Kinder sind eine Gabe des Herrn

Mut zum Kind

Barbara Gmoser

Aus “Regina Legionis” 4/2009 

„Kinder sind eine Gabe des Herrn, die Frucht des Leibes ist sein Geschenk” – so steht es im Psalm 127,3. Der Herr, unser Gott, ist es also, der die Weitergabe des Lebens in die Hände von Mann und Frau gelegt hat, eingebettet in das heilige Sakrament der Ehe. Er ist der Herr des Lebens, er schenkt Leben.

Mann und Frau versprechen im Ehesakrament, die Kinder, die Gott ihnen schenken will, anzunehmen und sie im Geist Christi und seiner Kirche zu erziehen.

Das ist eine große Herausforderung, ein Versprechen in zweierlei Hinsicht, an das man als Mutter oder Vater täglich erinnert wird, wenn man in die Augen seines Kindes schaut.

Zunächst einmal, die Kinder anzunehmen, die einem von Gott zugedacht sind. Das fällt nicht so schwer beim ersten und wahrscheinlich auch nicht beim zweiten, doch wenn es dann drei, vier, fünf oder noch mehr werden, ist es vielleicht nicht mehr so einfach. Die täglichen Aufgaben werden mit jedem Kind mehr und die Eltern müssen viele kleine Opfer bringen um für jedes ihrer Kinder da zu sein. Ein Kind „annehmen” heißt aber auch, es so anzunehmen, wie es ist, das Kind nicht so haben wollen, wie ich es will, sondern es so sein lassen, wie Gott es gewollt hat, mit seinen guten Seiten, aber auch mit seinen Schwächen.

Ziel jeder Erziehung ist, dass das Kind seinen Weg zum Vater findet.

Der zweite Aspekt dieses oben erwähnten Versprechens ist die christliche Erziehung, die uns in der heutigen Zeit nicht gerade leicht gemacht wird. Das große Ziel jeder Erziehung ist, dass das Kind letztlich seinen Weg zum Vater – dem himmlischen Vater – findet. Und diesen Weg muss jedes Kind für sich gehen, die Eltern legen einen guten Grundstein, begleiten die Kinder im Gebet und weihen sie dem heiligsten Herzen Jesu.

Meine eigene Berufung zur Ehefrau und Mutter und die damit verbundene Entscheidung für Kinder ist untrennbar mit der Aufforderung unseres verstorbenen Papstes; Johannes Paul II; verbunden. Beim Weltjugendtag in Rom im Jahr 2000 rief er uns (damals) Jugendlichen zu: „Öffnet die Tore – eure Herzen – weit für Christus! Jugendliche, habt keine Angst, die Heiligen des neuen Jahrtausends zu werden!”

„Habt keine Angst, die Heiligen des neuen Jahrtausends zu werden!”

Dieser Aufruf ging mir sehr zu Herzen und hat mich erinnert, da ich ja Legionär Mariens war (und bin), dass auch die Legion Mariens von uns nichts anderes will, als dass wir heilig werden, das Ziel der Legion ist die Verherrlichung Gottes durch die Heiligkeit ihrer Mitglieder.

Ich kann also auch in meiner Berufung zur Ehefrau und Mutter versuchen, heilig zu werden, indem ich auf das höre, was Gott von mir will – nicht mehr meine eigenen Interessen sollen im Vordergrund stehen, sondern der Wille Gottes. Mit der Gottesmutter möchte ich täglich sagen: „Dein Wille, o Herr, geschehe an mir.”

Die Entscheidung zu mehreren Kindern ist mir nicht schwer gefallen, da ich Kinder sehr gerne mag, aber Gott hat auch mich herausgefordert und „meine” Pläne durch“kreuzt”. Ich musste lernen, dass eben er der Herr des Lebens ist und dass er Leben schenkt, auch wenn ich es nicht „geplant” habe.

Ich bin dankbar für unsere 4 Kinder und ich bitte Gott, dass er ihre Herzen berührt und ihnen zeigt, dass das Leben nur lebenswert ist, wenn wir es mit IHM gehen. Und wenn diese Verantwortung meine Kräfte zu übersteigen scheint, vertraue ich auf den Herrn, dass er mir wieder neue Kraft gibt. Er sagt es uns schließlich selber zu in Jesaja 40,31: „Die aber, die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft, sie bekommen Flügel wie Adler. Sie laufen, und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt.”

Die Legion eine große Hilfe für das Glaubensleben einer Familie

Für mich ist es eine große Hilfe für das Glaubensleben in unserer Familie, dass es in unserem Ort schon über 30 Jahre die Legion Mariens gibt und dass ich auch selber Legionär bin. Die Kinder gehen einmal in der Woche zur Nazaretstunde und beten, singen und spielen dort mit anderen Kindern. Sie erleben die Gemeinschaft mit Jesus somit auch außerhalb der Familie. In unserem Präsidium gibt es z.B. eine Legionärin, die selber Nazaretkind war und deren Kinder jetzt auch schon Nazaretkinder sind. Auch die Jugendlichen werden in der Gemeinschaft des Jugendpräsidiums (in unserem Ort gibt es gleich zwei!!) gestärkt in ihrer Einstellung, den Weg mit Jesus zu gehen. Den Mut zu Kindern – vor allem zu mehreren – können wir uns nur bei Gott holen, denn unsere moderne Gesellschaft gibt ihn den jungen Eltern nicht. Wenn er die Mitte in einer Ehe sein darf, dann werden die Eltern sich auch für Kinder entscheiden, ungeachtet dessen, was man von anderen zu hören bekommt. Den Mut zum Kind möchte ich all jenen zusprechen, die Zweifel haben, ob man in diese Welt noch Kinder setzen soll, denn unsere Gesellschaft braucht Kinder, Kinder machen das Leben lebenswert, sie sind ein immerwährender Ausdruck der Liebe zwischen den Eheleuten. Sie helfen uns Erwachsenen, den Blick wieder auf Gott zu richten, denn jedes Kind ist für die ewige Glückseligkeit im Himmel bestimmt, dort werden wir uns einmal alle wieder sehen.

Die Legion eine große Hilfe für das Glaubensleben

Die Legion eine große Hilfe für das Glaubensleben einer Familie

 

Und Jesus gibt uns eigentlich die schönste Antwort auf die Frage, warum wir Mut zu Kindern haben sollen:

Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt MICH auf.” (Mt, 18, 3 – 5)

 

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Herzlich Willkommen

„... unter der Führung Marias, die im Bild vor ihnen stand,
begannen sie zu überlegen,
wie sie Gott am besten gefallen und was sie tun könnten,
damit er in Seiner Welt geliebt werde.“

(Handbuch der Legion Mariens)

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