Bericht über das Senatustreffen am 27. September 2009

ALLOCUTIO
gehalten vom Geistlichen Leiter des Senatus, P. Florian Calice CO

Glaube und Liebe im Legionsapostolat
Das Gelingen, die Fruchtbarkeit ist nicht einfach eine Frage der Methode und der Organisation. Manchmal meint man, durch mehr Aktivität mehr erreichen zu können. Natürlich ist es richtig, dass so viel wie möglich - nämlich so Vielen wie möglich - das Evangelium verkündet werden soll, aber das alleine genügt nicht. Christus ist nicht gekommen, um uns die Organisation der Verkündigung des Evangeliums beizubringen, genauso wenig, wie es zum Beispiel die Aufgabe von der seligen Mutter Teresa gewesen ist, die Armenfürsorge neu zu organisieren. Sie war eine Missionarin der Nächstenliebe. Sie hatte die Aufgabe die Liebe Christi in dieser Welt zu bezeugen, und sie hat es getan durch ein Leben der totalen Hingabe an die Armen, die Leidenden, indem sie ihnen nachgegangen ist, ihre Mühsale selber geteilt hat, und ihnen nicht etwas, sondern ihre persönliche Liebe geschenkt hat: nicht die besten Hilfsmittel, sondern die größtmögliche persönliche Liebe. Aber noch etwas haben wir im Nachhinein über ihre Sendung erfahren: ihre Aufgabe als Missionarin war es ja, den Glauben an Christus in den Herzen der Menschen zu erwecken, und da ist es sehr auffallend, dass in dem Moment, wo sie ihre Sendung angetreten hat, sie selbst in eine totale und beständige innere Finsternis eingetreten ist. Sie musste einen Weg des reinen Glaubens gehen, und der war die Grundlage für die Fruchtbarkeit ihres Werkes - nämlich nicht, dass so vielen Armen geholfen wird, sondern das Christus so wunderbar durch sie bekannt geworden ist.
Auch wir Legionäre müssen begreifen, dass es bei uns nicht anders sein wird: wenn wir mit der Muttergottes der Welt, den Seelen Christus schenken möchten, wird es auch für uns bedeuten, immer mehr den Weg des reinen Glaubens zu gehen. Gott führt uns auf verschiedenen Wegen zu diesem reinen Glauben. Aber er ist notwendig, damit wir zur Einheit mit Gott gelangen und das Licht Christi ausstrahlen können. Deshalb erleben wir in unserem geistlichen Leben Trockenheiten, Schwierigkeiten, richtige innere Nächte. Diese werden, wie der hl. Ludwig in seinem Brief an die Freunde des Kreuzes ausführt, begleitet von äußeren Prüfungen, wie Krankheiten oder Schicksalsschlägen: wie viele Legionäre machen diese Erfahrung! Aber noch etwas kommt dazu, und auch das spüren wir alle recht deutlich: die scheinbare Erfolglosigkeit in unseren Bemühungen im Apostolat und bei der Werbung. Dass das Gute, das wir den Menschen anbieten möchten, wenn wir ihnen von der Muttergottes oder von den Sakramenten erzählen oder sie in die Legion einladen, dass dieses Gute nicht angenommen wird. Dass die Priester die Legion nicht als das Geschenk erfassen, das es in Wirklichkeit ist, sondern nur eine zusätzliche Last darin sehen, dass wir belächelt werden.
Damit möchte ich aber nicht ein herzloses Apostolat, ein Alibiapostolat, schlampige Werbung oder unvorbereitete Priestergespräche „freisprechen”. Nein, ich meine die Fälle, wo wir tatsächlich mit Hingabe, mit Liebe zu denen, zu denen wir gesandt worden waren, erfolglos geblieben sind. In diesen Fällen sollen wir aber begreifen lernen, wie der Herr uns auf den Weg des Glaubens führt: Glauben an seinen Auftrag, das Evangelium allen zu verkünden - auch wenn es so wenig sichtbare Früchte bringt; Glauben an seine Bitte, Arbeiter für seinen Weinberg zu gewinnen - auch wenn kaum einer mitarbeiten will; Glauben daran, dass die Legion mit ihrem Vertrauen auf die Muttergottes das Richtige, ja das Bestmögliche tut - auch wenn sie so wenig Beachtung findet in der Kirche…
Lassen wir nicht zu, dass der Misserfolg unseren Glauben und dann in Folge unsere Hingabe schmälert! Begreifen wir, dass wir diesen Weg gehen müssen, um fruchtbar zu werden - damit andere das Licht des Glaubens empfangen! Mancherorts ist der Glaube in der Prüfung nicht gewachsen, sondern kleiner geworden, und damit auch das Bemühen. Setzen wir neu an, mit aufrichtiger Liebe für die Legion zu werben, das Evangelium zu verkünden! Seien wir Jesus treu, befolgen wir sein Wort! Der Samen, den wir aussäen, ist gut - daran liegt es nicht, wenn er nur fleißig ausgesät wird! Machen wir unsere Aufgaben mit Hingabe, so als wenn wir pro Columbanerwerbung gleich 2 neue Präsidien bekämen - hüten wir uns bloß vor Halbheiten, was den Glauben und unser Bemühen für den Herrn und die Muttergottes betrifft!

BERICHTE

Comitium Mühlviertel
Im gesamten Comitiumsgebiet gab es einige Priesterbesuche. Mit einem Pfarrer konnten bereits konkrete Schritte zur Gründung eines Präsidiums besprochen werden. Mit einem anderen Pfarrer sind weitere Gespräche bzgl. einer Ausbreitung vereinbart. Zum Kana-Fest wurde fleißig geworben: 57 Jugendliche nahmen an der Fahrt nach Maria Roggendorf teil. In vielen Pfarren bemühen sich die Legionäre um Jugendliche und Kinder. So werden sie zu Wallfahrten eingeladen,  es werden Andachten mit ihnen gestaltet und man fährt mit ihnen zu den Katechesen von Bischof Schwarz nach Linz. Erfreulich: In 3 Präsidien gibt es jeweils ein neues Mitglied.

Comitium Linz
Am Legionsseminar in Vöcklabruck nahmen 49 Legionäre teil. Während dieser Schulung wurden auch in der Umgebung Hausbesuche und Apostolat gemacht. Die Legionäre des Comitiums bereiten gerade einen Informationstag in einer Linzer Pfarre vor. Weiters konnte mit einigen Pfarrern wegen einer Ausbreitung Kontakt aufgenommen werden. Zum Nazaretfest kamen 22 Kinder und 17 Erwachsene. Mit 2 Kleinbussen wurden Jugendliche zum Kanafest geführt. Erfreulich: Ein Legionär wurde zum Priester geweiht, eine Legionärin hatte die Einkleidung in einem Kloster. Es gibt eine neue Nazaretgruppe und ein neuer Legionär konnte geworben werden. Weiters konnten zwei Sakramentenempfänge nach längerer Zeit vermittelt werden. Nach einer einjährigen Vorbereitung wurden nun die 6 Präsidien der Curia Linz in das Comitium eingegliedert.

Curia Salzburg
In einer Pfarre, wo der Pfarrer sich die Legion wünscht, bemüht man sich, ein Präsidium zu errichten. In einer anderen Pfarre werden Informationsfolder verteilt. Mit einem neuen Pfarrer wurde ein Termin für eine Ausbreitung vereinbart. Im Berichtszeitraum wurde eine Nazaretgruppe gegründet.

Curia Bregenz
Viele Legionäre bereiten sich auf die diözesane Marienweihe vor und helfen auch bei dieser Aktion mit. Aus diesem Anlass hat die Curia unter anderem auch einen Schulungsnachmittag organisiert. Die Legionswallfahrt führte nach Birnau in Deutschland. Zum Nazaretfest im Kloster Gwiggen kamen etwa 50 Kinder. 25 Interessenten fuhren zum Kanafest. Im Jahr des Priesters werben die Legionäre besonders für die Aktion „Laien beten für Priester”. Inzwischen beten für jeden Priester in der Diözese 35 Personen. Erfreulich: Es konnten 3 neue Junglegionäre und 3 erwachsene Legionäre geworben werden.

Ukraine
Während der Sommermonate hat Sr. Elisabeth Kriss mit einem Legionär einige Wochen lang die Räte und Präsidien in der Ukraine besucht. Sie konnten auch 2 Bischöfe besuchen, die die Legion sehr unterstützen.

Comitium Innsbruck
Die Amtsträger des Comitiums waren zum jährlichen Besuch bei ihrem Bischof. Es wurde dabei auch über geplante missionarische Schwerpunkte gesprochen. Die Legionäre organisierten eine Wallfahrt für Hilfslegionäre, die gut besucht war. Die jährliche Herz-Jesu-Wallfahrt führte in die Herz-Jesu-Basilika in Hall. Ein Pfarrer zeigte sich an der Legion interessiert. Derzeit bemüht man sich, ihn gut in die Legion einzuführen. Erfreulich: Nach jahrelanger Betreuung war eine Dame kurz vor ihrem Tod bereit, die heiligen Sakramente zu empfangen. Mehrere Hilfslegionäre wurden geworben. Eine Esoterikerin konnte in die Kirche zurückgeführt werden.

Curia Wien-West
Die Curia organisierte einen Einkehrtag, der gut besucht war. Weiterhin wird die Monatswallfahrt nach Mariabrunn von den Legionären beworben. Mit Hilfe der YOU-Hefte kommt man mit Jugendlichen in Kontakt. Erfreulich: Ein Anwärter hat das Legionsversprechen abgelegt. 2 neue konnten schon wieder geworben werden. 3 Kirchenaustritte konnten verhindert werden und 4 Sakramentenempfänge nach längerer Zeit vermittelt werden.

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Herzlich Willkommen

„... unter der Führung Marias, die im Bild vor ihnen stand,
begannen sie zu überlegen,
wie sie Gott am besten gefallen und was sie tun könnten,
damit er in Seiner Welt geliebt werde.“

(Handbuch der Legion Mariens)

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