Bericht über das 717. Senatustreffen am 15. Mai 2010
ALLOCUTIO
gehalten von P. Florian Calice CO, Geistlicher Leiter des Senatus
Edel Mary Quinn, war unbezwingbar, in ihrer Liebe, ihrem Frohgemut, ihrem Mut, ihrer Tatkraft. Das war das herausragende Merkmal ihres Lebens. Sie hat Jesus und Maria so geliebt, hat so fest an sie geglaubt, war so entschlossen ihnen in der bestmöglichen Weise zu dienen.
Sie war das Gegenteil von Kleinmut. Wir wissen ja, dass Vieles passieren kann, was einer Seele Mut und Kraft raubt, und sie niedergeschlagen und verwirrt zurücklässt. Bei EMQ hat man solches nie bemerken können. Nicht, dass sie das nicht in ihrem Inneren erlebt hätte - ganz im Gegenteil, aber sie hat sich einfach nie ergeben. Wenn sie einmal von der Traurigkeit übermannt worden ist, dann hat sie sich sofort zum Herrn zurückgezogen, und war wieder aufgerichtet. Sie war eine vollkommene Schülerin des hl. Ignatius in der Befolgung des ‚agere contra’ - also der Anweisung, wenn wir in uns irgendeine Hinneigung zu etwas Schlechterem verspüren, sofort sich mit voller Kraft in die Gegenrichtung zu bewegen.
Nur so konnte sie soviel Gutes ausstrahlen. Ein solches Leben ist natürlich anstrengend, aber in Wahrheit ist es besser nicht zu fallen, als nach einem Fall wieder aufstehen zu müssen.
Sie hat uns allen gezeigt, dass der Wille zum Erfolg, ein Schlüssel zum Erfolg ist. Sie hat unter keinen Umständen aufgegeben. Wenn ein Hindernis da war, dann hat sie dieses Hindernis in Angriff genommen. Sie hat sich nicht von Schwierigkeiten abschrecken lassen: unwillige Priester, Gläubige.. Konventionen, die für die Ausbreitung der Legion in Afrika ungünstig waren.. die Schwierigkeiten des Analphabetismus. Sie wusste, dass es für jedes Problem eine Lösung gab, und das sie diese nur finden musste. Dass sie einfach tun musste, was ihr möglich war - und das hat sie auch.
Uns fehlt oft diese Entschlossenheit, Bestimmtheit, dieser Siegeswille und diese Siegesgewissheit - ein österreichisches Problem? Oder doch Mangel an Glaube? Edel Quinn war sich dessen sehr klar, dass unsere liebe Frau sie in die Legion geholt hatte. Sie wusste, dass sie in ihrem Dienst stand. Dass die Muttergottes ihre Präsidentin war und sie an ihrem Werk nur mitwirkte. Sie hat klar erfasst, dass die Muttergottes mit ihrer Güte, Weisheit und Macht die Ausbreitung der Legion, das Werk der Kirche, die Rettung der Seelen, die Verherrlichung Gottes in Afrika betrieb, und dass es unmöglich war, dass die unbesiegbare Heerführerin ‚unterliegen’ hätte können.
Sie war sich sicher, dass die Muttergottes die Legion wollte, und deshalb konnte sie sich so total dafür einsetzen.
Ihr Geheimnis war in dieser Beziehung die Vollkommene Hingabe. Sie hatte ein innige Beziehung zur Muttergottes schon vorher, eine große Liebe zu ihr. Aber Montfort hat ihr gezeigt, wie sehr man der Muttergottes im Leben verbunden sein konnte: als ihr Sklave, nämlich in völliger Abhängigkeit von ihr, in völliger Gemeinschaft mit ihr. Diese Erkenntnis war für Edel Quinn eine große Freude. Sie hat versucht dies in die Tat umzusetzen, sie hat sich in diese Abhängigkeit begeben nach dem Beispiel Jesu, sie wollte von der Muttergottes zur Heiligkeit geführt werden und ihr dienen. Sie hat es wirklich gelebt in ihrem Alltag (Sie konnte von sich sagen: „Ich habe der Muttergottes nie einen Wunsch nicht erfüllt, wenn ich ihn als solchen erkannt habe”).
Nachdem sie dieses Leben ausreichend geübt hatte, sie ganz in diesen Geist eingedrungen war, sie wirklich gelernt hatte ihre inneren Akte in Vereinigung mit der Muttergottes zu leben, war in ihr der Wunsch dieses Leben ein für alle Mal zu besiegeln. So hat sie dann ein Gelübde abgelegt, in der vollkommenen Hingabe zu leben.
So etwas haben die Heiligen oft gemacht, um sich vor der Versuchung zu schützen unter besonders schwierigen Umständen vielleicht einmal vom Weg der Vollkommenheit zurückzuweichen - ein Gelübde abzulegen, dass sie unter Sünde verpflichtet hat, einen bestimmte Hingabe zu leben.
Auch diese Hingabe wurde mit besonderen Gnaden belohnt, der Erkenntnis der Gottesmutter, ihrer Nähe. Damit ist nicht ‚Gefühl’ gemeint - im Gegenteil sie bezeugt, daß sie daraus überhaupt keinen Trost empfangen hätte, aber doch eine besondere Führung. Fr. Bradshaw hat er selbst aus dem Munde der Zeugin gehört, einer Klosterschwester, dass Edel ihr einmal, als alles darauf hindeutete, dass sie sterben würde, gesagt habe, dass die Muttergottes ihr mitgeteilt hätte, dass sie ihr noch 3 Jahre würde dienen dürfen.. und so ist es dann auch gewesen.
Mögen auch wir als Legionäre noch mehr zum Dienst der Muttergottes entschließen, sowohl ihrer Diener zu sein, als auch vom gemeinsamen Werk mit ihr nicht abzulassen, bis die Muttergottes erreicht hat, was sie gerne wirken möchte.
BERICHTE
VIERMONATSBERICHTE
Curia Bregenz
Zwei Legionäre der Curia besuchten den Erzbischof von Liechtenstein. Es wurde ihm auch die Marienweihe in der Diözese Feldkirch vorgestellt. In einer Pfarre wurde ein Termin für die Vorstellung der Legion Mariens im Pfarrgemeinderat vereinbart. Zum diözesanen Weltjugendtag mit dem Bischof luden die Junglegionäre ein und nahmen selber auch teil. Am 1. Mai machten sich 18 Jugendliche und Junggebliebene zu einer nächtlichen Fußwallfahrt von Götzis nach Rankweil auf, um für die ungeborenen Kinder zu beten. Die Curia veranstaltete einen Jugendeinkehrtag, besonders für solche Junglegionäre, die noch nicht an Exerzitien teilnehmen können. Da dies ein großer Erfolg war, plant man bereits einen weiteren für den Herbst. Weiters wurde ein Familiennachmittag organisiert. Erfreulich: 1 Anwärter legte das Legionsversprechen ab.
Ukraine
An mehreren Ort gibt es Ausbreitungsbemühungen. Der Bischof von Harkow nahm an der Aciesfeier teil. Das Büchlein „Frank Duff und die Legion Mariens” ist nun mit 10.000 Stück im Druck. Für Ende Mai ist die dritte Sommerschule in Vorbereitung. In allen Räten wurden Kranke und Einsame vor Ostern auf die Beichte vorbereitet, mit einem Priester in Kontakt gebracht und mitunter die Krankensalbung vermittelt. Die ersten Schritte für regelmäßige Hausbesuche bildeten Haussegnung.
Comitium Innsbruck
Zum Fest „Verkündigung des Herrn” haben sich viele Legionäre in Exerzitien im Alltag auf die „Vollkommene Hingabe an Jesus durch Maria” vorbereitet. Im April wurde ein Legionstag mit dem Thema „Die Laien in der Kirche” mit den Konzilstexten als Grundlage veranstaltet. Mit dem Regens des Priesterseminars wurde Kontakt aufgenommen. Auf Anregung aus Südtirol wurde eine 40Tage/40Nächte-Gebetsinitiative im Priesterjahr gestartet, die in der Fastenzeit stattfand. Für die notwendigen 960 Stunden wurden 6347 Stunden des Gebets gemeldet, viele haben sich zum Gebet anregen lassen ohne sich speziell zu melden. Bischof Scheuer hat diese Aktion sehr unterstützt und auch finanziert. In einer Pfarre wurde eine Hausbesuchsaktion gestartet. In einem neubesiedelten Wohngebiet wurden 736 Wohnungen mit einem Info-Blatt der Pfarre und mit der Wunderbaren Medaille besucht und zu den Gottesdiensten eingeladen. Erfreulich: Eine 94-jährige Frau konnte im Kontakt durch Verteilen der Geburtstagsbriefe zur Kirche zurückgeführt werden. 3 Legionäre haben ihr Versprechen abgelegt, 5 Legionäre sind derzeit in Probe.
Curia Wien-West
Die Präsidien beteiligen sich an den Aktivitäten im Rahmen der Missionswoche APG2010, wie Gestaltung von Maiandachten, Einladung zu einer Anbetung und mitwirken bei der Langen Nacht der Kirchen. In einer Pfarre werden nun Neuzugezogene besucht. Familien mit Kindern bis zu 5 Jahren bekommen Geburtstagsbriefe mit kleinen Geschenken wie Grundgebete, Bibelgeschichten und die Wunderbare Medaille. Ein Präsidium hat anlässlich des 100. Treffens zu einem Informationstreffen und zu einer Agape eingeladen. Erfreulich: Ein Legionsversprechen wurde abgelegt und es gibt bereits wieder einen neuen Anwärter.
Comitium Linz
Zu den Legionsexerzitien in Subiaco mit P. Bernhard Vosicky kamen 75 Teilnehmer. Die 400. Monatswallfahrt nach Maria Puchheim wurde von den Legionären gestaltet. Bischof Schwarz stand mit 11 Priestern der hl. Messe vor. Nach dem Vorbild von Tirol wurde auch eine 40-Tage-und-Nächte-Gebetsaktion gestartet gemeinsam mit dem Comitium Mühlviertel. Der Beginn wurde mit einem Festgottesdienst mit dem Regens des Priesterseminars gefeiert. Den Abschluss bildet eine Messe mit Bischof Schwarz. Derzeit bereitet das Comitium das Legionsseminar in Subiaco im August vor. Ein Legionär leitete einer Firmgruppe. Für das Kanafest, die Jugendwallfahrt nach Mariazell und für die Sommerschule der Junglegionäre wird fleißig geworben. Erfreulich: Es gibt ein neues Präsidium und einen Gebetskreis von Müttern. 3 neue Legionäre und ein Sakramentenempfang nach längerer Zeit konnte vermittelt werden.
Comitium Mühlviertel
Am Schulungstag des Comitiums zum Thema „Der hl. Pfarrer von Ars” nahmen 30 Legionäre teil, die sich nachmittags dann auch am Apostolat in der Pfarre beteiligten. Für die Monatswallfahrten in Maria Puchheim wird von der Curia Sandl ein Bus organisiert. Ein neues Präsidium hat bereits 4 Anwärter. Ein weiters neues Treffen kann 6 Anwärter verzeichnen. Die Wandermuttergottes wird nun in die Familien der Erstkommunionkinder und Firmlingen gebracht. Gemeinsam mit dem Comitium Linz organisierte man das 40-Tage-und-Nächte-Gebet.
Curia Salzburg
In einer Pfarre werden nun regelmäßig Hausbesuche durchgeführt. Mit einer anderen Pfarre wurde Kontakt aufgenommen mit dem Wunsch ein Präsidium dort gründen zu dürfen. Eine Hilfslegionärin, die öfters an der Pfingstwallfahrt nach Altötting teilnahm, wünscht sich ein Präsidium in ihrer Pfarre. In einer Pfarre wurde eine 6-köpfige Familie aufgrund der Besuche der Legionäre getauft.


