Geistige Mutterschaft – Teilhabe an der Mutterschaft Marias

 
Elisabeth Ruepp

Eine besondere Gnade im Leben eines Gläubigen ist es, Maria immer besser kennen zu lernen um dadurch in der Liebe zu ihrem Sohn wachsen zu können.

„Alles in allem besteht die Pflicht eines Geistlichen Leiters der Legion Mariens darin, alle seine Legionäre mit einer erleuchteten und sehr starken Liebe zur Mutter Gottes zu erfüllen, vor allem jener ihrer Vorrechte, die die Legion besonders verehrt.” (HB Seite 268, Kap. 34.1)
Eines dieser Vorrechte, von dem hier gesprochen wird, ist die Tatsache, dass Maria nicht nur Mutter Gottes ist, sondern, dass sie im „vollsten und vollkommensten Sinn” auch unsere Mutter ist.
Marias Herz ist ganz entzündet von der Liebe zu ihrem Sohn Jesus Christus. Ihr Muttersein ist geprägt vom Wissen, in ihm Gott allein zu dienen. Selbst die Tatsache, dass ein Schwert der Leiden ihr Herz durchbohrt, lässt sie nicht abhalten, alles für ihn und sein Erlösungswerk zu geben. Da Maria als Mutter des Ewigen Hohenpriesters wahrhaftig auch Mutter aller Priester aller Zeiten ist, gilt ihre mütterliche Sorge im Besonderen ihnen, damit sie ihren Aufgaben und ihrer Berufung treu sind.
Vereint mit ihr sind nun die Gläubigen gerufen an dieser „geistigen Mutterschaft” für die Priester Anteil zu nehmen. Von ihr dürfen wir lernen, unser Denken, Streben, Tun, unsere Gebete und Opfer Gott hinzugeben zur Heiligung und Vervollkommnung der Priester.

Geburt Jesu, Assisi 14.Jh.

Geburt Jesu, Assisi 14.Jh.

Die Legion Mariens möchte den Priester zum Volk bringen, das Verständnis für die Liebe zu ihnen fördern und weiß, „dass die Hl. Messe und die Sakramente, deren unentbehrlicher Diener der Priester ist, die wichtigsten Zugänge zur Gnade sind” (HB Seite 84, Kap. 10.3).
Gerade deshalb bietet die Mitgliedschaft in der Legion Mariens – ob als aktives oder betendes Mitglied – genug Gelegenheiten in diese geistige Mutterschaft einzutreten.
Dabei ist es nicht notwendig, nach Opfern zu suchen, es ist gewiss schon eine Gnadenquelle für die Priester, wenn wir unser Streben nach Heiligkeit in dieser Haltung vor Gott hintragen. Dies zeigt sich dann darin, dass der Legionär versucht jeden Bereich seines Legionslebens immer mehr nach der Vollkommenheit der Mitgliedschaft auszurichten um dem Ideal immer näher zu kommen. Hervorragende Vorbereitung auf das Treffen (Studium, Bericht, Protokoll, Arbeitsverteilung…..) sind ebenso gefragt wie heroisches Apostolat zu zweit. Dass die Priester bei ihrer Aufgabe genauso auf Ablehnung und Widerstand stoßen, wird uns nur Antrieb sein, durch zu halten, geduldig zu sein und vor allem in der Liebe zum Nächsten zu wachsen.
Außerdem ist da noch das Gebetsleben der Mitglieder der Legion Mariens: Das tägliche Beten des Rosenkranzes und der Legionsgebete, sowie die Treue vieler Legionäre und Hilfslegionäre zum Stundengebet und der Besuch der täglichen Hl. Messe sind gewiss eine Stütze für viele Priester, die von der aufwändigen pastoralen Arbeit scheinbar erdrückt werden.

Gebetshilfe für Priester

Um in der Liebe zu den Priestern noch weiter zu wachsen und zu deren Heiligung und Vervollkommnung einen Beitrag zu leisten, gibt es derzeit einige Initiativen:
Schon seit geraumer Zeit lädt P. Michael Schlatzer ofm zu einer „Gebetsaktion zur Heiligung der Priester und Ordenschristen” ein. Es ist dies eine Gebetspatenschaft für einen zugeteilten Priester. In der Zwischenzeit hat bereits jeder einzelne Priester in Österreich mindestens einen Paten der für ihn betet.
Eine ähnliche Aktion rief Pfarrer Werner Ludescher in Vorarlberg ins Leben: Gemeinsam mit den Legionären als „Kerntruppe” wurden schon an die 6500 Gebetskarten „Laien beten für Priester” unter die Gläubigen verteilt. Für jeden Priester der Diözese Feldkirch und einen Priester einer pakistanischen Diözese beten nun schon viele Personen.
Um das Anliegen von Papst Benedikt XVI. zum Jahr des Priesters zu unterstützen, gab die Kleruskongregation die Kleinschrift „Eucharistische Anbetung zur Heiligung der Priester und geistige Mutterschaft” heraus. Sie möchte damit diese Berufung bekannt machen, die dazu bestimmt ist, geistiges Leben zu vermitteln.
Die Hl. Theresia von Lisieux schreibt an ihre Schwester Cèline: „Leben wir für die Seelen, seien wir Apostel, retten wir vor allem Priesterseelen…. Beten wir, leiden wir für sie, und am Jüngsten Tag wird uns Jesus dankbar sein” (Brief 94, vom 14. Juli 1889)

Wir beten mit der heiligen Theresia um die Heiligung der Priester

Herr Jesus Christus, ewiger Hoherpriester,
bewahre deine Priester im Schutze deines heiligsten Herzens, wo ihnen niemand schaden kann.
Bewahre ihre gesalbten Hände unbefleckt,
die täglich deinen heiligen Leib berühren.
Bewahre rein die Lippen,
die geheiligt sind von deinem kostbaren Blut.
Bewahre ihr Herz für dich,
das besiegelt ist mit dem erhabenen Zeichen deines glorreichen Priestertums.
Lass sie wachsen in der Liebe und Treue zu dir
und schütze sie vor der Ansteckung der Welt.
Gib ihnen mit der Wandlungskraft über Brot und Wein
auch die Wandlungskraft über die Herzen deiner Gläubigen.
Segne ihre Arbeit mit reichlicher Frucht
und schenke ihnen dereinst die Krone des ewigen Lebens. Amen.
Maria, Mutter der Priester, bitte für sie!

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Herzlich Willkommen

„... unter der Führung Marias, die im Bild vor ihnen stand,
begannen sie zu überlegen,
wie sie Gott am besten gefallen und was sie tun könnten,
damit er in Seiner Welt geliebt werde.“

(Handbuch der Legion Mariens)

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