Conciliumsbericht November 2010

Allocutio
gehalten von P. Liam O‘Cuiv Geistlicher Leiter der Curia VenerandaDie Königsherrschaft Jesu ist unsere Hoffnung

Da heute das Christkönigsfest begangen wird, dachte ich mir, es wäre passend, einige Worte zum Reich Gottes zu sagen.
Die Ansage des Reiches Gottes war die eigentliche Mitte von Jesu Wort und Wirken: das Reich Gottes ist nahe. Diese Ankündigung verweist auf etwas Neues. Papst Benedikt schreibt im Kapitel „Das Evangelium vom Reich Gottes” in seinem Buch „Jesus von Nazareth”: „Das Neue und Spezifische dieser Botschaft besteht darin, dass er uns sagt: Gott handelt jetzt – es ist die Stunde, in der sich Gott in einer alles Bisherige überschreitenden Weise in der Geschichte als deren Herr, der lebendige Gott zeigt”.
Manche sprechen von der Herrschaft Gottes, Gottes Herrschaft in uns. Sogar Papst Benedikt sagt, dass das „Reich Gottes” keine passende Übersetzung ist. Es wäre besser von seiner Herrschaft zu sprechen, dass Gott unser Herr ist, denn wenn Jesus vom Königreich Gottes spricht, verkündet er einfach Gott, der konkret in der Welt und in der Geschichte wirken kann und es sogar jetzt tut.
Der Grund dafür, dass jetzt die Fülle der Zeit gekommen ist (Mk 1:15) ist, dass uns Gott in Jesus ganz nahe kommt. In Jesus ist Gott, der wirkt und als Herr auf göttliche Weise und ohne weltliche Macht regiert.
Bei der Ansage des Reiches Gottes fügt Jesus hinzu: „Kehrt um und glaubt an das Evangelium”. Könnte man nicht sagen, dass es, wo der Glaube fehlt, keine Erwartung des Wirkens Gottes und keine Öffnung zu Gott gibt. Wenn wir keine Hoffnung haben und sagen „was bringt uns das?” müssen wir einsehen, dass wir radikal umkehren müssen.
Als Papst Johannes Paul II den Lichtreichen Rosenkranz vorschlug, hat er im dritten Geheimnis den wichtigen Moment der Verkündigung des Reiches Gottes durch Christus und seinen Aufruf zur Bekehrung für unsere Betrachtung herausgestellt. In einer Welt, die von der sündigen Unterteilung in „Reich und Arm” gekennzeichnet ist, geht die Botschaft Jesu, dass alle berufen sind in das Reich Gottes zu kommen, besonders an die Armen und Geringen, an die, die sie mit demütigem Herzen angenommen haben.
In Maria, der Mutter Jesu, finden wir so ein bescheidenes und demütiges Herz, dessen Glaube von keinem Zweifel verfälscht war. Sie ist seliger im Empfangen des Glaubens an Christus als in der Empfängnis des Fleisches Christi (CCC 506).
Jesus würde von seiner Mutter sagen: „Selig sind vielmehr die, die das Wort Gottes hören und es befolgen” (Lk 11,28). Selbst im Moment der Verkündigung, als sie hörte, sie werde die Mutter Jesu, des Sohnes des Höchsten sein, war ihr Glaube fest und ihr ganzes Leben lang war sie die, die alles in ihrem Herzen bewahrte.
Sind wir als Legionäre nicht auf ähnliche Weise berufen unsere Herzen auf Gottes Handeln vorzubereiten und in einer neuen und entschiedenen Art in unserem Leben und das jener um uns? Die Geschichte der Legion Mariens war von ihrer Gründung an ein Wirken Gottes auf bemerkenswerte Art mittels ganz einfacher Instrumente. Ist nicht die Nachahmung der Demut Marias sowohl die Wurzel als auch das Werkzeug für die Arbeit der Legion? Wie können wir auf die Ansage Jesu hören, ohne auf den Ruf zum aktiven Apostolat mit intensiver Bemühung zu reagieren?
Als Pius XI das Fest des Christkönigssonntags entsprechend der Theologie seiner Zeit einführte, sagte er, dass die katholische Kirche das Reich Christi auf Erden ist. Heute sprechen wir von der Kirche als dem Samen und dem Beginn des Reiches Gottes, dessen Erfüllung wir am Ende der Zeiten erwarten. Wir erwarten noch Größeres. Als Glieder des mystischen Leibes Christi, der Kirche, müssen wir weiterhin ungeniert das Reich unseres Herren Christus verkünden, bis er kommt in Herrlichkeit. Das Handbuch erinnert uns daran, dass wir niemals entmutigt sein müssen, dass das Kreuz ein Zeichen der Hoffnung ist; und sogar das Versagen nur ein verzögerter Erfolg ist.

Berichte

Asien

PHILIPPINEN
Senatus Mindanao: Dank fortdauernder Ausbreitung konnte ein neues Comitium gebildet werden. Ein Universitäts-Präsidium ermutigte zwei Studentinnen, von einer Abtreibung Abstand zu nehmen. Nun sind beide froh darüber und erwarten die Geburt ihrer Babys. Eine gänzlich protestantische Familie konnte durch Instruktion von Legionären in die Kirche aufgenommen werden.

Senatus Bicolandia: Eine Curia verfügt über 14 Präsidien, die alle einen Geistlichen Leiter haben. Besuche werden in Gefängnissen, Spitälern und Heimen gemacht; weiters wird Katechismusunterricht, Tauf- und Firmunterricht erteilt und bei der Ehesanierung geholfen.

Senatus Nord-Philippinen: Das Comitium Urdaneta ist in 7 Pfarren etabliert. Im Comitium Pasing haben 18 und im Comitium Makati 17 Legionäre von Jugend- zu Erwachsenenpräsidien gewechselt. Ein ehemaliger Junglegionär wurde zum Priester geweiht. Das Comitium San Pedra hat acht Patrizierrunden und konnte mit zwei neuen Präsidien beginnen. Eine Familie, die zu einer christlichen Sekte gehörte, ist zum katholischen Glauben konvertiert und besucht nun regelmäßig die Sonntagsmesse. Im Gefängnis in Manila gibt es zwei Präsidien, die schon ihre erste Aciesfeier abgehalten haben. Eine Patrizierrunde und eucharistische Anbetungsstunden werden geleitet. Den drei Seligsprechungsprozessen wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

Regia Western Visayas: Vierteljahresberichte sind von 11 Comitien, einer Jugend- und 17 Erwachsenencurien eingetroffen. Über Exploratio Dominicalis-Projekte wird laufend berichtet. Die Berichte der Präsidien, Curien und Comitien sprechen von vielfältigen Kontakten, Laue nehmen wieder den Sakramentenempfang auf und laufend gibt es Konversionen von Protestanten. Viele, die sich Sekten angeschlossen haben, können zurückgewonnen werden. Beichtgelegenheit für zehn Gefangene konnte arrangiert werden.

PAPUA NEUGUINEA
Regia Rabul: Die eingelangten Berichte zeigen auf, dass das Apostolat um Konversionen ganz oben rangiert.

Regia Mount Hagan: 5.735 Legionäre leisten unter schwierigen Umständen heroische Arbeit.

Regia Madang: Hw. Pater Golly SVD, der viele Jahre Geistlicher Leiter war, ist im Mai zum Herrn heimgegangen, R.I.P. Er hat zwei Ausgaben des Handbuchs ins Pidgin übersetzt und gedruckt, wie auch die Tesserae und Faltblätter für die Seligsprechungsprozesse. Er wird der Regia sehr abgehen. Die Berichte sprechen von der Bekämpfung der Zauberei, von Konversionen von Sekten und dem Apostolat an Drogen- und Alkoholabhängigen. Junglegionäre leisten in Zusammenarbeit mit erwachsenen Legionären hervorragende Arbeit.

NEUSEELAND
Senatus Auckland: An einer Patrizierrunde nehmen durchschnittlich 16 Personen teil. Im Zuge einer Ausbreitung konnten neun aktive und 15 Hilfsmitglieder gewonnen werden. 24 Legionäre nahmen an einer Exploratio Dominicalis teil. Der Betreuung von Hilfslegionären wird große Bedeutung beigemessen. Die Curia Süd Auckland mit neun angeschlossenen Präsidien konnte eine Jugendcuria mit sechs Präsidien aufstellen.

AUSTRALIEN
Senatus Sydney: Kardinal George Pell konzelebrierte am 7. November mit sieben Priestern eine hl. Messe für den Diener Gottes Frank Duff. Die Kathedrale war gesteckt voll. Im Rahmen einer PPC mit 19 Legionären wurden 3.000 Wohnungen besucht und längere Gespräche mit 63 interessierten Nichtkatholiken geführt werden. Ein Schuldirektor konnte 300 Studenten bewegen, in die Kirche zu kommen, wo ihnen die Wunderbare Medaille erklärt und jedem eine geschenkt wurde. Der Pfarrer zeigt sich hierüber sehr erfreut. Die koreanische Curia setzt ihre Evangelisierungs-Arbeit fort und war bei der Rückführung zur Kirche recht erfolgreich. In einem Shopping-Center wird jeden Samstag ein Bücherwagen geführt.

Senatus Melbourne: Zum Comitium Adelaide zählen 2 Curien und 14 Präsidien. Das Comitium Perth hat 5 Curien und 18 Präsidien. Zum Comitium Flemington gehören 16 vietnamesische Präsidien und 3 Curien. Im Rahmen des Studiums der vollkommenen Hingabe an Maria organisierten sie drei Treffen. Die Weihe legten dann 161 Personen ab. Die Curia Hobart in Tasmania hat 6 Präsidien, die Kranke besuchen, zu Rosenkranzprozessionen werben und die Seeleute-Mission besuchen. Der Senatus besucht auch einige Pazifikinseln, wo sich 14 Räte befinden.

SÜDAMERIKA

KOLUMBIEN
Senatus Bogota: 1.200 Legionäre besuchten eine katholische Ausstellung, bei der es auch einen Legionsstand und einen Bücherwagen gab. Das Universitätspräsidium kann nun schon auf eine 26-jährige Vergangenheit zurückblicken. In letzter Zeit konnten drei neue Präsidien aufgestellt werden; sie betreiben Straßenapostolat. In der Regia Tunja sind 28 Ausbreiter im Einsatz.

Senatus Medellin: Neben den üblichen Legionsarbeiten wird Lese- und Schreibunterricht an Gruppen in der Stärke von 60 – 80 Erwachsenen erteilt. Kontakte gab es in Parque de Bolivar. Evangelisation erfolgt unter Nutzung lokaler Radiostationen. Ein Paar, das nur zusammengelebt hat, hat sich auf Anraten von Legionären entschieden zu heiraten. Als Vorbereitung auf eine PPC wurde der Katechismus der katholischen Kirche studiert. Als Ergebnis einer Evangelisierung in Schulen und Colleges gab es 20 Taufen und 4 Firmungen von Jugendlichen. Weiters konnte ein Erwachsenenpräsidium aufgestellt werden.

ECUADOR
Senatus Quito: Im Juli konnte ein Jugendlicher wieder von einer Sekte zurückgeholt werden und ist nun ein „ausgezeichneter Katechet”. Soldaten erhalten Katechismusunterricht. Apostolat wird an einheimischen Indianern in Riobamba betrieben. Die fünf Kinder von evangelikalen Eltern wurden getauft. Das Comitium Portoviejo stellt zehn Korrespondenten, von denen einige nachtsüber zu ihren Treffen fahren. Kindern, die Katechismusunterricht erhalten, wird auch Englischunterricht erteilt. Alten Menschen wird bei der persönlichen Hygiene geholfen. Eingelangt ist ein Bericht über Heilung einer cerebralen Blutung durch die Ehrwürdige Dienerin Gottes Edel Quinn. Der Korrespondent hat um nähere Details gebeten.

URUGUAY
Senatus Montevideo: Eine von ihrer Familie verstoßene ältere Frau wurde bis zu ihrem Tod betreut. Der Zutritt zu Wohnungen mit elektronischen Haustüren ist ein Problem. Am 13. Mai hielt ein Präsidium eine Straßenprozession mit Fackeln und Sackpfeifen.

VENEZUELA
Senatus Caracas: Seine Eminenz, Kardinal Savino, der in seiner Jugend selbst Legionär gewesen war, feierte anlässlich des 89. Jahrestages der Gründung der Legion Mariens eine hl. Messe. Bei der PPC gab es eine Reihe erfolgreicher Initiativen: Jugendarbeit, Columbaner-Werbung und Exploratio Dominicalis. Vier einheimische Indianer konnten vom Drogenkonsum befreit werden, ein Vortrag über Zauberei wurde in San Juan gehalten und eine Frau konnte wieder von den Zeugen Jehovas zurückgeholt werden. Junglegionäre hielten Patrizierrunden. Ein nicht regeltreues Präsidium musste aufgelöst werden. Beim Comitium Los Teques wurde ein Priester in eine Schule gebracht, wo er vier Stunden das Bußsakrament spendete.

CHILE
Senatus Santiago: Viele Präsidien machen Straßenapostolat. Von den Erzdiözesen war eine Woche der Familie organisiert worden. Bei ihrem Apostolat sprachen die Legionäre überall über die Bedeutung dieser Woche. Die Legionäre suchen sich oft einen kleinen Rayon aus, in dem dann Familien häufig besucht werden. Die eucharistische Anbetung, die ursprünglich nur für Legionäre ausgelegt war, wurde nunmehr als Mittel der persönlichen Heiligung auf die Allgemeinheit ausgedehnt.

BOLIVIEN
Senatus La Paz: Etliche Legionäre sind zwar Analphabeten, leisten aber gute Legionsarbeit und geben sogar Katechismusunterricht. Legionäre, die ihre Wohnung nicht verlassen können, geben dort Katechismusunterricht. Über zahlreiche Konversionen wird berichtet; so auch von einem jungen nordamerikanischen Drogenabhängigen und Dealer. Ihm wurde auch der Rosenkranz gelehrt und er kehrte vollkommen „geheilt” in sein Land zurück. Etliche aktive Legionäre arbeiten auf Straßenmärkten. Nach getaner Arbeit kontaktieren sie ihre Arbeitskollegen und beten mit ihnen den Rosenkranz.

PERU
Senatus Lima: Berichte von 5 Comitien, 3 Curien und 3 Präsidien liegen vor. Alle Räte führen Ausbreitungsarbeiten an. So konnten acht Präsidien aufgestellt werden und weitere sind in Vorbereitung. Jugendliche spielen eine große Rolle. Eine Curia hat auch eine recht aktive Jugendcuria angeschlossen und andere berichten von Jugendpräsidien. Gefangenenbesuche und Arbeit mit Drogenabhängigen werden gemacht.

KUBA
Comitium Havanna: Das Comitium berichtete, dass ein Präsidium in Matanza recht aktiv ist und Hausbesuche und Besuche im Gefängnis macht sowie auch Kontakt zu den Familien von Gefangenen hält.
AFRIKA

GHANA
SENATUS GHANA: Der Erzbischof von Accra, Se. Exz. Charles Palmer-Buckle besuchte kürzlich das Senatustreffen. Er versprach, einige Priester in der Erzdiözese der Legion als Geistliche Leiter zu entsenden. Auch der emeritierte Erzbischof Andoh besuchte den Senatus. Er trat der Legion bereits im Priesterseminar bei und hat großes Interesse an der Legion und fördert den Seligsprechungsprozess von Frank Duff. Er sagte, die Legion sollte in jeder Pfarrgemeinde sein und er ermutigte die Legionäre auszubreiten. Die Präsidien und die Arbeit in den Gefängnissen wachsen weiter, einige Wärter traten vor kurzem den Präsidien bei. Kinder der Häftlinge wurden getauft. Die Legions-DVD “Meet the Legion” wurde in einer katholischen Sendung gezeigt. Der Senatus arbeitet derzeit an einer Website. Die angeschlossene Regia Kumasi organisierte eine „Jugend – Woche” in der Ashanti-Region mit 125 jungen Legionären. Es gab religiöse und soziale Programme. Dreiundsiebzig neue Mitglieder wurden geworben und drei neue Präsidien begannen in 3 Außenstationen. Neue Präsidien gibt es im Priesterseminar und an der Osei Mittelschule und in 9 weiteren Gebieten als Ergebnis der Curienausbreitung.

ANGOLA
REGIA LUANDA: Die Regia organisierte am 7. Juni einen Vortrag über Frank Duff und hatte am 25.Mai ein sehr erfolgreiches Treffen mit der Jugend.

SIMBABWE
Comitium Hwange: 450 Legionäre waren bei einem Legionskongress vom 20.-22. August. Viele Legionäre kamen aus Kadoma.

Curia Harare: Fr. Eugene ist der neu ernannte Spiritual und will zum Aufbau der Legion beitragen.

KAP VERDE
Die Berichte des Rates wurden bisher jährlich gegeben. Man hat auf die Notwendigkeit hingewiesen, dass die Berichte alle paar Monate gegeben werden sollen.

GUINEA BISSAU
Regia Guine Bissau: Es wurde von 103 Exploratio Dominicalis Projekten während des Jahres berichtet. Die Regia hält regelmäßig Kontakt durch Korrespondenten mit den Legionsräten, die über fünf Inseln verstreut sind.

SÜDAFRIKA
SENATUS JOHANNESBURG:
Der Senatus hat 19 angeschlossene Präsidien und 4 Räte. Zu den Arbeiten, gehören Haus- und Krankenhausbesuche, Katechismusunterricht und Alphabetisierungskurse für Erwachsene. Die Legionäre sind in Kontakt mit jungen Menschen, die Alkohol- und Drogenprobleme haben.

SENATUS KAPSTADT: Die Senatus organisierte eine erfolgreiche Konferenz für Legionäre zum Thema “Zurück zu den Wurzeln”. Die Diskussion war sehr gut und Legionäre lernte eine Menge über die Legion. Es wurde von den Korrespondenten vorgeschlagen, man sollte für die angeschlossenen Curien ebenfalls solche Kongresse organisieren.

Comitium Marianhill: Im Mai-Protokoll berichteten Legionäre über die Wunder Unserer Lieben Frau, die sie für sie wirkte, als sie durch eine vom Krieg zerrüttete Region gingen, um in dieser Mission die Legion einzuführen. Seither verstummten die Unruhen und die Menschen gingen zurück in ihre Häuser und begannen mit dem Wiederaufbau, denn so viele waren niedergebrannt.

Comitium Durban: ein Präsidium von zehn Legionären macht Besuche in einer AIDS-Klinik.
Matatiele Comitium führt eine Patrizierrunde.

ÄGYPTEN
SENATUS ÄGYPTEN: Der Senatus hat eine neue Website, seine Räte werden laufend visitiert. Es gab Wahlen in vielen der angeschlossenen Räte. Ein sudanesisches Präsidium wurde in drei neue Präsidien zerteilt.
PEREGRINATIO PRO CHRISTO
Am Samstag, den 30. Oktober fand im All Hallows College in Dublin eine Peregrinatio Pro Christo Konferenz statt. Es waren mehr als 300 Legionäre gekommen und zu ihrer Freude waren auch 9 Priester anwesend; es war sicherlich ein Tag der Freude und des Feierns. Wir hörten die Berichte von einigen der vielen Projekte, die im Jahr 2010 unternommen worden waren. Sie gaben ein Gefühl von der Gegenwart des Guten Hirten, der mit offenen Armen seine verlorenen Schafe wieder aufnimmt. Andere, die die Frohe Botschaft zum ersten Mal hörten, machten erste Schritte, um mehr zu erfahren. Natürlich berichteten die Peregrini von der Liebe und Fürsorge ihrer himmlischen Mutter für die ganze Menschheit.

Schließlich wurde Tommy McCabe’s Abschlussrede ein Anstoß für uns alle, um wieder auf die Wurzeln der Legion durch größere Kenntnis des Handbuchs zu kommen. Die Inhalte, die so wertvoll und relevant für die heutigen moralischen und sozialen Fragen sind, mögen uns das Feuer des Glaubens lebendig bewahren.

Nicht zu vergessen sei auch eine Kampagne des Gebets für den Erfolg von Projekten im Jahr 2011 – Tiefe Dankbarkeit wurde für all diejenigen, die die Peregrinatio Pro Christo fördern, ausgedrückt.

Gedenken an den Diener Gottes Frank Duff
Gründer der Legion Mariens
Am Samstag, 20. November 2010 feierte die Legion Mariens den 30. Jahrestag des Todes des Dieners Gottes Frank Duff in der Dubliner Kathedrale, voll besetzten mit etwa 800 Personen.

Se. Exzellenz, Dr. Diarmuid Martin, der Erzbischof von Dublin, feierte die Messe in Konzelebration mit 45 Priestern. Es war ein wunderbarer Tribut an unseren Gründer. In seiner Predigt ermutigte Erzbischof Martin alle Legionäre auf die Verbreitung der Botschaft des Evangeliums zu achten. Er selbst fühle sich durch die Hingabe der Legionäre ermutigt und gestärkt.

Die Legion schätzt die Unterstützung der Erzbischof Martin. Pater Damian O’Reilly, dem Administrator und Mitarbeiter der Pro-Kathedrale und den vielen Menschen, die diese Veranstaltung möglich gemacht hatten, sodass es eine wunderbare, betende und ehrfürchtige Feier wurde. Gedankt wurde auch P. Bede McGregor, dem Geistlichen Leiter des Conciliums, allen Priestern für ihre Anwesenheit und dem Oberbürgermeister von Dublin, Hofrat Gerry Breen.

Predigt des Erzbischofs von Dublin
Die Kirche in Irland befindet sich auf einem Weg der Erneuerung. Erneuerung ist eine wesentliche Dimension des kirchlichen Lebens in jedem Augenblick in der Geschichte. Die Notwendigkeit zur Erneuerung der Kirche in Irland ist jedoch besonders dringend in diesem Moment.

Die Skandale, die über Aspekte des Lebens der Kirche aufgedeckt wurden, haben unsere Augen nicht nur auf die besonderen Schrecken des Missbrauchs von Kindern und einer unzureichenden Reaktion auf sie gelenkt. Sie haben uns die Augen für eine viel tiefere Krise in der Kirche in Irland eröffnet.
Die Gesellschaft in Irland hat sich geändert. Die religiöse Kultur in Irland ist anders geworden. Die religiöse Praxis ist zeitweise in erschreckendem Ausmaß gesunken, Ernüchterung hat sich unter vielen Gläubigen breit gemacht. Viele haben eine säkularisierte Vision ihres Lebens, sind gleichgültig geworden und leben, als ob es Gott nicht gäbe.

Die bedeutende Rolle der Kirche im Dienst an der irischen Gesellschaft, in gutem Glauben und im Geist des Dienens, die mit großem Engagement durchgeführt wurde, wird nun erneut geprüft. Was dabei herauskam, sind nicht nur Beispiele für offensichtliches Scheitern und Unzulänglichkeiten, sondern in einem gewissen Sinn Arroganz und Machtsucht, die viele entfremdet hat.

Wir stehen vor einer echten Krise der Berufungen zum Priestertum. Am vergangenen Samstag gedachte ich hier in Dublin in der Kathedrale bei der heiligen Messe der 20 Priester, die in der Erzdiözese gedient hatten und in den vergangenen zwölf Monaten gestorben sind. Im selben Zeitraum schieden ein weiteres Dutzend Priester aus dem aktiven Dienst und traten in den Ruhestand. Und doch im vergangenen Jahr habe ich nur einen neuen Priester für die Diözese geweiht. Aber die Krise der Kirche ist noch eine tiefere. Es geht nicht um die Rolle der Kirche in der Gesellschaft. Es geht nicht um Zahlen. Es geht um das Wesen des Glaubens an Jesus Christus. Es geht um unser Verständnis der Botschaft von Jesus Christus. Es geht um den Glauben an den Gott, der sich in Jesus Christus offenbart und über die grundsätzliche Frage: Wer ist Jesus Christus?

Jesus Christus kam, um eine Botschaft der Liebe zu bringen. Aber es war nicht nur eine Botschaft des „zu einander Nettseins”. Wir müssen fragen: Was macht den Unterschied, dass ein Christ anders mit anderen umgeht? Was ist es, was die Kirche Jesu Christi als ein Volk kennzeichnet, das durch die Botschaft von der Erlösung durch den Tod und die Auferstehung Jesu lebt?

Die Kirche wird nie von außen reformiert werden. Es ist festzustellen, dass die jüngsten erschütternden Enthüllungen über Missbrauch wahrscheinlich ohne Intervention von außen nie voll ans Licht gekommen wären. Erneuerung und Reform der Kirche wird jedoch nur von innerhalb der Kirche kommen, dass heißt, von innerhalb einer Gemeinschaft von Männern und Frauen, die auf das Wort Gottes hören, die zusammen kommen um zu beten, die die Eucharistie feiern und gerufen sind, das Leben von Christus selber zu teilen. Die Kirche ist „communio”, ist Gemeinschaft. Das bedeutet nicht dasselbe zu sagen, die Kirche ist eine Gemeinschaft oder ein Verein oder eine Institution. Die Kirche ist durch das Wort Gottes gegründet und wird von Männern und Frauen gelebt, die es dem Wort Gottes ermöglichen, sie zu verändern.

Die Kirche ist Gemeinschaft. Das Thema des bevorstehenden Internationalen Eucharistischen Kongresses in Dublin im Jahr 2012 wird lauten: „Gemeinschaft mit Christus und untereinander”. Es ist jedoch die Gemeinschaft Christi, die die Form der Gemeinschaft bestimmt. Es ist nicht ein Netzwerk sozialen Handelns, was unsere Gemeinschaft mit Jesus Christus ausmacht. Es geht letztlich darum, wer Jesus Christus ist. Die Kirche wird durch unsere Gemeinschaft mit Christus gebildet.
Das Evangelium, das wir gehört haben, ist sehr komplex. Es gibt einen interessanten Einblick in die Freundschaft Jesu mit dieser Familie und ihrem praktischen Dienst, um ihn in seiner Mission zu unterstützen. Jesus war in seiner Mission nicht nur von den zwölf Aposteln umgeben. Es gab viele, die ihn auf seinen Wanderungen begleitet haben, es waren Männer und Frauen, die ihm auf unterschiedliche Weise gedient haben und dabei doch gemeinsam seine Lehre und sein Zeugnis aufgenommen haben.

Lazarus und seine Schwestern waren mit Jesus eng befreundet. Freundschaft mit Jesus bedeutet für uns Freundschaft in seinem Dienst durch das Verstehen seines Wortes. Jeder von uns kann mit ihm an seiner Mission teilnehmen und seine Mission in den großen und kleinen Aufgaben des täglichen Lebens verwirklichen. Frank Duff ist zu seiner Zeit nie als eine Art „Berühmtheit” beschrieben worden. Er mied Publizität. Er mied Oberflächlichkeit. Doch seine Arbeit hat sich in so vielen Teilen der Welt verbreitet und hat so viele Menschen durch die Früchte der ständigen Verbundenheit mit dem Herrn beeinflusst.

Bei der Erneuerung der Kirche geht es nicht um Medien-Strategien oder Strukturreformen. Im Evangelium, das wir gerade gehört haben, zeigt Jesus deutlich, in der Gestalt Marias, was wichtig ist – und was nie durch etwas anderes ersetzt werden kann: es ist die Bereitschaft, Jesus zu kennen und in wahrer Freundschaft mit ihm zu leben. Das bedeutet, dass sein Wort unsere Herzen erfasst; es bedeutet mit Jesus Christus selbst einer Meinung zu sein. Es geht darum, den Vater zu erkennen und ihm durch Jesus zu begegnen.

Die Erneuerung der Kirche in Irland wird eine schmerzliche Erneuerung sein. Jesu Nachricht war nicht, dass alles möglich ist. Es ist eine radikale Hingabe, die Jesus von uns verlangt. “Lass die Toten ihre Toten begraben”, ist nicht eine Botschaft des Kompromisses.

Es gibt viele Anzeichen dafür, dass die Kirche in Irland ihren Weg scheinbar verloren hat. Lassen Sie mich es ganz klar sagen: leider kennen viele Menschen, unterschiedlichen Alters, Jesus Christus nicht mehr wirklich. Das heißt nicht, dass sie nicht gute Menschen, fürsorgliche Menschen sind. Man darf nicht sagen, dass die Kirche nur für eine heilige Elite ist: Die Kirche ist eine Kirche der Sünder, jeder von uns muss bereuen, Tag für Tag, jeder von uns macht Kompromisse und jeder von uns lässt Jesus abseits stehen und verrät ihn.

Die Kirche ist die Kirche Jesu Christi. Es ist nicht eine vage moralische Instanz in der Gesellschaft. Sie ist nicht dazu da, eine Art spirituelle Kuschel-Zone für alle, die kommen, zu bieten. In der Eucharistie und in den Sakramenten wird der Glauben an Jesus Christus in einer christlichen Gemeinde gefeiert. Wenn wir zulassen, dass aus dem sakramentalen Leben der Kirche irgendeine vage Form gesellschaftlichen Feierns wird, ist die wahre Identität der Kirche verzerrt.

Ich sage nicht, dass alle aktiven Mitglieder der kirchlichen Gemeinschaft auch authentische Nachfolger Jesu Christi waren. Die Kirche ist in der Tat durch ihre eigenen aktiven Mitglieder verraten worden. Angesichts einer solchen Störung hat die Kirche zeitweise den Eindruck erweckt, eine Kirche zu sein, die in einfach gesagt: alles verzeiht.
Wo stehen wir auf dem Weg der Erneuerung? Können wir glücklich sein, indem wir Erstkommunionfeste feiern, was den Leuten viel Geld für leere Äußerlichkeiten kostet, während weder die Kinder noch ihre Eltern zu einem wahren Verständnis der Eucharistie und der eucharistische Gemeinschaft, der Kirche geführt werden? Können wir zufrieden sein, wenn die Firmung von vielen als eine Art Abschluss aus dem Leben der Kirche betrachtet wird? Wenn wir uns solchen Fragen nicht stellen, betrügen wir uns nicht nur selbst, sondern wir machen auch die Reinheit der Lehre von Jesus zunichte.
Die Kirche ist nicht eine heilige Elite. Sie wird heute wie immer durch die von Herzen demütigen Menschen gebildet. Viele Menschen mit geringer Bildung haben oft einen tieferen Einblick in die Botschaft von Jesus Christus als manch gelehrte Theologen und Bischöfe. Aber in der heutigen Gesellschaft, wo die Botschaft von Jesus immer weniger zugänglich ist, muss die Kirche ein Ort werden, wo das Wort Gottes in einer Weise ertönt, wie es in der irischen Kirche durch Generationen nicht geschehen ist.

Ich möchte die Legion Mariens in der Erzdiözese Dublin für ihre großzügige Beteiligung an unserem diözesanen Projekt in diesem Jahr, das Wort Gottes im Evangelium des Lukas in alle Familien zu bringen, danken. Ich bedanke mich bei der Legion Mariens landesweit für ihr erneutes Betrachten des Wortes Gottes und seine Anwendung auf das tägliche Leben. Ich möchte Ihnen für Ihr Engagement für das Gebet und die Eucharistie, wo Jesus in unseren Herzen ist, danken.

Ich bin sehr glücklich, eine so große Zahl anwesender Priester in unserer heutigen Feier zu sehen. Ich möchte den Priestern, die Geistliche Leiter in der Legion Mariens sind und die das geistliche Leben der Mitglieder entfalten helfen, danken. Sie helfen ihnen, von Tag zu Tag das Charisma ihrer Bewegung neu zu entdecken und sich neu zu verpflichten. Die Legion Mariens ist grundsätzlich eine Laienbewegung, aber die Stelle des priesterlichen Dienstes ist wesentlich ist. Ich möchte besonders denjenigen Priestern, die trotz so vieler Anforderungen an ihre Zeit sich dennoch der Arbeit der Legion Mariens widmen, danken.

Frank Duff gründete die Legion Mariens im Jahre 1921 in einem kritischen Moment in der irischen Geschichte. Es war eine Zeit der politischen Unsicherheit, die schließlich in einen Bürgerkrieg explodierte. Es war eine Zeit, in der diese Stadt durch sehr harte Armut geprägt war und es auch eine weit verbreitete moralische Verarmung gab. Frank Duff war ein Mann, der angesichts einer großen gesellschaftlichen Herausforderung etwas tat. Er begnügte sich nicht mit einem Leserbrief. Er sammelte gleichgesinnte Männer und Frauen um sich herum in einer Bewegung der geistlichen Erneuerung, des Gebetes und des christlichen Dienens. Er ließ sich weder von der Größe der Herausforderung noch durch den Mangel seiner Mittel abhalten. Er war ein Mann der Kirche – von vielen in der Kirche, darunter den Erzbischöfen von Dublin missverstanden. Sein Vorbild war Maria, und wie sie ist er vor nichts zurückgeschreckt. Frank Duff betrachtete das Wort Gottes jeden Tag und durch ihn vollbrachte der Herr große Dinge.

 

Zur Seligsprechung des Dieners Gottes Frank Duff:
Alle Legionsräte, alle Präsidien und einzelnen Legionäre werden gebeten, den Seligsprechungsprozess nach besten Kräften zu fördern, in dem die Gebetstexte verteilt werden oder Frank Duff- Gebetsrunden gründet und spezielle Messen lesen lässt, um ihn so in Erinnerung zu behalten.
Gebetszettel können über die Materialstelle der Legion bestellt werden.

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Herzlich Willkommen

„... unter der Führung Marias, die im Bild vor ihnen stand,
begannen sie zu überlegen,
wie sie Gott am besten gefallen und was sie tun könnten,
damit er in Seiner Welt geliebt werde.“

(Handbuch der Legion Mariens)

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