Ein Interview mit der Gottesmutter

 von P. Florian Calice CO

In Regina Legionis 1/2009

P. Florian Calice

60 Jahre Legion Mariens in Österreich. Zu diesem außerordentlichen Anlass wurde fragte der geistliche Leiter des Senatus, P. Florian Calice, die Muttergottes, wie sie die Entwicklung der Legion in unserem Land sieht. Hier sind ihre Antworten: 

RL: Muttergottes, es ist eine Riesenehre für uns, dass wir dich heute um einen Beitrag für die Regina Legionis bitten dürfen.
Muttergottes (mit einem Schmunzeln): Es freut mich, euch diese Freude bereiten zu können. Aber schon bisher waren die Ausgaben der Regina Legionis voll von Beiträgen, an denen ich mitgearbeitet habe.
RL: Ähm… das stimmt natürlich! Entschuldige bitte, dass wir das nicht ernst genug genommen haben. Muttergottes, wie du sicher weißt, feiert die Legion Mariens in Österreich ihren sechzigsten Geburtstag, und da hätten wir dich gerne um eine Stellungnahme oder ein Grußwort gebeten.
Muttergottes (lächelnd): Meine Lieben, natürlich weiß ich, dass die Legion Mariens seit 60 Jahren in Österreich am Werk ist. Schließlich habe ich sie ja gegründet und in all diesen Jahren gab es nicht einen Moment, in dem ich sie nicht geführt und mich nicht ihrer bedient hätte.Ich war vom Anfang an dabei.
Königin des WeltallsRL: Es ist wunderschön, das aus deinem Mund zu hören. Muttergottes, wie siehst du denn auf die Anfänge der Legion in Österreich zurück?
Muttergottes: Die Allerheiligste Dreifaltigkeit war so unermesslich gütig, als ich sie auf die Bedürfnisse in Österreich aufmerksam gemacht habe, und hat mir sehr schöne Gnaden gewährt. Die ersten dieser Gnaden waren alle für Friedrich Wessely bestimmt. Ich hatte um einen Priester gebeten, der mir und meinen Worten in Fatima uneingeschränkt Glauben schenken würde. Diese Bitte hat mir der liebe Gott erfüllt.
RL: Muttergottes, ich staune immer, wie himmlische Regie funktioniert: War das nicht sehr kompliziert, diesen Priester mit der Legion in Kontakt zu bringen?
Muttergottes: Wisst ihr, ich habe Möglichkeiten, die ihr nicht kennt. Ich danke den heiligen Engeln, denn sie haben eine ganze Reihe von Ereignissen verkettet, und so ist das Handbuch über einen lieben Sohn von mir in Straßburg, P. Neubert, durch ein Zusammentreffen mit einem Beichtkind Friedrich Wesselys in Einsiedeln bis nach Wien gelangt…
RL: Muttergottes, wir wissen, dass das Handbuch Prof. Wessely ja anfangs überhaupt nicht zugesagt hat – wie hast du das damals empfunden – warst du eventuell sogar verletzt?
Muttergottes: Ich habe den Heiligen Geist gebeten, ihm keine Ruhe zu geben, bis er sich nicht doch damit eingehend beschäftigen würde – und so hat er die Schätze entdeckt, die Gott im Handbuch für ihn hinterlegt hatte. Seine aufrichtige Liebe zu mir hat mir immer große Freude bereitet!

Wessely mit den ersten Legionaren

Prof. Wessely mit den ersten Legionären

  RL: Muttergottes, wir – die Legionäre von heute – wissen ja, dass die ersten Legionäre rund um Prof. Wessely mit sehr großem Einsatz bei der Sache waren. Ich muss gestehen, dass ich die Befürchtung habe, dass du mit unserem Einsatz heute nicht so zufrieden bist…?
Muttergottes: Meine Lieben, ich danke Gott für jeden von euch, der mir vertraut. Ich preise den lieben Gott unaufhörlich für alle Gnaden, die er über euch ausschüttet. Ich danke ihm für alles, was ich unter euch tun darf. Lernt etwas von dem großen Glauben, den dieser Diener Gottes in mein Wirken gehabt hat. Ihr wisst doch, dass er nicht weniger erreichen wollte, als die Bekehrung aller, die Hinwendung einer ganzen Stadt zu meinem Herzen. Du hast recht, wenn du vermutest, dass mir das sehr große Freude bereitet hat, denn nicht weniger wünsche ich, und ich bitte Gott, euch nicht weniger zu gewähren.
RL: Muttergottes, oft wissen wir nicht, wo wir ansetzen sollen: dieses Ziel scheint ja so unfassbar hoch und weit von uns entfernt zu sein. Es gibt so viele Probleme, Schwierigkeiten, und eigene Schwächen…
Muttergottes: Meine Lieben, meine Diener haben sich von mir führen lassen, und so konnte unter ihnen mein Werk aufblühen. Ihr vergesst so schnell, daß es das Werk Gottes ist. Erinnert euch, in welcher Weise Frank Duff, und dann auch Friedrich Wessely begonnen haben. Ihr kennt doch den Brief aus Dublin, der Friedrich Wessely den Weg gewiesen hat!
RL: Ja, Muttergottes, darin heißt es, dass das erste Präsidium gut sein muss! Meinst du das? Dass alles damit beginnt, dass im Präsidium alles mit Sorgfalt gemacht wird, mit Aufmerksamkeit auch auf die kleinen Dinge, mit Genauigkeit bei der Befolgung der Regel?

Feuerseelen

Muttergottes: Bemüht euch darum, eure Liebe zu mir und euren Glauben an mich zuerst im Treffen zu leben, dann in der Arbeit und im Gebet. Euer Vertrauen und eure Liebe werden euch die Schleusen des Himmels öffnen.
RL: Muttergottes, in diesem Brief ist auch davon die Rede, dass die Mitglieder des Präsidiums Feuerseelen sein sollen, die sich gegenseitig immer mehr in Glut bringen, und dass von diesem Präsidium eine Flamme des Glaubens und des Eifers ausgehen wird. Vor dieser Feuersbrunst werden sich alle Schwierigkeiten und Probleme des Landes auflösen… Darf ich nachfragen, wie das zu verstehen ist?

Rennweg 10, erstes Hauptquartier

Muttergottes: Eine Feuerseele ist ein Mensch, der vom Heiligen Geist ergriffen und gelenkt wird. Denkt an die Apostel und was mit ihnen zu Pfingsten geschah! Der Heilige Geist hat sie entflammt, und in ihren Herzen große Absichten, Großzügigkeit und Mut hervorgerufen. Das Feuer des Heiligen Geistes ist ansteckend: Seelen, die einem solchen entflammten Menschen begegnen, werden ebenso von diesem Feuer erfasst und so breitet sich das Feuer des Heiligen Geistes aus.
RL: Muttergottes, wie kann man vom Heiligen Geist ergriffen werden?
Muttergottes: Der Heilige Geist liebt die Seelen, die demütig sind. Die Apostel haben sich von Herzen bekehrt und Demut gelernt. Auch ihr müsst unaufhörlich an der Bekehrung eurer Herzen arbeiten. Nützt das Bußsakrament so oft und so gut ihr könnt. Bittet den Heiligen Geist darum, euch bei der Vorbereitung auf die hl. Beichte zu helfen. Achtet darauf, dass jede eurer Beichten ein wirklicher Schritt der Umkehr ist.
Betet, betet, betet!
Und dann betet, betet, betet! Auch die Apostel haben den Heiligen Geist durch das Gebet in Gemeinschaft mit mir erlangt. Denkt daran, dass mein Sohn euch gesagt hat, dass ihr den Heiligen Geist durch das inständige Gebet erhalten werdet. Ich trete für euch ein und kann jeder Seele, die sich mir hingibt, die Gaben des Heiligen Geistes von Gott erlangen.
RL: Muttergottes, jetzt hast du uns schon soviel Zeit gewidmet – ist es unbescheiden, wenn wir dich jetzt auch noch um ein Grußwort bitten?
Muttergottes: Meine Lieben, wenn ihr wüsstest! Ich verbringe meine ganze Zeit mit euch, und es gibt für mich keine größere Freude, als mich mit euch zu unterhalten. Ich warte immer darauf, dass ihr zu mir kommt.
Richte den Legionären und den Lesern der Regina Legionis folgenden Gruß aus:
Meine lieben Kinder! Ich freue mich über jeden und jede von euch und danke Gott für jede Gnade, durch die er euch meinem Herzen näher gebracht hat. Ich wünsche sehr, dass ihr alle wachset im Verständnis meiner mütterlichen Liebe. Denkt daran, dass ich jeden Menschen liebe und von ganzem Herzen sein Heil ersehne. Ich bitte euch, euch dieser meiner Kinder anzunehmen und ihnen meine mütterlichen Liebe zu bringen. Lernt, in ihnen meinen Sohn Jesus zu sehen und zu lieben. Alle Gebete und jedes Apostolat, das mir mit aufrichtigem Herzen dargebracht wird, auch wenn es noch so klein ist, kann ich verwenden, um Großes zur Ehre Gottes und zum Heil des Nächsten zu wirken. Seid euch sicher, dass alle, die sich meinem Dienst weihen, in ganz besonderer Weise in mein Herz eingeschrieben sind. Seid nicht verzagt, sondern mutig. Bleibt demütig und bemüht euch um Innerlichkeit. Seid eingedenk, dass ihr gegen den Satan zu kämpfen habt; aber fürchtet euch nicht, denn ich behüte euch. Sagt ja zu den Opfern, um die mein Sohn euch bittet: sie sind teil eures Legionsdienstes. Ehrt die Priester und helft ihnen. Vor allem gehorcht dem Heiligen Vater. Je mehr ihr euch mir überlasst, desto mehr werde ich euch helfen können. Schaut nicht auf eure Schwächen, sondern vertraut auf meine Liebe und die Vollmachten, die mir der gütige Vater verliehen hat!
RL: Muttergottes, du hättest sicher noch viel zu sagen. Wir wissen gar nicht, wie wir dir danken sollen. Wir werden versuchen, uns nach Deinen Worten zu richten.

 

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Herzlich Willkommen

„... unter der Führung Marias, die im Bild vor ihnen stand,
begannen sie zu überlegen,
wie sie Gott am besten gefallen und was sie tun könnten,
damit er in Seiner Welt geliebt werde.“

(Handbuch der Legion Mariens)

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