Bericht über das 713. Senatustreffen am 16. Jänner 2010

1. ALLOCUTIO
gehalten von P. Florian Calice CO, Geistlicher Leiter des Senatus. Das Concilium hat für 2010 für die weltweite Legion als Thema vorgegeben: „Zurück zu den Grundlagen durch das Studium des Handbuchs”.
Es ist die Rede davon, dass es wünschenswert wäre, dass jeder Legionäre täglich 5 Minuten im Handbuch lesen würde – also einige Seiten.
Was sagt das Handbuch eigentlich dazu: Die Geistliche Lesung während des Treffens sollte wenigstens in den ersten Jahren des Bestehens eines Präsidiums aus dem Handbuch genommen und dann bei der Allocutio erläutert werden. Bei Jugendpräsidien sollte sogar so vorgegangen werden, dass der Geistliche Leiter bei der Allocutio einen Abschnitt Satz für Satz erklärt.
Weiters: Die Legionäre sollen das Handbuch studieren. Das Handbuch legt aber nicht fest, wie dies zu geschehen habe. Jedenfalls könnte es laut Handbuch Anhang 10 in der Weise geschehen, die für das Studium des Glaubens angegeben wird: Dabei wird jedem Mitglied aufgetragen, einen Abschnitt zu studieren und seinen Inhalt, wie auch eventuelle Schwierigkeiten mit dem Text, mit Hilfe von persönlichen Notizen wiederzugeben. Dafür wird die Zeit nach der Allocutio empfohlen.
Unsere Praxis des Handbuchstudiums ist zwar insofern lobenswert, als sie bei uns im allgemeinen fixer Bestandteil des Treffens ist, allerdings fehlt diesem Studium oft die Seriosität. Das Studium wird nicht als Arbeit aufgefasst, die beim Treffen zusätzlich zum Apostolat aufgetragen wird, und die Wortmeldungen beim Studium nicht als Arbeitsbericht. Es werden bei der Aussprache zwar verschiedene gute Sachen gesagt, aber die Kernaussagen der einzelnen Abschnitte kommen oft nicht zur Sprache; und so wird das Handbuch eben nicht studiert, sondern eher als Grundlage für ein geistliches Gespräch genommen. Dies liegt nicht nur daran, dass einige, die sich an der Aussprache beteiligen, den aufgetragenen Abschnitt des Handbuches gar nicht gelesen haben.
Ist das Handbuch wirklich lesenswert? Ist es nur eine Gebrauchsanweisung der Legion, oder gibt es nur die „Spielregeln” vor, nach denen die Legion funktionieren will? Es könnte sein, dass sich jemand denkt, „unter unseren Umständen kann die Legion nur mit etwas veränderten Spielregeln funktionieren, bzw. vielleicht sogar besser…” und dann den Eindruck gewinnt, dass es unnötige Sturheit ist, wenn höhere Räte, Visitatoren oder Mitlegionäre, die von der Winterschule kommen, auf Einhaltung der Regeln pochen.
Nun, das Handbuch enthält nicht nur Regeln. Es ist ja fast gänzlich von Frank Duff verfasst worden und gibt getreulich seine ganz persönliche Einsicht in die katholische Glaubenslehre wieder. Es gibt vor allem die eine übernatürliche Einsicht bezüglich der Größe Gottes wieder, der Stellung der Muttergottes als Gnadenvermittlerin, des Wesens der Kirche als Leib Christi und damit die Bedeutung jedes einzelnen Gliedes an diesem Leib, der Berufung zur Heiligkeit der Laien, der zentralen Bedeutung der hl. Eucharistie, der Liebe des Herrn zu den verlorenen Seelen und des Auftrages, dass allen das Evangelium zu verkünden ist.
Die Regeln, durch die das Handbuch die Zusammenkünfte der Legionäre und die Leitung innerhalb der Legion bestimmt, stehen in ganz enger Verbindung mit diesen Glaubenseinsichten und versuchen, zu einem Handeln anzuregen, das diesem Glauben entspricht. Sie möchten dem Legionär helfen, die Vollkommenheit anzustreben bei allem was er tut. Auch hier kommt eine übernatürliche Glaubenseinsicht zum Tragen: nicht einfach das Was, sondern das Wie unseres Tuns ist entscheidend. Wenn das Handbuch von der Verwendung eines Notizbuches spricht, von Anwesenheitspflichten, von der Art wie das Legionsapostolat aufgetragen, durchgeführt und davon berichtet werden soll, dann ist die Frage „wie kann das zur Heiligkeit des Legionärs am meisten beitragen” bestimmend. Vieles ist überhaupt erst dann verständlich, wenn man das unermüdliche Streben eines Menschen dahinter sieht, der die Heiligkeit als Ziel vor Augen hat. „Können wir Heilige sein” ist die Frage, die Frank Duff schon intensiv beschäftigt hat, bevor es zur Gründung der Legion gekommen ist. Später hat er dann sein Heiligkeitsideal so formuliert: „Vollkommenheit für Maria”. Wenn Maria sich unserer bedienen möchte, um ihre Aufgabe als Mittlerin aller Gnaden auszuüben, dann müssen wir ihr eine möglichst genaue Mitarbeit anbieten. “Heroismus im Kleinen” könnte man den Weg des Legionärs auch bezeichnen.
Wer das Handbuch also als geistliche Lesung versteht, der wird an der übernatürlichen Glaubenseinsicht von Frank Duff teilhaben dürfen. Ohne Übertreibung: das Handbuch enthält das Beste von dem, was der katholische Glauben zu bieten hat. Ich muss sagen, dass ich überhaupt noch nie etwas über Seelsorge gelesen habe, was auch nur annähernd an die Tiefe und die Klugheit herankommt, die das Handbuch enthält. Wenn ein Legionär das Handbuch gut kennt, ist er wirklich ein befähigter Apostel für die Kirche, ein überaus wertvoller Mitarbeiter des Priesters, von dem der Priester selbst jede Menge lernen kann. Vor allem aber hat das Handbuch die Gabe, uns ständig neu mit Eifer für die Seelen zu entflammen, denn es brennt in jedem Abschnitt vor Liebe zu den Seelen. Und das ist eigentlich ein Wunder: dass ein Buch, das aus lauter eigenständigen Texten zusammengestellt ist, die im Laufe verschiedener Jahre geschrieben worden sind, auf jeder Seite von diesem Feuereifer beseelt ist.

2. BERICHTE

JAHRESBERICHT

Präsidium „Mother of our Savior”
Das Präsidium in der philippinischen Gemeinde zählt 11 aktive Legionäre, 3 Anwärter, 3 Junglegionäre und 7 Hilfslegionäre. Arbeiten sind: Hausbesuche bei philippinischen Familien, denen die Wandermuttergottes gebracht wird. Bei diesen Besuchen erfahren die Legionäre die Wünsche und Probleme und versuchen dabei zu helfen. Auch gelingt es immer wieder, Menschen zur Kirche zu führen und andere zum Empfang der Sakramente zu motivieren. Weiters lädt man Menschen in einem Altersheim zu einer Gebetstunde und zur monatlichen Messe im Heim ein. Ebenso ist es möglich, dass auch Straßenapostolat gemacht wird. Zur Zeit werden 4 Ehepaare betreut, die zur kirchlichen Hochzeit geführt werden.

VIERMONATSBERICHTE

Curia Wien-West
Im Curiengebiet werden weiterhin das Rosenkranzgebet und die hl. Messe in Pfarren, in denen es kein Präsidium gibt, besucht. Als Vorbereitung zur Erstkommunion wird die Wandermuttergottes von Familie zu Familie der Kinder getragen. Erfreulich: Es gibt einen neuen Legionär, 2 Anwärter haben das Legionsversprechen abgelegt. Weiters wurde ein Widerruf des Kirchenaustrittes erreicht, zwei Austritte konnten verhindert werden. Zwei Krankensalbungen konnten vermittelt werden, eine knapp vor dem Tod.

Curia Salzburg
In einer Pfarre wurde mehrmals Apostolat gemacht. Bisher konnte ein Hilfslegionär gewonnen werden. Es besteht nun Interesse an einer Glaubensgesprächsrunde. Weiters ist man mit einer anderen Pfarre in Kontakt. Es wurden das Buch „Wagnis für Gott” und die Legions-DVD dort gelassen. In einem Präsidium bereitet sich gerade eine junge Legionärin auf das Versprechen vor.

Curia Bregenz
Fast alle Legionäre beteiligten sich an der Vorbereitung der diözesanen Marienweihe. 12 Legionäre und 6 Hilfslegionäre waren bei den Legionsexerzitien. Zu Silvester wurde wieder die Mutprobe als Silvesteralternative für Jugendliche angeboten.   Erzbischof Haas wurde besucht und mit ihm wurde über die Situation der Legion in Liechtenstein gesprochen. In einer Vorarlberger Pfarre wurde der Priester besucht, um mit ihm über die Gründung eines Präsidium zu sprechen. Erfreulich: 2 Legionsversprechen wurden abgelegt. Ein Legionär wurde zum Diakon geweiht. 1 Jugendpräsidium hat sich geteilt.

Ukraine
In allen Räten führen die Legionäre Leute nach vielen Jahren in Unwissenheit und Gottferne zum Gebet und zur Beichte. In vielen Pfarren wurde um den 7. November eine Messe für Frank Duff gelesen, mitunter stellten die Legionäre auch den Gründer der Legion Mariens vor und verteilten Gebete zur Seligsprechung. In vielen Orten werden nun Besuche bei Priestern gemacht und bei den hl. Messen Informationen über die Legion gegeben.

Comitium Innsbruck
Die Wallfahrt des Comitiums führte nach Kaltenbrunn im Kaunertal. Ein Treffen für Geistliche Leiter wurde abgehalten, vier nahmen daran teil. In einem Präsidium werden oft Angehörige nach einem Todesfall besucht, auch mit der Wandermuttergottes. Als „Nachtrag” zum Paulusjahr besuchten Legionäre aus verschiedenen Präsidien mehr als 100 Wohnungen Neuzugezogener einer Pfarre. Die Tiroler Kirchenzeitung berichtete davon. Weitere 800 Wohnungen sollen in den nächsten Wochen besucht werden. Durch die Anregung einer Südtiroler Legionärin wurde ein 40-Tage-40-Nächte-Gebet für Priester- und Ordensberufe gestartet. Dazu werden Gläubige der ganzen Diözese aufgerufen, sich mit einer oder mehreren Stunden Gebet zu beteiligen. Diese Aktion wurde vom Diözesanbischof ausdrücklich unterstützt.

Comitium Linz
Am 2. Jänner feierte die Legion mit Bischof Schwarz eine gut besuchte 400. Monatswallfahrt nach Maria Puchheim. In einer Pfarre wurde ein Informationstreffen über die Legion gehalten, zu dem 4 Gäste kamen. Legionäre beteiligten sich am „Jugendfestival Christkönig 09″ in Gallspach mit dem Linzer Bischof „auf Tour”. Erfreulich: In einer Pfarre konnte mit einem 2. Präsidium begonnen werden, dessen Schwerpunkt junge Mütter sind. Auch gibt es neue Hilfslegionäre und neue Nazaretkinder.

Comitium Mühlviertel
Ein Präsidium gestaltete die Monatswallfahrt nach Riedegg um Schutz für die Jugend mit. Ein im September gegründetes Präsidium zählt 4 bis 8 Anwärter. Auch ein neues Präsidium der Curia Sandl zählt bereits mehrere Anwärter. Sowohl das Comitium als auch die Curien machen Priesterbesuche zur Vorbereitung einer Ausbreitung. In einer Pfarre wird ein Marienbild zu Jugendlichen gebracht. Erfreulich: In einem Seniorenheim konnte eine Legionärin ein Fest der Versöhnung organisieren: 6 Personen empfingen das Sakrament der Beichte.

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Herzlich Willkommen

„... unter der Führung Marias, die im Bild vor ihnen stand,
begannen sie zu überlegen,
wie sie Gott am besten gefallen und was sie tun könnten,
damit er in Seiner Welt geliebt werde.“

(Handbuch der Legion Mariens)

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