Die Übung der Ganzhingabe bei der heiligen Kommunion.

Hl. Ludwig Maria Grignion de Montfort

Vor der hl. Kommunion

1. Demütige dich zutiefst vor Gott!
2. “Ich entsage mir selbst und allen meinen Absichten, auch wenn meine Eigenliebe sie mir noch so gut erscheinen lässt.”
3 .„Ich bin ganz Dein, meine Königin und meine Mutter,
und alles, was ich habe ist Dein.”
“Maria, meine gute Mutter, LEIHE MIR DEIN HERZ, damit ich darin Deinen Sohn empfange, so wie Du IHN empfangen hast ! Die Ehre Deines Sohnes erfordert es – MEIN HERZ IST BEFLECKT und könnte IHN verlieren!
Du hast Macht über die Herzen – Du kannst also bei mir sein. um Deinen SOHN AUF DIE RECHTE ART ZU EMPFANGEN ohne Makel und Gefahr, IHN zu verlieren.. 
Meine Ganzhingabe trägt nur wenig zu Deiner Ehre bei. Aber ich darf Dir durch die heilige Kommunion dasselbe Geschenk machen. das Dir der Vater im Himmel gemacht hat. – Das ist ehrenvoller für Dich, als wenn ich Dir alle Güter der Welt schenken könnte. – Jesus liebt Dich einzig und wünscht sich auch jetzt noch, Seine Wonne und Ruhe in Dir zu finden. – Meine Seele ist zwar armselig und unrein; aber Jesus ist ja auch ohne Zaudern in den Stall von BETHLEHEM GEKOMMEN, WEIL DU DORT WARST. . . ”

“O MARIA. DICH NEHME ICH ZU MIR ALS MEIN ALLES -
S C H E N K  M I R  D E I N  H E RZ ,  O  M A R I A !”

„Während” der heiligen Kommunion

Das Folgende hat der hl. Ludwig Maria Grignion de Montfort unter den Titel DANS LA COMMUNION („eigentlich „in” der hl. Kommunion”) gestellt. -Abgesehen davon, dass der Titel eher lauten sollte: „Unmittelbar vor der hl. Kommunion” gestattet die reformierte Liturgie an dieser Stelle nur ein kurzes Gebet, mehr geht sich nicht aus. Man wird vielleicht besser den ersten Teil schon vor der hl. Messe beten und dann in den Bußritus hineinnehmen.
Als unmittelbare Vorbereitung kann der Schluss des 1. Teiles
(„Vor der hl. Kommunion” ) dienen.
Also:
„Während” der heiligen Kommunion (besser schon vor der hl. Messe)

Sobald du …bereit bist, Jesus Christus zu empfangen, sprich dreimal
„O Herr, ich bin nicht würdig….!”

Das erste Mal solltest du es gleichsam DEM EWIGEN VATER sagen, dass du wegen deiner bösen GEDANKEN und wegen deiner UNDANKBARKEIT gegen einen so guten Vater nicht würdig bist, Seinen eingeborenen Sohn zu empfangen,
aber sage ihm,
Maria Seine Magd sei ja da, und trete an Deine Stelle..
Sie flöße VERTRAUEN UND HOFFNUNG ein.

Dann sprich zum SOHN:
„O Herr, ich bin nicht würdig !”
Sage IHM, du seiest nicht würdig, IHN zu empfangen wegen deiner eitlen und BÖSEN WORTE und deiner TREULOSIGKEIT in Seinem DIENST!
Aber dann bitte IHN, ER möge Sich deiner erbarmen, weil du IHN in das Haus SEINER und Deiner Mutter führen würdest! Du würdest nicht von IHM lassen, bis ER bei IHR EINGEKEHRT sei.
Sag IHM, dass Du Dich nicht wie Esau auf Deine Verdienste, deine Kraft und deine Vorbereitung verlässest, sondern dass Du nur auf MARIA, deine liebste Mutter vertraust, so wie der junge Jakob auf die Fürbitte seiner Mutter Rebekka vertraute!
Du seiest zwar ein Sünder wie Esau, aber mit dem Beistand und dem Schmucke der Verdienste und Tugenden Seiner heiligen Mutter wagest du es trotzdem, IHM zu nahen.

Dann sprich zum HEILIGEN GEISTE:
„ O Herr, ich bin nicht würdig.”
Sag IHM, dass Du nicht wert seist, das Meisterstück SEINER Liebe zu empfangen, weil alles, was du tust, lau und sündig sei, und du Seinen EINGEBUNGEN
widerstanden hättest.
Doch du setzest Dein ganzes Vertrauen auf Seine treue Braut Maria.
Darum sprich mit dem heiligen Bernhard: Auf Dich setze ich mein ganzes Vertrauen – sie ist der ganze Grund meiner Hoffnung.
Du darfst den HEILIGEN GEIST sogar bitten, wieder über SEINE unzertrennliche
Braut herabzukommen. Ihr SCHOSS sei so rein und ihr HERZ brennend vor Liebe wie je zuvor.

Nach der hl. Kommunion

Nach der hl .Kommunion sammle dich innerlich, schließe die Augen
und führe Jesus in das Herz Mariens.
“Jesus, Ich gebe Dich Deiner Mutter !”

Sie wird IHN voller Liebe empfangen IHN voll Ehrfurcht anbeten, IHN in
Vollkommenheit lieben, IHN innig umarmen, und IHM im Geiste und in
der Wahrheit viele Dienste erweisen, von denen wir in der Finsternis unseres Geistes nichts wissen..

Du kannst auch selbst, in Vereinigung mit Maria, Jesus bitten, dass
durch Seine heilige Mutter Sein Reich komme.

“JESUS, DURCH DEINE HEILIGE MUTTER KOMME DEIN REICH AUF ERDEN !”

Du kannst IHN bitten um die göttliche Weisheit oder Liebe, um Verzeihung für Deine Sünden oder irgendeine andere Gnade.

“Jesus, DEIN Reich komme durch Deine Mutter Maria !
Jesus, schenk mir durch Maria Deine Weisheit !
Jesus, schenk mir durch Maria Deine Liebe !
Jesus, schenk mir durch Maria die Verzeihung meiner Sünden !
Jesus. schenk mir durch Maria und in Maria die Gnade…..!”

Sage mit einem Seitenblick auf dich selbst:
“HERR, sieh nicht auf meine Sünden. sondern lass Deine Augen in mir nur die Tugenden und Verdienste Mariens sehen !”
Dann gedenke deiner Sünden und füge hinzu:
„Ich habe diese Sünden begangen, da ich selbst der ärgste Feind bin, den ich zu bekämpfen habe.”
Oder auch:
„Erlöse mich von dem sündigen und trügerischen Menschen, der ich selbst bin !”
Oder:
„Mein Jesus, DU musst wachsen in meiner Seele, ich aber muss abnehmen!”
“Maria, auch Du musst wachsen in mir, und ich muss kleiner werden !”
“O JESUS UND MARIA, WACHSET IN MIR UND AUCH IN DEN SEELEN !”

Es gibt noch unendlich viele Gedanken, die der Heilige Geist eingibt,
und die er auch Dir eingeben wird, wenn du eine wahrhaft innerliche
Seele bist, abgetötet und treu der großen innerlichen Hingabe, die
ich dich gelehrt habe. Aber denke daran, dass JESUS umso mehr
geehrt wird, je mehr du in deiner Kommunion MARIA WIRKEN
LÄSST. Und du lässt Maria umso mehr für Jesus und Jesus
in Maria wirken, je tiefer du dich demütigst, je besser du in
Frieden und Schweigen auf IHN horchst, ohne zu sehen, verkosten
oder fühlen zu wollen. Denn überall lebt DER GERECHTE AUS DEM
GLAUBEN und BESONDERS IN DER HEILIGEN KOMMUNION,
DIE JA EIN WERK DES GLAUBENS IST

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Herzlich Willkommen

„... unter der Führung Marias, die im Bild vor ihnen stand,
begannen sie zu überlegen,
wie sie Gott am besten gefallen und was sie tun könnten,
damit er in Seiner Welt geliebt werde.“

(Handbuch der Legion Mariens)

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