Bericht über das 721. Senatustreffen am 18. September 2010

1. ALLOCUTIO
gehalten von P. Florian Calice CO, Geistlicher Leiter des SenatusIn diesen Tagen ist viel die Rede von der ‚Weihe oder Lebensüberga-be an Jesus durch Maria’ und von den 33 Schritten, die wir zur Vor-bereitung darauf setzen sollen. Wir erkennen darin ein wunderbares Mittel, Vielen zu einer größeren Auseinandersetzung mit der Bedeu-tung der Muttergottes in ihrem Leben zu verhelfen und in gewisser Weise ein Leben in Gemeinschaft mit der Gottesmutter einzuüben.
Auch wenn wir die 33 Schritte noch gar nicht begonnen haben, so ist es doch gut - zum rechten Verständnis der Weihe - nachzudenken, was auf die Weihe folgen wird, oder folgen soll. Wir verstehen die Lebensübergabe als einen Akt der Hingabe im Sinne des Hl. Ludwig Maria v. Montfort. Hingabe an Jesus durch Maria bedeutet dabei so-viel wie Aufgabe des eigenen Lebens in dem Sinn, das wir nicht mehr eigenmächtig darüber verfügen, sondern im Bewusstsein leben, dass wir durch die Taufe Eigentum Christi geworden sind. Und indem wir uns zum Eigentum der Gottesmutter machen, hoffen wir, dass sie uns hilft, unser Leben, unsere Handlungen, unser Innerstes tatsächlich Jesus zum vollständigen Besitz zu geben.
Der hl. Ludwig hat davon gesprochen, dass die Weihe, die Hingabe geübt werden muss. Er hat uns Akte empfohlen, die wir abgesehen von der Vorbereitung und dem Weiheakt selbst setzen sollen, um in dieser Hingabe an Maria wachsen zu können. Er nennt dabei ver-schiedene materielle, äußere Dinge, wie das Tragen der Medaille, die Gebete und eine besondere Gestaltung der Feste der Gottesmutter. Mehr noch aber spricht er von dem Bemühen, das sich in unseren Inneren vollziehen muss, und dass in einem Leben in Vereinigung mit der Gottesmutter besteht, in dem man sich mehr und mehr ange-wöhnt, die Muttergottes mit der Schönheit ihres Wesens, ihrer Liebe und all ihrer Tugenden vor Augen zu haben und versucht, sie in den konkreten Begebenheiten unseres Alltags nachzuahmen. Dass man allezeit die Hand der Muttergottes ergreift, in dem Sinn, dass man nichts tut ohne um ihre Hilfe zu bitten, ohne sich ihr anzuempfehlen, unter ihren Schutz zu stellen. Schließlich soll man mehr und mehr alles, was man tut zu einer Gabe für die Gottesmutter machen, damit sie es Jesus darbringe.
Das Handbuch hat uns in der Geistlichen Lesung auf einen weiteren Aspekt unserer Hingabe aufmerksam gemacht: nämlich den, dass wir die Muttergottes nicht richtig verehren, nicht entsprechend lieben, wir nicht von Hingabe sprechen können, wenn wir uns ihren Wünschen verschließen. Die Hingabe führt notgedrungen zu der Frage: Mutter-gottes, was möchtest Du von mir? Oder: was könnte ich für Dich tun? Diese Frage ist mutig, sie erlaubt, dass die Muttergottes sich unserer bedient, dass sie in unser Leben eingreift, und vielleicht das eine oder andere verändert, bzw. uns um das eine oder andere Opfer bittet.
Frank Duff hat erfasst, was die Antwort der Muttergottes auf ein sol-ches Angebot ist: die Einladung zum Apostolat, oder besser zur müt-terlichen Sorge um die Seelen. Diese Sorge ist vielfältig, sie erschöpft sich nicht in einem 2stündigen Apostolat pro Woche. Aber diese 2 Stunden sind ja auch nicht einfach hin das Ziel der Legion: es geht um mehr, den Legionär dahin zu führen, dass er immer im Dienst ist. Am Ende steht der Gedanke: ich lebe nicht mehr einfach mein Leben, sondern ich habe mein Leben der Muttergottes übergeben, damit sie durch mich ihren mütterlichen Dienst ausüben kann. Das ist das Ziel. Ein großes und vielleicht fernes, wenn man es in seinem ganzen Um-fang erfasst. Aber versuchen wir, in den uns möglichen Schritten der Gottesmutter mehr von unserem Leben, von unserem Herzen zu ge-ben, damit sie in uns Mutter sein darf, und dass sie bestimmen darf wie und wo sie dies verwirklichen soll.
2. BERICHTE

JAHRESBERICHT
Senatuspräsidium „Kraljica Mira” („Königin des Friedens”)
Das Präsidium, welches hauptsächlich unter kroatisch Sprechenden apostolisch tätig ist, besteht seit September 2006. Es zählt 9 aktive Legionäre, 2 Legionäre auf Probe und 83 Hilfslegionäre. Im Mai die-ses Jahres wurde ein neuer Präsident ernannt. Arbeiten sind u.a. der Besuch bei psychisch und physisch Kranken, Hausbesuche bei Perso-nen, die geistlichen Aufbau brauchen und Besuche bei Personen, die Probleme in der Familie bzw. der Ehe haben. Auch aus der Kirche ausgetretene werden besucht. Das Präsidium betreut weiters noch Alkohol- und Drogenabhängige und deren Familien. Großen Wert legt das Präsidium auf die geistliche Vertiefung der Legionäre, diese schöpfen ihre Kraft z.B. durch Wallfahrten im In- und Ausland.

VIERMONATSBERICHTE

Curia Wien-West
Im Hinblick auf spätere Ausbreitungen werden regelmäßig 8 Pfarren (ohne Präsidium) im Curiengebiet zu Rosenkranzgebet und Hl. Messe besucht. Auch für die „33 Schritte” wird in diesen Pfarren geworben. Legionäre besuchten eine Schulmesse, die dabei verteilten Wunderba-ren Medaillen wurden begeistert angenommen. Im Berichtszeitraum wurde 1 Widerruf eines Kirchenaustrittes bewirkt und 2 neue Hilfsle-gionäre geworben.

Curia Salzburg
Für den Beginn einer Ausbreitung wurde bereits der Ortspfarrer kon-taktiert und auch bereits weitere Kontakte geknüpft. An der Pfingst-wallfahrt nach Altötting nahmen Legionäre teil, es wurden dabei täg-lich von allen Wallfahrern die Legionsgebete gebetet. 6 neue Hilfsle-gionäre konnten dabei geworben werden. Im Berichtszeitraum haben 2 Legionäre das Versprechen abgelegt.

Comitium Mühlviertel
Das Comitium beteiligte sich am „40 Tage - Gebet für die Priester”. Jedes Präsidium hat dabei mindestens für einen Tag die notwendigen Beter (24 Personen) geworben. An der Abschlussmesse mit dem Bi-schof nahmen ca. 80 Personen teil. Im Berichtszeitraum legten 6 Le-gionäre ihr Versprechen ab. Einige Präsidien haben sehr für das
KANA-Fest geworben, ca. 35 Jugendliche nahmen dann auch wirk-lich am Jugendfest teil.

Comitium Linz
Im August führte das Comitium ein mehrtägiges Legionsseminar mit dem Thema „Wem werden wir durch die Hände Mariens geweiht” durch. Vom Comitium wurde das „40 Tage - Gebet für die Priester” organisiert; die Legionäre beteiligten sich mit großem Erfolg. Im Be-richtszeitraum legten 6 Legionäre ihr Versprechen ab und 5 Hilfslegi-onäre konnten geworben werden. Am Nazarethfest einer der Curien nahmen 13 Familien mit 30 Kindern teil.

Curia Bregenz
Im Juni fand das Nazarethfest unter dem Thema „Pfarrer von Ars” statt, ca. 40 Kinder nahmen daran teil. Zum KANA-Fest konnte auch ein 40er-Bus organisiert werden. Im Hinblick auf eine Ausbreitung fand für die Philippinos ein Infotreffen statt. Die Priesterbesuche für die „33 Schritte” wurden bereits begonnen. Ein Legionär empfing im Juni die Priesterweihe.

Ukraine
An der dritten Sommerschule nahmen 52 Legionäre teil, davon 2 aus Österreich und 5 aus Moldawien. Schwerpunkt waren diesmal das Priesterjahr und die Patrizierrunde. In einigen Orten wird die Patri-zierrunde nun systematisch angegangen. Die PPC in Harkow mit 10 Österreichern und 5 Ukrainern war sehr gut und gnadenreich. In einer afrikanischen Pfarre wird an der Gründung eines Studenten-EP, eines EP und einer Gebetsgruppe gearbeitet.

Comitium Innsbruck
In Vorbereitung auf die „33 Schritte zur Lebensübergabe an Jesus durch Maria” wurden zwei Hilfslegionär-Briefe verfasst und etliche Priestergespräche geführt. In einem neu gegründeten Präsidium kommen der GL und 8-10 Anwärter regelmäßig zum Treffen, alle Ämter sind bereits besetzt und im September werden die ersten Ver-sprechen abgelegt. In der Curia Lienz fand die Wahl des Präsidenten, des Vizepräsidenten und des Kassenführers statt.

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Herzlich Willkommen

„... unter der Führung Marias, die im Bild vor ihnen stand,
begannen sie zu überlegen,
wie sie Gott am besten gefallen und was sie tun könnten,
damit er in Seiner Welt geliebt werde.“

(Handbuch der Legion Mariens)

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