Conciliumsbericht Jänner 2010
Allocutio
Jänner 2010, gehalten von P.Bede McGregor, O.P. Geistlicher Leiter des Conciliums
Zurück zu den Wurzeln (Teil 3)
In unserem der Planung für das kommende Jahr gewidmetem Amtsträgertreffen des Conciliums im November 2009 haben wir festgestellt, dass die wirksamste Erneuerung der Legion weltweit am ehesten erreicht werden würde, indem wir uns der geistigen Grundlagen der Legion und ihrer Führung besinnen. Wir gehen nur zurück um besser weiterzukommen. Mit diesem Ziel vor Augen begannen wir mit dem Legionsversprechen. Es ist wichtig, dass man immer weiß, was der Legionär dem Heiligen Geist und Maria mit der Absicht, Jesus zum Mittelpunkt unseres persönlichen Lebens zu machen und sicherzustellen, dass die Legion überall und zu allen Zeiten ganz christozentrisch ist, versprochen hat. Die Gegenwart Christi kommt durch die Beziehung zwischen dem Heiligen Geist und Maria in unsere Welt. Der Legionär möchte in diese wechselseitige und enge Beziehung eintreten.
Jetzt wollen wir über die regelmäßige Unterweisung nachdenken, die so wichtig ist, dass sie der Präsident des Präsidiums andächtig und deutlich beim ersten Treffen des Monats verlesen muss.
Der erste Punkt könnte als eher nüchtern und überraschend einfach und sogar vielleicht wenig erhebend scheinen. Aber er enthält die grenzenlose Möglichkeit für Heiligkeit und außerordentliche Kraft für die apostolische Fruchtbarkeit. Der Wortlaut ist wie folgt: „Erstens, die pünktliche und regelmäßige Teilnahme bei den wöchentlichen Treffen des Präsidiums, bei dem er über die geleistete Arbeit einen angemessenen und gut hörbaren Bericht geben muss.”
Es fragt sich, warum das Handbuch und Frank Duff sein ganzes Leben lang das wöchentliche Treffen des Präsidiums so wichtig nimmt. Im Handbuch wird die Bedeutung des wöchentlichen Treffens wie folgt ausgedrückt: „Dieses Wochentreffen ist das Herz der Legion, von dem das lebensspendende Blut in alle Adern strömt. Es ist das Kraftwerk, aus dem ihr Licht und ihre Energie kommt. Es ist die Schatzkammer, aus der für alle besonderen Bedürfnisse gesorgt wird. Es ist die große Gemeinschaftsübung, bei der jener Eine unsichtbar mitten unter ihnen ist, wie er verheißen hat. Hier wird der Arbeit ihre besondere Gnade verliehen, hier werden die Mitglieder mit dem Geist religiöser Disziplin durchdrungen, der zuerst sucht, was Gott gefällt und der persönlichen Heiligung dient.”
„Deshalb sollen die Legionäre die Teilnahme am wöchentlichen Präsidiumstreffen als ihre erste und heiligste Pflicht der Legion gegenüber betrachten. Nichts anderes kann sie ersetzen, ohne das Treffen wäre die Arbeit wie ein Leib ohne Seele. Die Vernunft sagt uns, und die Erfahrung beweist es, dass die Vernachlässigung dieser wichtigsten Pflicht Hand in Hand geht mit fruchtloser Arbeit und sehr bald den Austritt aus den Reihen der Legion zur Folge hat”.
Wir fragen dennoch, warum das wöchentliche Treffen die erste Pflicht jedes Legionärs ist. Erstens, weil das Präsidium eine Zelle des Mystischen Leibes Christ ist: Es ist ein Ort, an dem wir den auferstandenen Christus lebendig treffen und in seinem Leib tätig werden. Wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind, ist er unter ihnen. Wir kommen, um mit unserem Herrn zu beten und mit ihm unseren Beitrag zu Rettung der Seelen zu planen. Ein Legionstreffen ist kein Vorstandsmeeting oder irgendeine andere Form weltlicher Sitzungen mit weltlichem Ethos und weltlichen Zielen. Es muss immer im Wesen ein Treffen einer Zelle des Mystischen Leibes Christi sein mit seinem ihm wesentlichen Ethos. Das letzte Ziel muss immer die Rettung der Seelen sein. Die Legion muss sich immer auf die Ewigkeit ausrichten und immer in ihrem ganzen Sein danach trachten, dass die Seelen sich des ewigen Lebens im Himmel erfreuen. Andere Organisationen mögen sich mit durchaus lobenswerten und wichtigen Zielen, die auf Gesundheit oder auf politische Ziele gerichtet sind, befassen. Aber die Legion ist unverrückbar auf das Heil und das ewige Leben der Seele ausgerichtet.
Untrennbar verbunden mit der Tatsache und Überzeugung, dass das Präsidium eine Zelle des Mystischen Leibes Jesu ist und damit eine besondere Gegenwart Jesu gegeben ist, ist auch die Wahrheit einer besonderen Gegenwart Marias im Treffen. Maria ist die Mutter des Mystischen Leibes und wo immer eine solche Zelle dieses Leibes ist, wird auch eine besondere Gegenwart Marias als Mutter ihrer Mitglieder sein und mit ihnen arbeiten. Das Handbuch hält diese Wahrheit sehr überzeugend fest: „Dieses Apostolat ist vereint mit dem mütterlichen Wirken Marias und getragen von ihr, ‚die das Leben selbst, das alles erneuert, der Welt geboren hat und von Gott mit den einer solchen Aufgabe entsprechenden Gaben beschenkt worden ist’ (LG 56).Durch den Dienst der Menschen, die bereit sind ihr zu helfen, erfüllt Maria weiterhin diese Aufgabe. Ein Präsidium bietet ihr eine Gruppe liebender Seelen, die das Verlangen haben, ihr bei diesem Werk zu helfen. Es ist sicher, dass Maria diese Hilfe annehmen wird. Deshalb darf man ein Präsidium als eine Art Gegenwart Marias ansehen, durch die sie ihre einzigartigen Gaben entfaltet und weiter als Mutter tätig ist. Von einem Präsidium, das seinen Idealen treu ist, kann man daher erwarten, dass es in seiner Umgebung Leben, Erneuerung, Heilung und Lösungen bringt. Wo immer es Probleme gibt, sollte dieser geistliche Grundsatz Anwendung finden”. Ich glaube, dass die Treue zum wöchentlichen Legionstreffen ein geeigneter Weg ist, die wesentlichen Aspekte der wahren Marienverehrung des Hl. Ludwig Maria zu üben.
Schließlich ist das Präsdiumstreffen eine „Cenaculum- Erfahrung”: eine Versammlung der Apostel um Maria in Erwartung des Heiligen Geistes und der Sendung als Missionare Marias dorthin, wo immer die spirituellen Nöte der Menschen am meisten drücken. Also, zu einem Legionstreffen gehen, sollte bedeuten, zu einem Ort der Gnade, der Freude und des apostolischen Eifers zu gehen. Es sollte eine Pfingsterfahrung sein. Bei unseren Bemühungen, zu den Wurzeln zurückzugehen, ist es, denke ich, von größter Bedeutung, sich wieder der lehrmäßigen Grundlagen des wöchentlichen Treffens zu besinnen.
In unserer nächsten Allocutio werden wir versuchen, aufzuzeigen, wie die praktischen Seiten des Präsidiums Quelle großer Gnaden und des Wachstums der Legion und ihrer einzelnen Mitglieder werden können und sollen.
ZENTRALASIEN
KASACHSTAN: Die Protokolle der beiden letzten Curien sind angekommen und werden übersetzt.
ARMENIEN: Die Curia „Maria, Königin der Apostel” in Jerevan besteht aus zwei Erwachsenenpräsidien und einem Jugendpräsidium. Es besteht Hoffnung auf gute Entwicklung. Die Mitglieder bestehen zum Großteil aus Legionären verschiedener Nationalitäten, mit einem engagierten Geistlichen Leiter, P. Petrus. Sie besuchen Familien, beraten sie bei Schwierigkeiten und entdeckten ungetaufte Kinder.
GEORGIEN: Das Präsidium in Ude hat 6 Mitglieder, die im Februar 2009 begonnen hatten. Seither haben sie 19 Personen auf die Beichte vorbereitet, andere auf das Sakrament der Ehe und 9 fernstehende Familien praktizieren nun wieder. Für die Legionäre besteht ein Hindernis darin, dass es noch keine Handbücher in der Landessprache gibt. Auch das Präsidium in Vale hat 6 Mitglieder.
NAHER OSTEN
ISRAEL: Das Comitium in Jerusalem hat 4 Curien und einzelne Präsidien arbeiten auch in Betlehem, Nazaret, Jericho, Jaffa und Ramalla und in Galileia (Meilia. Die Mitgliederzahl beträgt 548 aktive- und 183 Hilfslegionäre. Am Legionskongress nahmen 450 Legionäre teil, bei dem Themen wie: „Die Legion ist ein gelebtes Handbuch”, „Hingabe”, „Weihe” und „Gehorsam” besprochen wurden.
LIBANON: Die Legion war an einem 2-tägigen Treffen für Laien und einem National-Forum für Jugendliche vertreten. 25 Jugendliche nahmen an einem Lager teil, das von der Legion veranstaltet worden war. Am 88. Jahrestag der Gründung der Legion nahmen 105 Legionäre teil, bei dem auch ein Film über die Gründung der Legion in Dublin und in Beirut gezeigt wurde.
NEUE REGIAE
PAPUA NEU GUINEA: Mount Hagan: Das Concilium erhob das Comitium in Mount Hagan zur Regia. Die neue Regia umfasst das Gebiet der Erzdiözese Mount Hagan und der 4 Suffragandiözesen in dieser Bergregion. Es gibt 7506 Mitglieder, Erwachsene und Junglegionäre zusammen. Die neue Regia umfasst 11 direkt angeschlossene Präsidien, 5 Curien und 3 Comitien. Die Gründung geschah unter kirchlicher Erlaubnis.
NORDPHILIPPINEN:
REGIA LIPA
Der Senatus der Nordphilippinen empfahl dem Concilium den Vorschlag das Comitium Lipa zu einer Regia zu erheben. Das Gebiet erstreckt sich über die Erzdiözese und drei Suffragandiözesen, 2 Apostolische Vikariate und eine Prälatur. Erwachsene und Junglegionäre zusammen haben eine Mitgliederzahl von 4772. Die neue Regia, die dann auch beim Januartreffen des Conciliums bestätigt wurde, besteht aus 21 Präsidien, 1 Jugendcuria und 6 Erwachsenencurien, sowie 3 Comitien. Die 3 Comitien sind in Lucena, Gumaca und Calapan. Die kirchliche Erlaubnis zur Gründung wurde eingeholt. Dem Senatus bleiben somit 13 direkt angeschlossene Präsidien, 1 Jugend- und 2 Erwachsenencurien, 15 Comitien und 3 Regiae.
Besuch der Amtsträger der Regiae von Paris und Dax, Frankreich
Die Amtsträger dieser beiden Räte waren zum Austausch mit den Conciliums-Amtsträgern nach Dublin gekommen und nahmen auch am Conciliumstreffen am Sonntag den 17. Januar 2010 teil. Der Präsident der Regia Dax Marie Claire Brethous bat um das Gebet, um den Rat zu stärken. Sie dankte auch den Legionären, deren Mitarbeit bei der Permanance in Lourdes einen großen Beitrag zur Evangelisierung darstellt. Sie dankte auch dem Concilium für den herzlichen Empfang, für die Hilfe und alle Gebete. Monique Chevrot, die Präsidentin der Regia Paris sagte, dass die Regia heuer die Gründung der Legion in Paris vor 70 Jahren feiern wird. Die Legion wurde in Frankreich im Jahr 1940 gegründet.
Tommy McCabe, der Präsident des Conciliums dankte den Amtsträgern für ihr Kommen nach Dublin und wünschte ihnen viel Segen und Gnade für ihre Arbeit für die Legion Mariens.
Afrika
ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK
Regia Bangui: Der Bericht 2008/09 spricht von 20.870 Mitgliedern in der Erzdiözese Bangui und weiteren 23.262 in den übrigen 8 Diözesen. Die Regia hat den Text des Handbuchs in Sango vorgelegt und möchte es in diesem Dialekt gedruckt haben.
DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO
Senatus Kinschasa: Dem Senatus gehören über 160.000 aktive Mitglieder an. Das neue Comitium „Maria, Mutter der Jugend” gliedert sich in 8 Curien, 71 Präsidien mit 1.722 aktiven Mitgliedern, 13 Hilfslegionären, 294 Prätorianern und 347 Junglegionären. Innerhalb eines Jahres wurden Besuche in 3.512 Wohnungen gemacht.
Senatus Bukavu: Am 20.12. 2009 fanden Amtsträgerwahlen statt. Das Handbuch wird in Swahili gedruckt.
Senatus Butembo: Die Legion wird gut geführt. Der Senatus organisierte eine Wallfahrt zu einem Marienheiligtum.
Regia Lubumbaschi: Durch die Regia werden gute Arbeiten verrichtet, die auch gut organisierte Arbeiten in Gefängnissen beinhalten.
BURUNDI
Senatus Gitega: In Planung ist ein Kongress im August.
Regia Bujumbura: Mit großer Freude wurde die Gründung einer Curia in Tenga bekanntgegeben; vor zehn Jahren noch einer der schwarzen Flecken.
RWANDA
Senatus Kigali: Es wird erwogen, in Cyangugu eine Regia zu errichten.
MAURITIUS
Regia Mauritius: Aus den laufenden Berichten geht hervor, dass das Schwergewicht der Arbeiten bei der Jugend liegt: Exerzitien werden für sie organisiert, Schulkinder werden in der Glaubenslehre unterrichtet, in Familien wird der Rosenkranz vorgebetet und Kinder werden auf die Erstkommunion und die Firmung vorbereitet. In drei Colleges - Port Louis, Goodlands und Terre Rouge - konnten Präsidien errichtet werden. Andere Arbeiten sind Hausbesuche von Tür zu Tür, Besuche in Krankenhäusern, Begleitung von Priestern auf ihrem Weg zu Kranken sowie die Betreuung von Armen und AIDS-Kranken. An von der Curia Curepipe veranstalteten Exerzitien nahmen 150 Legionäre teil. Zwei Legionäre absolvierten den jährlichen Besuch auf Rodrigues (kleine Insel im Indischen Ozean).
REUNION
Comitium St.Denis: Junglegionäre besuchen gemeinsam mit erwachsenen Legionären kranke und alte Menschen. Sie ministrieren und verteilen Messtexte. Eine Aufgabe ist auch die Werbung von Jugendlichen. Zu den Arbeiten der erwachsenen Legionäre zählen der Besuch von Kranken zuhause und in Krankenhäusern, Mitarbeit bei Begräbnissen durch Vorbeten in der Aufbahrungshalle und bei der Totenwache sowie Besuch der Seelenmesse. Sie trösten auch die trauernden Hinterbliebenen. In Pensionistenheimen wird der Rosenkranz vorgebetet und Andachten am ersten Monatssamstag organisiert. Fünf Legionäre geben Katechismusunterricht.
MADAGASKAR
Curia Cause de Notre Joie: Im September 2009 fand das 257. Curientreffen statt. Die stärkste Curia des Landes ist „Stella Maris de Morondova”.
Asien
INDIEN
Comitium Kalkutta: 15 Präsidien und 8 Curien mit 650 erwachsenen Legionären, 75 Junglegionären und 350 Hilfslegionären sind dem Comitium angeschlossen. In den Bergregionen von Nagaland gibt es 17 Präsidien und es besteht der Plan, das Handbuch in die Angami-Sprache zu übersetzen. Die Mehrheit der Mitglieder von Südbengalen sind Fischer und Bauern. Die Legion in Bangladesch wird regelmäßig besucht, Chittagone wurde eben visitiert und die Hauptstadt Dacca steht noch aus.
Regia Mumbai: Der Kardinal hat der Regia die Besuche in den Spitälern übertragen. Zunächst wurde eine Erfassung die Krankenhäuser der Reihe nach durchgeführt und dann wurden sie den nächstgelegenen Präsidien zur Betreuung zugewiesen. Das Apostolat an Nichtchristen, die monatliche Ausbreitungsarbeit und die Bemühungen zur Seligsprechung Edel Quinns werden fortgeführt.
Senatus Kerala: Die Legion arbeitet in 25 Diözesen und agiert in allen drei Riten. Ausbreitungsbeiträge finden sich in den meisten Berichten. Katholiken, Nichtkatholiken und Nichtchristen werden besucht. Viel wird auf dem Gebiet der Katechese gearbeitet.
Regia Karnataka: agiert in der Erzdiözese Bangalore in 9 der 10 Suffragandiözesen. Sie besteht aus 5 Comitien, 15 Curien und 10 Präsidien. Familien werden ermuntert, ihren Glauben wieder zu praktizieren. In zwei Slums konnten 15 Personen bewogen werden, ihre Illegalität aufzugeben.
Senatus Pondicherry: Eine Exploratio Dominicalis mit 51 Legionären in vier Teams wurde in einem etwa 300 km entfernten Gebiet durchgeführt. Sechs Präsidien konnten verjüngt und vier neu aufgestellt werden.
Comitium Tuticorin: hat 16 direkt angeschlossene Präsidien, die durchschnittlich 19 Mitglieder aufweisen. Ein neues Comitium und eine neue Curia konnten errichtet werden. In 106 Pfarren gibt es noch kein Präsidium. So wurden die Räte angewiesen, in jeweils einigen dieser Pfarren auszubreiten.
MYNAMAR (vormals BURMA)
Der Senatus feierte sein 60-jähriges Bestandsjubiläum. Weihbischof Charles Bo erklärte, dass fast alle Pfarren vom Apostolat der Legion profitiert hätten. Der Senatus führt 2 Comitien, 7 Curien und 19 Präsidien. In einem entlegenen Gebiet konnten 17 Präsidien ausfindig gemacht werden, die gute Arbeit leisten, und nun in eine Curie zusammengefasst werden. In einem anderen Gebiet, in dem die Legion nach dem Orkan von 2008 ihre Arbeit fast eingestellt hatte, konnten dank der Unterstützung durch Pater Lay Cho 10 der 16 Präsidien wieder reaktiviert werden.
THAILAND
Zur Bildung erwachsener Katholiken wurde viel Zeit in die Bibelarbeit investiert, wobei die Legionäre unterstützend mitwirken. Von 60 Paaren, die in einer wilden Ehe lebten, heirateten 38. Zu Studenten aller Glaubensrichtungen bestehen Kontakte. Auf das Studium des Handbuchs wird jetzt mehr Wert gelegt.
PAKISTAN
Aus Rücksicht auf die Mehrheit der Comitiumsteilnehmer erfolgt der Ablauf des Treffens in Urdu. Es wird darauf Bedacht genommen, dass die Berichte regelmäßiger gegeben werden. Die Legionäre bitten um das Gebet in diesen für sie so schwierigen Zeiten.
SRI LANKA
Die angeführten Arbeiten beinhalten Hausbesuche und Besuche in Krankenhäusern und Gefängnissen. Das geistliche Apostolat ist verquickt mit Gesundheits- und Ernährungslehre. Armen Kindern wird Englisch gelehrt. 51 Teilnehmer fanden sich zu einem Legionskongress ein. Das Comitium Lanka feierte sein goldenes Bestandsjubiläum mit einer Messe, an der der Erzbischof, Priester und Ordensleute sowie 3.000 Laien teilnahmen.
VIETNAM
Gutes statistisches Material wird beigestellt und im ganzen Land erfolgt ein sehr solides Apostolat. Die Amtsträger wurden gebeten in den Berichten an den Senatus konkreter zu werden. In einigen Diözesen werden höhere Räte benötigt.
BESUCH VON AUSBREITUNGSARBEITERN
Edel Teresa Garcia und Laura Emilia Rodriguez
Die beiden Legionäre dankten dem Concilium für das Privileg, dass sie im Auftrag des Conciliums Ausbreitungsarbeiten machen durften und auch für alle Gebete während ihres 6-monatigen Einsatzes im Senatus Cordoba und in der Regia Corrientes in Argentinien.
Im Gebiet von Cordoba arbeiteten sie an der Errichtung von Jugendpräsidien und jungen Erwachsenenpräsidien, besonders in Pfarren mit einer hohen Anzahl von jungen Menschen und in den Universitätspfarren.
Während ihres Aufenthaltes in Cordoba konnten sie eine Konferenz für Junglegionäre, aus den verschiedenen Provinzen Argentiniens, erfolgreich organisieren.
Sie hatten auch gute Besprechungen mit den Senatusamtsträgern.
In der Regia Corrientes waren sie sehr erstaunt vom Eifer der Legionäre und ihren vielen Arbeiten, besonders im Errichten von neuen Präsidien in den Elendsvierteln und den ländlichen Gebieten.
Sie waren in der Lage große Strecken zurücklegen, um auch die entfernteren Räte der Regia zu besuchen.
Edel und Laura berichteten von den Arbeiten der Junglegionäre, um das Seligsprechungsverfahren des Dieners Gottes, Alfie Lambe, zu unterstützen.
Sie waren bei Treffen, Besprechungen, einem Puppentheater, einer Aufführung und einem Video dabei und hatten viele Kontakte mit Jugendlichen.
Jedes Jahr findet eine lange Prozession von jungen Menschen, davon viele Legionäre, zu Fuß durch die Straßen von Buenos Aires statt. Manche marschieren mehr als 48 km. Die Polizei begleitet diese Prozession bis zum Grab von Alfie Lambe. Während der Prozession wird gemeinsam gebetet und gesungen. Die Legionäre laden die Zuschauer zum Mitgehen ein.
Tommy McCabe, Präsident des Concilium, dankte den beiden Legionären für ihr Kommen nach Irland und für ihren großartigen Einsatz in Argentinien. Es freute ihn aus erster Hand von ihnen zu hören, wie viel für die Seligsprechung von Alfie Lambe in Argentinien getan wird. Er dankte ebenso Ann Murray als Conciliumamtsträger, und Noel Lynch, dem Korrespondent, für das Organisieren der Reise.
Der Diener Gottes, Alfie Lambe
Alfie Lambe war ein Vorbild für Geduld, Güte, Nächstenliebe und Beharrlichkeit - Eigenschaften, die sichtbar waren im Umgang mit seiner Familie, seinen Freunden, für jene, für die er gearbeitet hat und in seinen frei gewählten Aktivitäten im Auftrag der Legion Mariens. Kein Hindernis war ihm zu groß oder keine Mühsal zu schwer, wenn er trotz harter Umstände eine Seele für Christus gewinnen konnte.
Er wurde am 24. Juni 1932 in Tullamore geboren. Sein Bestreben war von jungen Jahren an ein irischer Schulbruder zu werden. Er trat mit 13 Jahren in den Orden ein, doch die Ärzte kamen zu dem Schluss, dass er nur schwer den rigorosen Bedingungen im Ordensstand aushalten könne.
Er kam niedergeschlagen wieder nach Hause und schloss sich später der Legion Mariens an, wo er seine wahre Berufung erkannte. Er meldete sich freiwillig als Gesandter für Südamerika, um in ein großes Gebiet, welches Argentinien, Ecuador, Chile, Paraguay und Bolivien umfasste, zu gehen. Das Leben war nicht leicht. Er musste Spanisch lernen und sich an die verschiedenen Gewohnheiten seiner Umgebung anpassen. Doch Alfie war kein Einsiedler, er war tief an jedem Einzelnen interessiert, dem er begegnete.
Noch vor seinem 21. Geburtstag, wurde Alfie auserwählt, die Legion in Ecuador einzuführen.
Er leistete dort großartige Arbeit bei den Menschen, die von ihm begeistert berichteten. Seine Tage, Wochen, Monate und Jahren waren im Ausland mit vielen Aktivitäten gefüllt. Alfies apostolische Begeisterung half ihm Ziele zu erreichen, welche man übermenschlich bezeichnen kann, auch in einem langen und reichen Leben. Es ist schwierig mit seinen Reisen mitzuhalten. Bis jetzt bezeugen alle Räte, die er aufgebaut hat und die aufgeblüht sind, von seinem vernünftigen Weitblick und seiner praktischen Anschauung.
Die Heiligkeit von Alfie drückt sich in all seinen Handlungen aus, in den einfachen und natürlichen Handlungen, die er als seine Pflicht ansah - und das bis zur völligen Hingabe seiner selbst.
Am 21. Jänner 1959, am Fest der hl. Agnes, erhielt das Concilium ein Telegramm mit der Nachricht über den Tod des Gesandten im Wortlaut „Heute traf Alfie mit Edel zusammen”.


