Senatusbericht Februar 2011
Bericht über das 726. Senatustreffen am 19. Februar 2011
1. ALLOCUTIO
gehalten von P. Florian Calice CO, Geistlicher Leiter des SenatusDas Charisma von Frank Duff und von der Legion Mariens
(Missionseifrige Amtsträger)
Liebe Legionäre, es war Frank Duffs Charisma, den Sendungsauftrag des Herrn am Tag seiner Himmelfahrt aufs äußerste ernst nehmen zu können. Er muss ihn oft zum Gegenstand seiner Betrachtung gemacht haben, denn er konnte auf wunderbare Weise ausmalen, wie sich diese letzte Erscheinung des Herrn zugetragen habe, welche Empfindungen sie in den Aposteln hinterlassen hätte, und welche Reaktion von Seiten der Apostel gefolgt wäre. Er liebte es, sich vorzustellen, wie die 12 Apostel mit Maria und gelenkt durch den Glauben, die Liebe und die Klugheit der Gottesmutter gemeinsam überlegten, wie sie diesen Auftrag hätten umsetzen können (gebeugt über eine Landkarte Israels und der benachbarten Gebiete)… Als wäre er dabei gewesen, als hätte die Botschaft ihm persönlich gegolten, so sehr hat er sich mit dieser Aufgabe der Kirche identifiziert. Es hat in ihm ein unbeirrbarer Wunsch geherrscht, dass das Evangelium allen Menschen verkündet wird. Und es war Teil seiner Gnade zu erfassen, dass dies niemals wirklich in die Tat umgesetzt werden konnte, wenn sich nicht alle Glieder der Kirche in den Dienst der Verkündigung einspannen lie-ßen. Da der Auftrag des Herrn unbedingt zu erfüllen ist, war ihm klar, dass er in seiner Dringlichkeit an alle Katholiken weitergeben werden musste. Er sagte sogar, dass das 2. Vatikanische Konzil als Ganzes diese Absicht hatte, die Gesamtheit der Kirche für diese Aufgabe ein-zuspannen.
Er sah diesen Auftrag, das Evangelium jedem Menschen persönlich zu verkünden, im Licht des Gleichnisses der Einladung zum Hochzeitsmahl. Der Herr sandte seine Diener immer von Neuem aus, denn da der Hochzeitssaal mit Gästen gefüllt werden sollte, mussten anstel-le derer, die die Einladung nicht annahmen, andere gedrängt werden zu kommen. In der Evangelisierung Südamerikas sah er die Folge der Ablehnung der Katholischen Kirche in der Zeit der Reformation, in der Evangelisierung Afrikas die Reaktion auf die Verwerfung des kath. Glaubens durch die Aufklärung und in der Evangelisierung A-siens die Antwort auf den modernen, praktischen Atheismus der ers-ten Welt. Der Gedanke ist aufrüttelnd: an die Stelle vieler jener, denen das Evangelium zuerst angeboten worden ist, treten andere, um die ihnen zugedachten Plätze einzunehmen.
Er maß auch gerne ab, was wohl schwerwiegender wäre: die Einladung zum Hochzeitsmahl nicht anzunehmen oder den Auftrag des Herrn, die Einladung auszusprechen, gar nicht erst durchzuführen. Er analysierte dabei treffsicher, wie sehr ein falsches Verständnis von interreligiösem Dialog von der Mission ablenkte und konnte wunder-bare Beispiele bringen, z.B. wie eine Gruppe von nur 27 Legionären in einem rein muslimischen Gebiet innerhalb von 3 Wochen 421 an der Taufe Interessierte finden konnte.
Und er schloss aus seinen Überlegungen: der Auftrag wurde erteilt, jeden anzusprechen; er könnte auch durchgeführt werden; aber es fehlt an ‚Führungspersonal’, an Personen, die diesen Auftrag erteilen, die die ihnen Unterstellten zu dieser Mission anfeuern, einteilen und aussenden.
Liebe Legionäre, der Senatus als Rat hat von heute an in den kom-menden Monaten einige wichtige Wahlen, aber nicht nur der Senatus: alle Räte suchen immer wieder geeignete Amtsträger. Was die Legion vor allem braucht sind nicht besondere Begabungen im Schreiben, Rechnen, in der Verwaltung, sondern Eifer für den Auftrag des Herrn. Selbst wenn jemand das Handbuch auswendig könnte, aber nicht diesen missionarischen Eifer hätte, wäre er nicht wirklich als Amtsträger geeignet. Selbst wenn jemand sehr herzlich und verbindend wirken könnte, er aber nicht beseelt wäre von dem Ziel, jedem Menschen in Österreich das Evangelium zu verkünden, er würde sein Amt nicht genügend ausfüllen, denn jedes Amt in der Legion steht in direktem Zusammenhang mit dem Eifer für den Evangelisierungsauftrag des Herrn. Gefragt sind große Bereitschaft, sich gemeinsam mit der Muttergottes für die Durchführung dieses Auftrages einzusetzen, verbunden mit Glaube und mit dem Mut, die Legionäre dorthin zu führen.
2. BERICHTE
JAHRESBERICHT
Senatuspräsidium „Königin des Weltalls”
Das Präsidium besteht aus 5 Legionären, davon sind 2 Prätorianer. Eine ehemalige Prostituierte die seit längerem vom Präsidium betreut wird, hat vor kurzem eine Lebensbeichte abgelegt und wird dem-nächst die Erstkommunion empfangen. Zusammen mit einer anderen jungen Frau wird sie von den Legionären auch auf die Firmung vorbereitet. Das Präsidium hat sich sehr bemüht für die „33 Schritte” zu werben, es wurde auch eine kleine Weihefeier organisiert. Die Legionäre haben im Berichtszeitraum mit dem Besuch von neu Zugezogenen begonnen. Das Präsidium sorgt für die Agape nach einer Monatswallfahrt und nutzt die Wallfahrt auch für die Werbung. Dem Senatus stehen aus diesem Präsidium 2 Legionäre als Korrespondenten zur Verfügung, einer ist Senatusamtsträger und 2 waren auf PPC.
VIERMONATSBERICHTE
Curia Wien Süd
Die Curia besteht aus 7 Präsidien mit 37 Legionären und 98 Hilfsle-gionären. Durch das Überbringen eines Geburtstagsbriefes konnte ein Priesterbesuch vermittelt werden. Legionäre eines Präsidiums kümmern sich um ein Mädchen aus einer verwahrlosten Familie, sie ministriert bereits eifrig. 9 Kinder vollzogen mit ihren Müttern die Weihe an das Hl. Herz Jesu. An den Curieneinkehrtagen nahmen 12 Personen teil, 3 Legionäre besuchten die Winterschule.
Curia Wien Süd-Ost
Im Berichtszeitraum konnte ein neues Präsidium gegründet werden. Das neue Präsidium besteht derzeit aus 5 Legionären in Probe. In vier Pfarren des Curiengebietes wurde als Abschluss der „33 Schritte” die Weihe an Christus durch Maria gemeinsam im Rahmen von Heiligen Messen vollzogen. Es nahmen ca. 200 Personen daran teil. Die Curia freut sich, dass zwei Krankensalbungen und zwei Sakramentenempfänge nach langer Zeit vermittelt werden konnten.
Koreanische Curia
Die Curia besteht aus 4 Präsidien, 23 Legionären, 32 Hilfslegionären und 2 Hilfslegionären auf Probe. An der Aktion „33 Schritte” nahmen 50 Mitglieder der koreanischen Gemeinde teil. Die Legionäre konnten bewirken, dass in ihrer Gemeinde vor der Heiligen Messe der Rosenkranz gebetet wird. Eine der Aufgaben der Legionäre ist es die Taufkandidaten in organisatorischer und geistlicher Weise beim Katechismusunterricht zu unterstützen.
Comitium Klagenfurt
Im Berichtszeitraum konnten 7 neue Legionäre, 1 Legionär auf Probe und 4 neue Hilfslegionäre gezählt werden. Ein Präsidium begann mit Hausbesuchen bei Neuzugezogenen, es werden dabei die Gottesdienstordnung und wunderbare Medaillen übergeben. Durch die Unterstützung von Legionären konnten 2 neue Wandermuttergottes-Stützpunkte geschaffen werden. Ein Präsidium konnte Ende Jänner sein 45-jähriges Bestehen feiern.
Comitium Graz
Eine der Hauptaufgaben der Legionäre im Berichtszeitraum war die Werbung für die Aktion „33 Schritte”. Im Dezember wurde mit dem Aufbau eines weiteren Präsidiums in Graz begonnen, dieses weist derzeit 3 Legionäre in Probe auf. Bei einem Gespräch zwischen den Amtsträgern des Senatus und den Amtsträgern des Comitiums Graz und der Curia Graz wurde die Zusammenlegung dieser beiden Grazer Räte besprochen und gemeinschaftlich vereinbart.
Comitium Burgenland
Erstmals seit Jahren, fand im Oktober eine gemeinsame Wallfahrt aller drei Räte statt. Eine der Curien führte einen Amtsträgertag durch. Die Ausbreitungsversuche einer der Curien erbrachten ein neues Präsidium, dem bisher 4 Legionäre in Probe angehören. Am 8. Dezember legten ungefähr 60 aktive Legionäre und ungefähr 240 weitere Personen (teils Hilfslegionäre) die Weihe an Christus durch Maria ab. Im März, findet ein Einkehrtag zum Thema „die Beichte” statt.
3. VERSCHIEDENES
Wahl des Senatus Vizepräsidenten
Die Amtszeit von Br. Rupert Schmid als Vizepräsident des Senatus ist im Februar abgelaufen. Der Senatus dankt Br. Schmid für seinen Einsatz und freut sich, dass Br. Schmid weiterhin seine Tätigkeiten als Korrespondent etc. beibehält.
Für die Wahl des neuen Vizepräsidenten standen 3 Kandidaten zu Auswahl, gewählt wurde Sr. Wiltrud Zecha. Sr. Zecha ist bislang Präsidentin des Comitiums Innsbruck und Leiterin des PPC-Komitee des Senatus. Wir wünschen Sr. Zecha Gottes reichsten Segen für ihre neue Aufgabe.
Gebet für die weiteren Senatuswahlen
In diesem Jahr müssen noch mehrere Senatusämter neu besetzt werden. Alle Legionäre und Freunde der Legion sind daher eingeladen, für diese Wahlen zu beten. Als Gebetsvorschlag wurde zum Beispiel die Pfingstsequenz genannt.


