Wie die Muttergottes Österreich erobert

Elisabeth Ruepp

Das Ziel: Die Bekehrung einer ganzen Stadt

„Die große Aufgabe, die wir zu lösen haben, ist die Bekehrung der Massen des christlichen Volkes, ihre Heiligung, damit auf Grund dieser Heiligung auch die anderen, die Gottlosen, zu Gott zurückfinden. Das wird geschehen durch ein Wunder, das Gott zu wirken bereit ist, wenn nur wir bereit sind mitzuwirken,…. Wenn wir den Weisungen der Kirche folgen und uns Maria hingeben….. Er selbst lenkt uns hin zur Gnadenfülle, denn von Maria reden, heißt von Christus reden. Wir sollen uns klarmachen, dass Gott auch uns durch die Kirche führen wird zu der Stätte, wo die Gnaden in Fülle fließen.“

Diese Worte von Prof. Friedrich Wessely, ausgesprochen bei der ersten Predigt eines Zyklus „Das Geheimnis Mariens“ am 21. April 1948, kommen einem bei der Aktion „33 Schritte – mit Maria zu Jesus“ unweigerlich in den Sinn. Nur: Wessely hatte damals schon einige Zeit diese große Aufgabe vor sich gesehen und nachdem diese zur Lösung reif geworden war, dann den ersten entscheidenden Schritt vollzogen.

Blick über Wien
Blick über Wien

Glauben stärken

Im Frühjahr 2009 erkannte Bischof Dr. Elmar Fischer, dass gegen den immer mehr um sich greifenden Aberglauben etwas unternommen werden muss. So war es nur eine logische Konsequenz, dass er den Vorschlag der Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens aufgriff. Texte wurden gesichtet, aus verschiedenen Möglichkeiten eine Fassung gewählt, die den Menschen von heute gut anspricht, es wurden (eindeutig zu wenig) Broschüren gedruckt und nach einer persönlichen Anmeldung verteilt. Nachdem mehr als 1500 Personen sich in 33 Tagen auf die Weihe an Jesus durch Maria vorbereitet hatten, vollzogen am 31. Oktober 2009 über 450 Personen in der übervollen Basilika in Rankweil diese Weihe und schenkten sich ganz dem Unbefleckten Herzen Marias.

Eine Bitte hatte Bischof Dr. Elmar Fischer dann noch an die mitarbeitenden Legionäre: „Wäre es nicht möglich, diese Weihe – über die Struktur der Legion Mariens – in alle Diözesen Österreichs zu tragen?“
Sollte dies der erste Schritt sein, die „Massen“ dorthin zu führen, wo Gnaden in Fülle fließen?

Spirituelle Erneuerung

Zu Jahresbeginn 2010 kündigte Bischof DDr. Klaus Küng eine spirituelle Erneuerung der Diözese St. Pölten in Form einer Weihe an Jesus durch Maria an. Die Weihe des neuen Altars in der Basilika Maria Taferl sollte der Startschuss dafür sein, mit Maria auf Jesus zu zugehen. In einem Interview erklärte der Bischof: „Ich halte das Ganze für eine echte Hoffnung für eine geistige Erneuerung und hoffe, dass möglichst viele Menschen dieses Angebot ausnutzen und wir uns in großer Schar bei der Schlusswallfahrt wiedersehen. Ich selber werde voll dabei sein und meine 33 Schritte setzen.“

Ein junger Legionär dieser Diözese – heute Seminarist in Rom – stellte sich aus ganzem Herzen und mit voller Kraft diesem „Projekt“ der Gottesmutter zur Verfügung. So entstand ein strategisches Konzept für Werbung und Durchführung dieser geistlichen Wallfahrt, das in der Folge von den Legionären aller österreichischen Legionsräte umgesetzt werden konnte. Zur Orientierungshilfe und Bekanntmachung der „33 Schritte“ wurde eine eigene Homepage errichtet, die in der Folge immer mehr erweitert werden konnte und so auch viele Gläubige ansprach, die sonst niemand erreicht hätte.

Maria öffnet die Türen

Überraschend war von Anfang an, wie schnell sich die Muttergottes die Herzen der Legionäre eroberte. Ein paar Erklärungen genügten, um die Amtsträger des Senatus zu gewinnen. Einige Berichte bei den Senatustreffen förderten – wie von selbst – die Bereitschaft der Räte, sich mit einem Apostolat auseinander zu setzen, das weite Teile Österreichs umfassen sollte. Amtsträger der Räte scheuten nicht die Mühe, sich zu außerordentlichen Treffen in Salzburg (für den Westen) und in Wien (für den Osten) einzufinden und gemeinsam konkrete Schritte zur Verwirklichung dieses Planes zu setzen. Jeder wusste: die Erneuerung der Kirche setzt die persönliche Erneuerung des Einzelnen voraus. Und: dies kann durch die Ganzhingabe an Jesus durch die Hände Marias am leichtesten verwirklicht werden.

 Wo immer es möglich war, wurde mit Bischöfen und Priestern Kontakt aufgenommen und um ihre Unterstützung gebeten. Gemeinsam mit diesen wurden Weiheorte und Termine festgelegt. Die 40 000 gedruckten Einladungen wurden entweder persönlich den vielen Hilfslegionären, Freunden, Bekannten und Verwandten überreicht, oder im Anschluss von Gottesdiensten, im Rahmen von Wallfahrten, bei Andachten und anderen Gelegenheiten den Gläubigen angeboten. Selbst bei der Mariä-Namen-Feier am 8. September in der Wiener Stadthalle öffnete uns die Muttergottes die Türen und Viele ergriffen die Gelegenheit sich zu informieren und nahmen die angebotenen Karten mit.

Ich bin ganz dein

Jeder sollte die Möglichkeit haben, in einem konkreten Schritt der Entscheidung, sich selber anzumelden. Und dies wurde sehr intensiv genützt!

Die 15.000 kalkulierten und gedruckten Hefte zur Weihevorbereitung reichten nicht lange aus, um dem Ansturm der Teilnehmer gerecht zu werden, die sich durch die Hände Marias Jesus schenken wollten. 

Nicht nur Mitarbeiter der Diözesen, K-TV, Radio Maria und Legionäre aller Räte hatten Werbung gemacht, sondern auch sehr viele Priester, die die Chance nützen, die Menschen an der Hand der Muttergottes zu Jesus zu führen. Neben Vorträgen zum Thema wurden in  Radio Maria während der Vorbereitungszeit täglich 2-3mal die Texte gebetet. An vielen Orten wurden während dieser vorbereitenden 33 Tage von Priestern und Legionären Begleittreffen angeboten, um die Teilnehmer immer mehr mit dem Gedanken der Ganzhingabe vertraut zu machen.  Durch Maria, in Maria, mit Maria und für Maria zu leben, das sollte das Ziel sein.

Und genau hier waren die Legionäre gefragt: im persönlichen Zeugnis über das Leben in totaler Abhängigkeit von Maria, einem Leben der Ganzhingabe, das ins Apostolat führt.

Mindestens 25.000 Hefte wurden verteilt. Viele Tausende setzten Schritt für Schritt und schenkten sich in einer persönlichen Weihe der Muttergottes. Ist dies nicht ein Wunder der Gnade, ein Zeichen, dass die Muttergottes von Österreich Besitz ergreifen will, damit ihr Sohn mehr geliebt wird?

Vor 100 Jahren wurde die selige Mutter Teresa von Kalkutta geboren. Auf die Frage, was in der Kirche besser werden sollte, antwortet sie einmal auf Englisch ganz einfach: „I and you“ – also: „Ich und du“.

Maria Taferl, wo Bischo DDr. Klaus Küng mit vielen Gläubigen die Weihe vollzog
Maria Taferl, wo Bischof  DDr. Klaus Küng mit vielen Gläubigen die Weihe vollzog

ICH BIN GANZ DEIN, MEINE KÖNIGIN, MEINE MUTTER, UND ALLES, WAS ICH HABE, IST DEIN.

 

 

 

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Herzlich Willkommen

„... unter der Führung Marias, die im Bild vor ihnen stand,
begannen sie zu überlegen,
wie sie Gott am besten gefallen und was sie tun könnten,
damit er in Seiner Welt geliebt werde.“

(Handbuch der Legion Mariens)

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