Bericht über das Senatustreffen vom 18. Juli 2009

1. ALLOCUTIO
gehalten von P. Florian Calice CO, Geistlicher Leiter des Senatus

Liebe Legionäre!
Vielleicht kennen Sie die Artikelsammlungen von Frank Duff, meist Ansprachen von ihm bei verschiedenen Anlässen. Da gibt es einen Artikel, der heißt: Nichts vergeuden! Wenn Sie schon einmal eine Biographie von Frank Duff gelesen haben, dann werden Sie sich erinnern, dass Frank Duff nie ein Papier weggeschmissen hat, wo man auf der Rückseite noch etwas draufschreiben konnte.
Worum geht es dem Frank Duff? Bei dieser Ansprache hält er eine sehr schöne Betrachtung darüber, dass in der Schöpfung Gott alles gemacht hat, damit es einem bestimmten Zweck dient. Es gibt nichts, nicht das kleinste Lebewesen, das nicht einem Zweck zugeordnet ist. Natürlich ist der erste Zweck, - darin liegt die Vollkommenheit aller Dinge, - dass sie geschaffen sind, um Gott zu verherrlichen. Aber nicht nur darin, sondern auch innerhalb der Schöpfung hat jedes kleinste Lebewesen und sogar jeder Abfall eines Lebewesens eine Bedeutung.
Frank Duff betrachtet das, weil er feststellt, Gott ist im höchsten Grad wirtschaftlich, also effizient. Alles, was Gott tut, ist so, dass es immer möglichst ausreichend ist.
Jetzt geht Frank Duff einen Gedanken weiter und sagt: Umso trauriger ist es, dass der Mensch dieses Gesetz, das Gott in die Schöpfung hineingegeben hat, dass alles gut genützt und jeder Sache der Wert zugemessen werden soll, dass das vom Menschen nicht berücksichtigt wird und dass es soviel Vergeudung gibt. Bodenschätze, Arbeitskraft, Fähigkeiten, Wissen, dass nicht zeitlich genützt wird. Er sagt, dass ist der Grund, warum es in der Welt soviel Ungleichgewichte und Ungerechtigkeiten gibt, weil so oft nicht gut gewirtschaftet wird mit den Dingen, die Gott uns gibt.
Aber das alles ist nur Vorbereitung, denn er möchte uns weiterführen, nämlich wenn sich das schon natürlich so schlecht auswirkt, um wie viel mehr muss man diese Gesetzmäßigkeit in der übernatürlichen Ordnung beachten. Wir kennen alle das Wort aus dem Patriziergebet: Versagt der eine, muss der andere leiden und wird vielleicht sogar verloren gehen.
Frank Duff denkt an die ganz großen Dinge, die Gott uns schenken möchte. den Glauben, den wir besitzen, das Evangelium, die Kirche mit ihren Schätzen, die uns anvertraut worden sind. Er greift dann zum Beispiel das Wissen um die Stellung der Muttergottes im Heilsplan und das Wissen um ihre Rolle in unserem Leben heraus. Und er sagt: Wie viel Ungenütztes gibt es da in unserem Leben, wie wenig nützen wir da das Wissen und wie viel verlieren wir dabei! Und dann geht er noch einen Schritt weiter auf die Ebene unseres eigenen Lebens und erwähnt das Gleichnis mit den Talenten und erinnert daran, dass Gott immer gibt. Alle sind dazu bestimmt, eingesetzt zu werden und hochzufrieden zu sein. Und alle, die Frank Duff kennen, wissen, dass er eine unglaubliche Wertschätzung gehabt hat für die ganz kleinen Pflichten.
Die kleinen Aufgaben - und er sieht unser Leben überhaupt gar nicht anders als eine Zusammensetzung, eine lange, lange Aneinanderreihung von vielen ganz kleinen Momenten und Pflichten. Aber genau diese Momente sind unserer Pflicht. Er hat den schönen Blick, dass er sagt: Das ist eigentlich das Gesetz der Fruchtbarkeit, dass wir die kleinen Momente der Pflichten richtig zu schätzen wissen und sie benutzen. Und er zitiert aus dem Buch Genesis das Wort, das Gott zu Adam spricht bei der Vertreibung aus dem Paradies: Im Schweiße deines Angesichts wirst Du dein Brot verdienen.
Wie verwirklicht sich das in der übernatürlichen Ordnung? Ja, aus jeder dieser Mühen, aus denen die kleinen Pflichten bestehen, wächst ein Verdienst, den Gott uns schenken möchte, nämlich die Frucht der Gnade, die wir verdienen  für unsere Heiligung und auch für die Heiligung der anderen Menschen.
Und er betrachtet die Muttergottes und sagt: Es ist eigentlich unvorstellbar bei der Muttergottes, dass sie in ihrer Vollkommenheit nicht den Wert und die Bedeutung der kleinsten Dinge gesehen hat.  Ihre Vollkommenheit liegt genau darin, dass sie eine so große Aufmerksamkeit gehabt hat. Warum ist das für uns so hilfreich? Ich glaube, unsere Tätigkeit, unser Leben als Legionäre vollzieht sich in Wirklichkeit in einer Kette an winzigen Schritten. Wir begreifen es oft nicht, dass  genau  diese der Schlüssel sind, um die Gnade zu erhalten. Es gibt überhaupt keinen anderen Weg.
Wir würden so gerne sagen: Gründen wir jedes Jahr ein Präsidium, so und so geht das, das ist die Methode und nächstes Jahr haben wenigstens 75 Prozent mehr Präsidien. So träumen wir, aber das stimmt nicht. Gott sagt: Im Schweiße deines Angesichtes wirst du dein Brot verdienen. Keine Gnade wird geschenkt ohne diesen Schweiß. Und jetzt sagt Frank Duff. Dieser geistliche Schweiß sind drei Dinge. Es ist die Klugheit, die Geschicklichkeit und die Energie. Diese Mühe beginnt, sagt er, mit dem Überlegen und mit der Planung. Das ist die allererste Mühe. Wir müssen besprechen, wir müssen nachdenken, wir müssen betrachten, um dann die richtigen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen und sie dann mit Geschick zur Durchführung zu bringen. Von uns wird nichts Unmögliches erwartet, sondern nur, dass wir es geschickt machen. Wir alle haben Erfahrungen mit Columbanerwerbung und wissen, das kann man geschickt und ungeschickt machen. Dann dürfen wir uns auch nicht wundern, wenn die Früchte geringer sind. Nichts Unmögliches wird von uns verlangt, nur  die Kette dieser kleinen konkreten Pflichten einzuhalten.
Woher können wir so sicher sein, dass diese Schritte, zu der uns die Legion einlädt, dass diese wirklich Teile dieses unendlichen Planes Gottes sind , der unfehlbar den Sieg bringen wird, ob wir den Erfolg sehen können oder nicht. Woher wissen wir denn überhaupt: Wenn ich ein treuer Legionär bin, wird am Ende Gott triumphieren und die Welt wird am Ende so gerettet werden, wie Gott es will? Warum können wir so sicher sein? Weil wir erkannt haben, dass die Legion ein Werk der Muttergottes ist und dass sie sich die Legion gewünscht hat. Richten wir den Blick weg vom Brot und mehr auf den Schweiß unseres Angesichtes! Das Brot werden wir bekommen.

2. BERICHTE

JAHRESBERICHTE

EP „Siegerin in allen Schlachten Gottes”, Wien 14
Das Blindenpräsidium, das in einem Blindenheim seine Treffen hat, zählt 4 aktive Legionäre, 1 Geistlicher Adjutor und 6 Hilfslegionäre. Die Legionäre machen nach Möglichkeit Besuche bei den Heimbewohnern. Dabei wird versucht, sie im religiösen Leben zu ermutigen. Außerdem werden die Leute zur Sonntagsmesse und zu einem wöchentlichen Rosenkranzgebet eingeladen. Zur Patrizierrunde kommen neben Heimbewohnern auch Leute aus der umliegenden Pfarre. Ein Legionär hilft in einem Spital, Patienten mit dem Rollstuhl zur wöchentlichen Messe zu bringen.

VIERMONATSBERICHTE

Curia Floridsdorf
Die Curia zählt 25 aktive Legionäre und 40 Hilfslegionäre. Die Legionäre gestalten Rosenkranzandachten und Kreuzwegandachten. Weiters werden Anbetungsstunden besucht und die Wandermuttergottes wird weitergetragen. Auch werden Krankenbesuchen gemacht und Geburtstagsbriefe ausgetragen.

Comitium Zwettl
Aus gesundheitlichen Gründen musste der Geistliche Leiter des Comitiums sein Amt zurücklegen. Die Legionäre sind ihm für die vielen Jahre der geistlichen Betreuung sehr dankbar. 5 Legionäre waren auf Exerzitien und 54 Teilnehmer wurden bei einer Wallfahrt gezählt. Eine Nazaretgruppe konnte gegründet werden und eine andere wieder begonnen werden. Derzeit bereiten die Legionäre einen Nazaretnachmittag für die Nazaretgruppen vor. Ein Präsidium fuhr mit Firmlingen zur Gemeinschaft „Cenacolo”. In 2 Pfarren werden zwecks Ausbreitung Priesterbesuche gemacht. 2 Legionäre auf Probe werden derzeit auf die Mitgliedschaft vorbereitet.

Comitium Ybbs
Nach der Erhebung der Curia Ybbs zum Comitium vor einem halben Jahr hat man sich nun an die neue Struktur im gesamten Comitiumsgebiet gewöhnt. So können nun neue Impulse gesetzt werden. Positiv bewährt sich die Ernennung von Korrespondenten für die angeschlossenen Räte. In mehreren Pfarren gibt es Bemühungen um Ausbreitung,darunter auch Priesterbesuche zwecks Gründung eines Präsidiums. Viele Legionäre besuchen Kranke, tragen Geburtstagsbriefe aus und besuchen Menschen mit der Wandermuttergottes. Ein Schwerpunkt ist die Jugendarbeit: So gibt es Jugendwallfahrten, Jugendmessen, aber auch die Jugendvigil in Heiligenkreuz wird besucht. Derzeit bereit das Comitium einen Amtsträgertag vor.

Comitium Hollabrunn
Für Hilfslegionäre wurden Exerzitien organisiert. Da sich nicht genügend Teilnehmer meldeten, wurde nun überlegt, ob es nicht besser wäre, vorerst einmal mit einem Einkehrnachmittag zu beginnen. Dieser wird bereits vorbereitet. Zum Nazaretfest, dessen Schwerpunkt der hl. Paulus war, kamen 42 Kinder. Derzeit werden die Inhalte für einen Studientag überlegt. Die Legionäre laden zurzeit besonders für die Krankenwallfahrt nach Maria Dreieichen ein, die Diözesanbischof DDr. Klaus Küng leiten wird. Viele jüngere Legionäre halfen tat-kräftig bei der Organisation des Kanafestes mit. Aus der Curia An der March wird berichtet, dass ein achtjähriges Mädchen, das von Legionären schon länger betreut wurde,  getauft werden konnte.

Comitium Unter dem Wienerwald
Bei einem Einkehrtag für Fernstehende konnten eine Taufe und viele Beichten vermittelt werden. Es wurde für den diözesanen Weltjugendtag ein Vorprogramm für Jugendliche in Heiligenkreuz organisiert. Eine junge Mutter, die bei der Mission während des Jugendeinkehrtages aufgestöbert wurde, empfing in der Osternacht die Heilige Taufe. Wallfahrten im Comitiumsgebiet werden beworben. Ein Legionär begleitete Sr. Kriss beim Legionseinsatz in die Ukraine. Ein Präsidium brachte allen Erstkommunionkindern die Wandermuttergottes. Beim regelmäßigen Apostolat in der Umgebung des Bahnhofs werden besonders Jugendliche angesprochen und zu verschiedenen Veranstaltungen eingeladen.

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Herzlich Willkommen

„... unter der Führung Marias, die im Bild vor ihnen stand,
begannen sie zu überlegen,
wie sie Gott am besten gefallen und was sie tun könnten,
damit er in Seiner Welt geliebt werde.“

(Handbuch der Legion Mariens)

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