzil umfassend die Rolle der Gottesmutter im Heilsplan Gottes, im Leben der Kirche und jedes einzelnen Menschen beschrieben hatte, sich jeder, der die Bedeutung der Gottesmutter klein reden und ignorieren würde, sich gegen das Konzil stellen würde.
Was würde aus der Legion werden, wenn sie die Rolle der Gottesmutter nicht mehr beachten würde? Er meinte, dass sehr schnell die Muttergottes auch aus der privaten Frömmigkeit der Einzelnen verschwinden würde, das Gebet zugunsten der Aktivität verringert, der direkte Kontakt mit den Seelen hinter Ausbildung, etc. gestellt und schließlich die Legion sich in Sozialarbeit verlieren und in gefährliche Nähe einer politischen Organisation gerückt würde. Konnte man solches nicht schon bei anderen Bereichen des Laienapostolates in der Kirche beobachten?
Daher sagt er, dass eine Grundbedingung für die Aufnahme in die Legion die Zustimmung zum Inhalt des Legionsversprechens sei: wer hier Schwierigkeiten hätte, wäre für die Legion keinesfalls geeignet, so gut er auch sonst sein möge. In diesem würde nämlich getreu die Lehre des hl. Ludwig wiedergegeben. Nicht der Eintritt in die Sklavenschaft sei erforderlich, wohl aber die Anerkennung der Rolle der Muttergottes als Mutter der Kirche und jeder Seele, als Königin des Apostolates. Das Bemühen um Vereinigung mit ihr, um Abhängigkeit von ihr und Hingabe an sie, sind nämlich die logischen Folgen dieser Anerkennung.

2. BERICHTE

VIERMONATSBERICHTE

Com. Unter dem Wienerwald „Maria, Ursache unserer Freude“
Es wurde bereits wieder mit der Werbung für die „33 Schritte“ begonnen, das Comitium hofft dass die Teilnehmerzahl des Vorjahres (800) übertroffen wird. Das Projekt Anbetungspfarre ist dem Comitium ein Anliegen, es gibt bereits kleine Teilerfolge. An einem Einkehrtag für Geistliche Leiter nahmen 12 Personen teil. Ein Einkehrtag für Fernstehende war ebenfalls sehr gut besucht. Die Legionäre sind bemüht den neuen YOUCAT bekannt zu machen.

Comitium Hollabrunn „Maria, Wunderbare Mutter“
18 Geistliche Leiter, davon 3 Ordensschwestern nahmen an einem Geistlichen-Leiter-Tag mit dem Thema „Der Geistliche Leiter als Novizenmeister auf dem Weg zur Vollkommenheit“ teil. Zum jährlichen Nazarethfest kamen 35 Kinder aus 6 Nazarethgruppen. Am 24. Juni, dem Geburtstag von Alfie Lambe wurde eine Gedächtnismesse abgehalten. Zu den monatlichen Katechismusrunden kommen bis zu 18 Teilnehmer.

Curia Wien Nordost „Maria, Königin des Friedens“
Im Berichtszeitraum legten 2 Legionäre ihr Legionsversprechen ab – die Curia hat nun 34 aktive Legionäre in 7 Präsidien auf. An der Curienwallfahrt nahmen 40 Personen teil, darunter 2 Geistliche Leiter und 13 Ministranten aus einer Pfarre – den Ministranten dieser Pfarre wird nun die Legion vorgestellt. Von den Legionären werden mehrere Glaubensgesprächsrunden geführt, die persönliche Betreuung der Hilfslegionäre ist den Präsidien ein wichtiges Anliegen.

Curia „Ancilla Domini“
Die Curia besteht aus 5 Präsidien mit insgesamt 2 Patrizierrunden und 7 Gebetsrunden. 9 Wandermuttergottesstatuen werden von den 22 aktiven Legionären zu den Menschen gebracht. Derzeit laufen die Vorbereitungsarbeiten für eine Ausbreitung, der Pfarrer einer anderen Pfarre hat vorgeschlagen auch in seinem Gebiet eine Ausbreitung zu durchzuführen. Ein Präsidium möchte beginnen regelmäßig Straßenapostolat zu machen.

Comitium Zwettl „Maria, Mutter aller Menschen“
Zur Vorbereitung auf die Osterbeichte wurde in der Fastenzeit durch die Legionäre zu den „7 Schritten zur Versöhnung“ (einer Diözesanaktion) eingeladen. Im Berichtszeitraum wurden 3 Legionsversprechen abgelegt und 12 Hilfslegionäre in Probe sowie 1 Legionär in Probe geworben. Am Einkehrtag des Comitiums nahmen 16 Legionäre teil. Die Legionäre helfen bei einer Ausbreitung des Comitiums Ybbs mit.

Comitium Ybbs „Maria, Mutter der Kirche“
Im Berichtszeitraum wurden alle Curien von ihren Korrespondenten besucht. Der Schwerpunkt der Arbeiten im Berichtszeitraum galt der Umsetzung und Werbung für die geplante 90. Jahr-Feier. Ein besonderes Anliegen dabei ist, dass möglichst alle Pfarren persönlich kontaktiert werden. Vertiefung im Glaubenswissen bot der Jugendkatechismus (YOUCAT) den die Präsidien in ihr Apostolat eingebunden haben (z.B. bei Firmlingen und Jugendgruppen).

3. VERSCHIEDENES

PPC (Peregrenatio pro Christo)
7 österreichische Legionärsgruppen mit insgesamt rund 50 Legionären und Geistlichen Leitern nahmen heuer wieder an Auslandseinsätzen teil.
Alle Peregrini und interessierten Legionäre sind herzlich zum PPC-Tag, am 18. September 2011, 10-16 Uhr eingeladen. Unter dem Motto Berichte hören, Fotos sehen, Freunde treffen, neue Leute kennenlernen“ erwartet Euch neben Berichten über die diesjährigen Auslandseinsätzen auch ein Ausblick auf die, für das nächste Jahr, geplanten Einsätze. Anmeldungen bitte bis spätestens 9. September 2011 schriftlich oder telefonisch an:

Wiltrud Zecha
PPC-Komitee
Auffang 6
6020 Innsbruck
wiltrud.zecha@gmx.at
Tel.: 0512/90 93 75

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Herzlich Willkommen

„... unter der Führung Marias, die im Bild vor ihnen stand,
begannen sie zu überlegen,
wie sie Gott am besten gefallen und was sie tun könnten,
damit er in Seiner Welt geliebt werde.“

(Handbuch der Legion Mariens)

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