Ein Nachmittag mit der heiligen Familie

Elisabeth Kriss und Elisabeth Ruepp

In RL 3/2009

Immer mehr sehen wir, dass die Familie als tragende Struktur der Gesellschaft heute massiv angegriffen und untergraben wird. Deshalb ist es die Aufgabe der Kirche und somit auch der Legion Mariens, diese „Kirche im Kleinen” zu schützen und zu stärken, wo und wie es nur möglich ist. Dazu bietet das regelmäßige Abhalten eines Familiennachmittags, wie es die Curia Bregenz seit vielen Jahren zweimal jährlich durchführt, vielfältige Möglichkeiten des Apostolates.

Die äußere Struktur dieser Nachmittage ist bewusst einfach gehalten, um den Gegebenheiten auch eines kleinen Rates gerecht zu werden:

Domherr Christoph Casetti

Domherr Christoph Casetti

  • Ein Referent spricht zu einem festgelegten Thema. Die Auswahl dieses Themas ist sicher mitbestimmend für die Anzahl der erwachsenen Teilnehmer. Meist kommen 50 – 90 aufmerksame Zuhörer. Bei einer gemütlichen Kaffeepause werden ihnen selbstgebackene Kuchen angeboten und dann folgt eine offene Aussprache, um das Thema nochmals durchzuackern und im gemeinsamen Gespräch zu vertiefen.
Zuhören und sich Austauschen

Zuhören und sich Austauschen

  • Während dieser Zeit werden bis zu 30 Kinder von Junglegionären und einigen erwachsenen Legionären betreut, es wird mit ihnen gespielt, Hunger und Durst der Kleinen gestillt und allfällige Tränen werden getrocknet.
Ein schöner Tag für Kinder

Ein schöner Tag für Kinder

  • Damit dieser Tag auch geistliche Früchte tragen kann, beten eingeladene Hilfslegionäre  und einzelne aktive Mitglieder vor dem Allerheiligsten im Anliegen der Familien.
  • Die gemeinsame Feier der heiligen Messe eröffnet oder beschließt diesen Tag der Stärkung und Ermutigung. Auch das Angebot des Sakramentes der Versöhnung wird gerne angenommen.

Gründliche Vorbereitung

Nicht außer Acht gelassen werden soll, dass sich den Präsidien und den einzelnen Legionären schon im Vorfeld eine überaus große Möglichkeit zum Apostolat an den Familien eröffnet. So bietet sich die Gelegenheit an, Wiederholungsbesuche bei allen Familien zu machen, denen man bei anderweitigen Kontakten vom Familiennachmittag vorgeschwärmt hat.

Die Eltern von Nazaretkindern, Ministranten und Junglegionären und ihren Freunden werden eingeladen. Oft wissen die Legionäre auch, dass sich jemand mit einem bestimmten Thema auseinandersetzt und laden dann diese Personen gerade zu diesem Anlass ein. Wie gut ist es, mit Hilfslegionären, Freunden und Bekannten über die Realpräsenz Jesu zu sprechen und diese dann zur Anbetung einzuladen! Ebenso kann der Kontakt zu Priestern gefördert werden, wenn diese gebeten werden, die Einladung zum Familiennachmittag in den Schaukasten zu geben. Und nicht zuletzt besteht eine gute Möglichkeit der Werbung für die Legion Mariens, wenn im Pfarrblatt und im Kirchenblatt Hinweise auf diese Veranstaltung zu entdecken sind.

Die Aufgaben der Legionäre beim Familiennachmittag selbst:

Ureigenste Aufgabe des Legionärs ist es, Freundschaften zu schließen. Deshalb ist es selbstverständlich, dass bei diesem Anlass die schon bestehenden Freundschaften mit Stammgästen, Legionsfamilien und auch ehemaligen Legionären immer mehr vertieft und gepflegt werden und dass neue Teilnehmer nach bester Möglichkeit in die frohe Gemeinschaft der Anwesenden eingebunden werden. Oft ist der Familiennachmittag eine hervorragende Gelegenheit, jemanden auf die heilige Beichte anzusprechen und auch gleich zum Empfang einzuladen.

Durch den Legionsaltar ist die sichtbaren Präsenz Mariens gegeben. Das bietet die Chance, wunderbare Medaillen zu verschenken und die  mit der Mittlerin aller Gnaden verbundenen „himmlischen Geschenke” zu erklären. Um den Familien geistliche Vertiefung auch zu Hause zu ermöglichen, wird immer ein gut sortierter Büchertisch bereitgestellt und von einem Legionär betreut. Hier wird neben  dem Verleih und Verkauf von Büchern auch für die Bestellung von Abonnements (z.B. Vision 2000) geworben. Was natürlich nie fehlt, sind  Legionsschriften, „Regina Legionis”, Gebetsblätter zur Förderung der Seligsprechung von Frank Duff, Edel Quinn und Alfie Lambe.

Nicht fehlen dürfen natürlich Hinweise auf andere Veranstaltungen, die ebenso dazu dienen, den Familien den Rücken zu stärken: Nazaretgruppen, Mütter-beten-Runden, Patrizierrunden, die  Montfort-Runde oder auch die Vorbereitung auf die Weihe an Jesus durch Maria. Mit den Kindern wird ganz selbstverständlich das alltägliche „Katholisch-Sein” geübt: Wir laden zum Heilandsbesuch, zu Liedern, Tischgebet ein. So sollen sie wirklich einen Tag mit der heiligen Familie erleben.

Was der Legionär an einem solchen Tag lernt: Ein frohes Dienen und den Blick Mariens für das Notwendige.

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Herzlich Willkommen

„... unter der Führung Marias, die im Bild vor ihnen stand,
begannen sie zu überlegen,
wie sie Gott am besten gefallen und was sie tun könnten,
damit er in Seiner Welt geliebt werde.“

(Handbuch der Legion Mariens)

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