Senatusbericht März 2011

Bericht über das 727. Senatustreffen am 19. März 2011

1. ALLOCUTIO
gehalten von P. Florian Calice CO, Geistlicher Leiter des SenatusDas Charisma von Frank Duff und von der Legion Mariens
(„Gehirnwäsche mit Weihwasser”)
Frank Duff hat einmal gesagt, dass die Legion an Zahl wachsen wird, wenn die Ziele hoch sind, und die Ziele werden dann hoch sein, wenn unseren Beweggründe tief, also übernatürlich, auf den Glauben gegründet sind.
Ein Beispiel ist der hl. Josef, der seine Braut Maria 2x erwählt hat: einmal wohl auf mehr natürlicherweise bei der Verlobung, dann aber im Gehorsam Gott gegenüber, als er sich schon von ihr trennen wollte, aber im Traum erfuhr, wer dieses unerwartete Kind im Schoß seiner Braut war. Wie anders war es nun um diese Ehe bestellt: gegrün-det auf einen Auftrag Gottes, im Wissen um die Sendung dieses Kindes…
Es genügt nicht etwas einfach deshalb zu tun, weil es die Regel der Legion vorschreibt. Wir müssen tiefer gehen und erfassen, was der geistliche, der übernatürliche Grund dafür ist, sodass die Tat wie eine Blume aus dieser geistlichen Wurzel erblüht.
Wenigstens ein Bericht pro Treffen sollte diesbezüglich hinterfragt werden, damit diese lebensspendende Verbindung von übernatürlichem Beweggrund und Handeln unterstrichen werden kann.
Gerade in der Legion gehen die Taten aus bestimmten Glaubenslehren hervor. Allein schon wenn man bedenkt, dass durch den mystischen Leib eine beständige Verbindung zwischen uns und Christus besteht, entsteht das Bewusstsein, dass alle unsere Taten die Person und die Handlungen Christi widerspiegeln.
Unser ganzes Leben sollte ein Ausdruck unserer Glaubenswahrheiten sein.
In der Legion ist dies eine Selbstverständlichkeit: Frank Duff erwähnt einen englischen Kardinal, dem aufgefallen ist, dass nur in der Legion Besprechungen (wie es das Präsidiumstreffen, Ratstreffen oder eine Amtsträgerbesprechung ist) mit dem ganzen Rosenkranz begonnen werden, also dass zuerst die Gelegenheit zu Sammlung im Geist der Gottesmutter gegeben wird. Wie anders ist eine Besprechung mit dieser Voraussetzung, als wenn kaum oder nur wenig gebetet wird.
Wenn ein Legionär jemanden Abstoßenden, sei es wegen Verwahrlosung oder Boshaftigkeit besuchen soll, dann braucht er einen Beweggrund, der ihm hilft seine Aversion in Gefühl und Gedanken zu überwinden. Er stellt sich vor, wie die Gottesmutter ihn bei diesem Besuch begleitet, um Jesus, ihren Sohn in diesem Menschen zu besuchen, der in diesem Menschen so entstellt ist. Und sofort ändert sich die Auffassung des Legionärs und sein Handeln wird davon durchdrungen.
Frank Duff vergleicht dies mit dem Bild einer Flüssigkeit, die durch nur ganz wenige Tropfen, die beigemengt werden, eine völlig andere Farbe erhält. Es ist unsere Aufgabe, uns durch einen übernatürlichen Gedanken auf eine andere Ebene des Denkens und Handelns zu begeben. Das ist das eigentliche Ziel der ‚Betrachtung’.
Die Legion will in ihrem Tun angewendete Betrachtung sein. Frank Duff war überzeugt, dass nur die konkrete Anwendung einer Glaubenswahrheit uns wahre Einsicht in diese Wahrheit verleiht. Deshalb sind in der Legion sowohl die Lehre vom mystischen Leib als auch von der Gnadenmittlerschaft der Gottesmutter so fest verankert: sie werden beständig praktiziert.
Deshalb müssen wir oft über den Herrn und die Gottesmutter nachdenken und die Ereignisse ihres Lebens mit dem unsrigen in Beziehung bringen. Die Betrachtung des Herrn, der Zurückweisung, Spott, Kritik und Verleumdung erfährt, ist eine Quelle tiefen geistlichen Trostes für einen Legionär, der bei seinem Apostolat Ablehnung erlebt: er weiß sich mit dem Herrn verbunden. So konnten Legionäre, die Folter und Martyrium ausgesetzt waren, dennoch eine tiefe Freude empfinden.
Die übernatürlichen Beweggründe haben in der Legion eine doppelte Aufgabe: zum einen unsere Schwäche, unsere natürlichen Impulse durch übernatürlichen Ansporn zu überwinden, zum anderen aber überhaupt unser Handeln auf eine höhere Ebene zu heben, auf der wir eins werden mit Christus. Menschliches Wohlwollen kann weder uns noch den Betreuten jene Gnaden bringen, wie es hingegen geschieht, wenn wir mit der Gottesmutter Christus einen Dienst erweisen.
Das ganze Legionstreffen dient dieser Funktion. Bei jedem Bericht sollten wir darauf achten, ob die übernatürlichen Beweggründe der Legion im Spiel sind, also zur Anwendung kommen. Denn Angst, Bequemlichkeit, Überdruss und Resignation sind mächtige Feinde des Apostolates und müssen stets bekämpft werden.
Deshalb sollte die Hinwendung zum Hl. Geist, als die Quelle der Weisheit, der Unternehmungskraft, des Eifers und des Mutes uns zur Gewohnheit werden. Wir sollten ihn anrufen, bei jeder Schwierigkeit. Es ist ein Unterschied, ob wir nur menschliche Klugheit oder Erfahrung als Ratgeber suchen, oder ob wir uns dem Hl. Geist anempfehlen. Er wird uns antworten, nicht in dem Sinn, dass gleich unser erster Gedanke von ihm ist, aber er wird die Führung übernehmen. Sehr oft fehlt genau dieses Bewusstsein und von Anfang an lassen wir es zu, dass weniger erhabene Überlegungen mit im Spiel sind und uns letztlich zu einem ganz anderen Ergebnis führen.
Frank Duff meint daher, dass wir eine Art „Gehirnwäsche mit Weihwasser” vornehmen müssen; Also in unserem Geist durch die Übung der Betrachtung viele übernatürliche Wahrheiten präsent haben: z.B. die Gottesmutter unter dem Kreuz; die Sterndeuter, die schon meinen der Stern verloren zu haben und dann doch zum Kind finden; der Hauptmann, der im nackten, geschundenen Christus am Kreuz den Sohn Gottes erkennen kann. Wie sehr kann uns das alles inspirieren, angesichts von Schwierigkeiten und Rückschlägen nicht aufzugeben, sondern darin die Wege Gottes zu erkennen.

2. BERICHTE

JAHRESBERICHT

Senatuspräsidium „Maria, Sedes Sapientiae” (Studentenpräs.)
Das Präsidium besteht aus 9 Legionären, davon haben 2 das Versprechen im letzten Jahr abgelegt, 2 Legionären in Probe, 30 Hilfslegionären und 6 Geistlichen Adjutoren. Jeder der Legionäre nahm im letzten Jahr an mindestens einer Wallfahrt teil. Sieben Legionäre haben zur geistlichen Vertiefung an Exerzitien teilgenommen. Das Arbeitsspektrum des Präsidiums ist weit gefächert und umfasst u.a. „Tür zu Tür besuche” in Studentenheimen, Firmlingsbetreuung, Mithilfe beim Key2Life-Festival, Priesterbesuche, Mitarbeit bei rm-xpect (dem Jugendsender von Radio Maria) und Straßen- bzw. Parkapostolat. Auch an den Senatusveranstaltungen wie der Winterschule, dem Mariologischen Kongress nahmen Legionäre dieses Präsidiums teil und halfen auch bei der Abwicklung mit.

Senatuspräsidium „Mary, Mediatrix of all Graces” (Filipinos)
Von diesem Präsidium, welches derzeit 9 aktive Legionäre und 2 Legionäre in Probe hat, werden 4 Wandermuttergottes (WMG)-Statuen weiter getragen. Durch die Besuche mit der WMG haben sich mehrere Jugendliche dazu entschlossen, sich zur Firmung anzumelden. Eine seit längerem betreute Dame hat beschlossen, sich taufen zu lassen; die Legionäre helfen ihr, sich auf den Empfang der Taufe, die Erstkommunion und die Firmung vorzubereiten. Die Legionäre helfen gerne beim den Katechismusunterricht für Kinder mit. Zweimal pro Monat führt das Präsidium am Stephansplatz Straßenapostolat durch. Anfang des Jahres konnte ein neues Präsidium, also das dritte philippinische Präsidium gegründet werden. Das neue Präsidium besteht aus 10 Legionären und arbeitet schon sehr aktiv und selbstständig.

VIERMONATSBERICHTE

Curia „Ancilla Domini”
Die Curia besteht aus 5 Präsidien mit 25 Legionären und 2 Legionären in Probe. Von den Präsidien werden 3 Patrizierrunden und 7 Gebetsrunden geleitet. Zusätzlich zu den 9 Wandermuttergottes-Statuen wanderte im Advent auch ein Herbergsbild in den Pfarren und in einem Seniorenheim. Beim Curienausflug im September fasste eine 62-jähriger Mitfahrender den Entschluss, sich mit taufen zu lassen. Er wird nun von den Legionären auf dem Weg zur Taufe begleitet.

Comitium Zwettl „Maria, Mutter aller Menschen”
Die Legionäre unterstützen die diözesane Aktion „7 Schritte zur Versöhnung”, welche das Ziel hat, möglichst viele Leute auf eine gute Osterbeichte vorzubereiten. Es werden dazu auch Abende der Barmherzigkeit vorbereitet. In einer Pfarre wurde mit einer wöchentlichen Anbetung (von 9 bis 18 Uhr) begonnen. Um Glaubensfragen hinkünftig besser beantworten zu können, wurde für jedes Präsidium zumindest 1 Kompendium des Katechismus bestellt.

Comitium Ybbs „Maria, Mutter der Kirche”
Die Curia besteht aus 7 angeschlossenen Präsidien und 3 Curien die insgesamt 150 Legionäre, 17 Legionäre in Probe, 3 Junglegionäre und 1376 Hilfslegionäre (davon 30 Geistliche Adjutoren) aufweisen. Im Berichtszeitraum wurde ein neues Präsidium gegründet das derzeit 4 Legionäre hat. Durch die Legionäre dieses Comitiums werden 8 Patrizier- und 24 Glaubensgesprächsrunden betreut, außerdem wandern 19 Wandermuttergottes-Statuen in Comitiumsgebiet.

Curia Wien Nordost „Maria, Königin des Friedens”
Die Curia besteht seit einem Jahr und weist 7 Präsidien auf. Ein Prä-sidium hat im Berichtszeitraum eine Nazaretgruppe gegründet, ein weiteres Präsidium hilft nun in einem Pflegeheim mit. Auch mit „Tür zu Tür” Besuchen und mit Straßenapostolat haben zwei Präsidien wieder neu begonnen. Um seine Verbundenheit mit der Legion zu zeigen, legte der Geistliche Leiter eines neuen Präsidiums das Legionsversprechen ab.

Comitium Hollabrunn „Maria, Wunderbare Mutter”
An einem „Geistliche-Leiter-Tag” zum Thema „Die geistliche Leitung als Führen der Legionäre zum inneren Leben, als Führen auf dem Weg der Heiligkeit” nahmen 16 Geistliche Leiter (darunter 2 Diakone und 2 Geistliche Schwestern) teil. Als Frucht der Weihe an Jesus durch Maria entstand in einer Pfarre eine monatliche Katechismusrunde mit ca. 15 Teilnehmern. Um täglich mindestens 1 Minute für die Ausbreitung beten zu können, wurden Gebetsfolder gedruckt.

Com. Unter d. Wienerwald „Maria, Ursache unserer Freude”
Als Fortsetzung der „33 Schritte” hat sich das Comitium für das Projekt „Anbetungspfarre” entschieden, im Zuge dessen wurden bereits einige Priester besucht, weitere Priesterbesuche sind geplant. Eine Curia beteiligt sich auch an der Aktion „7 Schritte zur Versöhnung”. Im Comitiumsgebiet werden 7 Nazaretgruppe und 3 weitere Kindergruppen durch die Legionäre geführt. 3 der 41 Präsidien dieses Comitiums sind Jugendpräsidien.

3. VERSCHIEDENES

Aus dem Brief unseres Korrespondenten Tommy McCabe
„…Das Concilium war sehr erfreut zu hören, dass der Besuch in der Ukraine durch Sr. Elisabeth Kriss und Br. Leo Führer erfolgreich war. Sr. Kriss hat dem Concilium angeboten, zugunsten der Legionsausbreitung, für ein Jahr ihre Schultätigkeit zu unterbrechen. Das Concilium ist sehr dankbar für dieses großzügige Angebot und würde sich freuen, wenn der Senatus diesem Vorschlag zustimmt. … Das Concilium ist dem Senatus sehr dankbar für die großzügigen Beiträge. Ohne solche Beiträge wäre es dem Concilium nicht möglich, die Legion weltweit zu leiten und schwächere Räte in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Zum Beispiel wird das Concilium in diesem Monat vorschlagen, ca. € 5000,– für den Druck des Handbuchs in Tamil (7000 Exemplare) für die Legionäre in Kottar (Indien) zu verwenden. … Es wäre sehr wünschenswert, dass offene Ämter in den Räten bzw. den Präsidien gefüllt werden könnten. Es ist schwer mit einem Auto vorwärts zu fahren, das nur 3 Ränder hat. …”

Wahl des Senatus Kassenführer
Die zweite Amtszeit von Br. Peter Leeb als Kassenführer des Senatus ist im März abgelaufen. Der Senatus dankt Br. Leeb für seinen langjährigen Einsatz.
Für die Wahl des neuen Kassenführers standen 2 Kandidaten zur Auswahl, gewählt wurde Br. Heinrich Calice. Br. Calice ist neben seiner Tätigkeit als Curia Südost, Korrespondent des Senatus für Moldawien. Wir wünschen Br. Calice Gottes reichsten Segen für seine neue Aufgabe.

Regina Legionis
Die Regina Legionis (RL) ist ein wertvolles Hilfsmittel beim Apostolat bzw. kann eines sein. Die Präsidien sollen daher ermuntert werden eher einige Exemplare der RL mehr zu bestellen als die genaue Stückzahl, welche für die Legionäre und betenden Mitglieder benötigt wird.

Legionsausbreitung
Der Senatus beschließt einstimmig, das Angebot von Sr. Elisabeth Kriss zu unterstützen und freut sich, dass sie sich nun schon zum dritten Mal für ein ganzes Jahr dem Concilium für eine Ausbreitung der Legion zur Verfügung stellen kann.

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Herzlich Willkommen

„... unter der Führung Marias, die im Bild vor ihnen stand,
begannen sie zu überlegen,
wie sie Gott am besten gefallen und was sie tun könnten,
damit er in Seiner Welt geliebt werde.“

(Handbuch der Legion Mariens)

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