Bericht über das Senatustreffen am 16. Mai 2009

1. ALLOCUTIO
gehalten von Pfarrer Mag. Wolfgang Fürtinger

Meine lieben Legionäre!
Gemeinsam mit der Gottesmutter blicken wir auf das Hochfest Christi Himmelfahrt. Jesus sagte: „Ihr habt gehört, dass ich zu euch sagte: Ich gehe fort und komme wieder zu euch zurück. Wenn ihr mich lieb hättet, würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe.” Joh 14,23; Eher notgedrungen und möglicherweise aus Ermangelung anderer Perspektiven haben sich die Apostel wieder im Abendmahlssaal ver-sammelt und alles was ihnen irgendwie weiterhelfen konnte, ver-sammelt. Zuerst waren dies seine nahesten Verwandten. Niemand kannte Jesus so genau wie seine Mutter, niemand verstand Jesus so wie sie. Und dann natürlich seine Brüder, seine nächsten männlichen Verwandten, mit denen Er aufgewachsen war. Niemand konnte soviel über Jesus sagen, wie diese Menschen. Dann waren auch die Frauen dabei, die mit Jesus und den Aposteln mitgegangen sind und diese mit dem unterstützten, was sie besaßen. Sie würden dies auch jetzt noch tun, konnten jetzt auch nur schwer zu ihren Familien zurück und Ver-ständnis erwarten, von denen sie wegen Jesus davongelaufen sind und der jetzt gekreuzigt wurde und nach der Auferstehung nicht mehr da war. Außerdem waren auch sie wichtige Zeugen für das Wirken Jesu und außerdem war da noch die geheimnisvolle Verheißung Jesu, in die auch sie mit hineinbezogen waren. Die Situation war ziemlich angespannt: Die Apostel ließen in gegenseitigen Erzählungen noch einmal die gesamte Vergangenheit mit Jesus Revue passieren, all seine Worte und Taten und versuchten sie aus ihrer Heiligen Schrift, dem Alten Testament zu verstehen und die Konsequenzen zu er-kennen, die sich daraus ergaben. Sie versammelten dann auch 120 Jünger und ließen 2 Kandidaten als Ersatz für Judas wählen, wovon dann Matthias durch das Los bestimmt wurde. All diese Vorgänge waren vom gemeinsamen Gebet durchdrungen.
Das gegenseitige Zeugnis, die Bilder über Jesus und seine Worte, die dadurch in ihnen hochstiegen, besonders der Sendungsauftrag vor seiner Himmelfahrt, die Schriftstellen, die zitiert wurden , die uralten Verheißungen, deren unmittelbare Erfüllung kurz bevorstand, die drängende Erwartungshaltung, die tiefe Hoffnung, der heiße Atem der Sehnsucht nach dem Kommenden, das niemand kannte, erzeugten eine zum bersten gespannte Atmosphäre, in der die Herzen lichterloh brannten. In dieser Haltung beteten sie, es war ein bebendes inneres Drängen, das in den Himmel emporstieg, ein unbändiges Dürsten, ein Schreien nach dem Heiligen Geist, dem verheißenen Beistand. Sie hörten nicht auf zu beten und getragen vom vollkommenen Glauben der Gottesmutter fand es auch Erhörung.
Schon neun Tage rollte diese Lawine des Gebetes, und plötzlich, ohne jede Vorankündigung, völlig überraschend kam das Feuer, das heißersehnte, vom Himmel herab. Eingehüllt in das Brausen eines heftigen Sturmes, das das ganze Haus erfüllte, kam es herab und setzte sich in Form von Feuerzungen auf jeden einzelnen.
Ich weiß, es gibt kein Rezept für den Heiligen Geist, denn er weht wo er will. Aber wenn wir die gesamte Situation betrachten, können wir und jeder, der den Heiligen Geist ersehnt, gewisse Handlungsweisen erkennen, die wir, so auch wir Sehnsucht nach dem Heiligen Geist haben, nachahmen können, vielleicht auch in Ermangelung besserer Vorschläge.
1. Zuerst die Gemeinschaft mit der Gottesmutter, die erste Braut des Heiligen Geistes, am innigsten mit dem Herrn Vertraute, ihr voll-kommener Glaube ist das unfehlbare Rückgrad der Kirche.
2. Die Not, die den Heiligen Geist braucht, sich ganz tief zu Gemüte zu führen.
3. Die Quellen der Verheißung aus dem Alten und dem Neuen Testa-ment noch tiefer zu sich sprechen zu lassen.
4. Die Gemeinschaft mit denen, die Jesus kennen und es noch tiefer wissen wollen, den ehrlichen Austausch, um die Sehnsucht gegen-seitig zu erhöhen und die Erwartungshaltung zu stärken.
5. Das Gebet, das wie ein heißer Atem aus tiefster Seele quillt und nicht aufhört zu rufen. Das Gebet soll Ausdruck einer wirklichen Sehnsucht sein. Es soll kein „Ja auch unter Anderem” Wünschen sein, sondern ein brennendes Verlangen nach dem Reich Gottes. Das Reich Gottes muss sich unbedingt verwirklichen und zwar in allen Menschen und in allen Dimensionen unseres Menschseins, besonders im Halten der Gebote und im Erfüllen des Willen Gottes.
Wenn wir uns so auf Pfingsten vorbereiten, (oft ist es das Höchste der Gefühle, wenn, teils aus dem Gefühl der Verpflichtung, bestenfalls eine halbstündige Andacht gebetet wird, vielleicht an die Hl. Messe drangehängt, um dann so wie man gekommen ist, wieder nach Hause zu gehen, und das war`s schon) würde möglicherweise das kirchliche Hochfest auch ein wirkliches Ereignis sein, mehr als eine feierliche Liturgie. Es könnte ein Startschuss für einen neuen Flächenbrand des Heiligen Geistes sein, wie wir auch in den Legionsgebeten beten: „Gib uns einen Glauben, der gleich einer Feuerseule unsere Legion einig und geschlossen vorwärts führt, überall den Brand der Gottes-liebe zu entzünden.” Amen.

2. BERICHTE

JAHRESBERICHTE

Präsidium „Unsere liebe Frau von der Barmherzigkeit”, Wien 2
Das Präsidium besteht aus dem Geistlichen Leiter, 4 aktiven Legionären, 1 Legionär in Probe und 43 Hilfslegionären. In der kälteren Jahreszeit werden hauptsächlich Hausbesuche von Tür zu Tür gemacht. Hingegen wird die wärmere Jahreszeit auch für Park-apostolat genutzt. Beides wird gut angenommen und es ergeben sich sehr viele gute Gespräche. Im Jänner begann das Präsidium mit einer Patrizierrunde. Ein Einkehrtag für Hilfslegionäre und Freunde der Legion wurde organisiert. 2 Familien in der Pfarre werden regelmäßig besucht, um sie im Glauben weiterzuführen. Ein Legionär unterstützt die Ausbreitung im 20. Bezirk. Außerdem gibt es Kontakt zu einem Pfarrer.

 

VIERMONATSBERICHTE

Comitium Mühlviertel
An den vom Comitium organisierten Exerzitien nahmen 50 Personen teil. Die Legionäre sind mit einem Pfarrer in Kontakt, für Herbst be-steht die Möglichkeit die Legion in seiner Pfarre vorzustellen. Einige Legionäre bemühen sich weiterhin, Jugendliche zur Katechese mit Bischof Schwarz zu begleiten. Die Wandermuttergottes wird zu Erst-kommunionkindern und Firmlingen gebracht. Ein Präsidium bringt regelmäßig ein Marienbild zu Jugendlichen. Erfreulich ist, dass 3 Hilfslegionäre geworben wurden und dass 3 Anwärter sich auf das Legionsversprechen vorbereiten.

Comitium Linz
Zu den Legionsexerzitien, veranstaltet vom Comitium, kamen bis zu 70 Teilnehmer. In einer Pfarre gibt es einen Frank-Duff-Kaffee, eine Besucherin interessiert sich nun für die Legion Mariens. In einer anderen Pfarre wurde es erlaubt, dass in der Kirche Legionsmaterial aufgelegt wird. Zum 400. Comitiumstreffen durften die Legionäre auch Vertreter des Senatus begrüßen. Sehr erfreulich: 5 neue Legionäre, 6 Anwärter, 13 Hilfslegionäre konnten gewonnen werden. Weiters wurden 6 Sakramentenempfänge vermittelt. Ein ehemaliger Legionär wird im Juni zum Priester geweiht.

Curia Salzburg
Der Geistliche Leiter hielt für Legionäre einen Einkehrtag. 12 Legionäre fuhren zum Mariologischen Kongress nach Wien. Es ist schön, dass es 2 Ausbreitungsbemühungen gibt. Man hat zuvor regel-mäßig die Pfarre besucht. Dabei wurde an der hl. Messe teilge-nommen, Informationsmaterial verteilt und Informationsabende ab-gehalten. Eine Präsidiumsgründung ist für Herbst geplant. Ein weiterer Priester betet mit Interessierten das Brevier beim Legions-altar.

Comitium Innsbruck
Als Vorbereitung auf die Vollkommene Hingabe wurden Exerzitien im Alltag organisiert. 22 Legionäre und Hilfslegionäre legten die Weihe an Jesus durch Maria ab. In einem neugegründeten Präsidium stellten sich die 6 Legionäre durch das Versprechen ganz in den Dienst der Gottesmutter. Eine Legionärin gestaltete einen Kinder-kreuzweg mit 25 Kindern. Ganz erfreulich: 11 Hilfslegionäre konnten gewonnen werden, 1 Legionär legte das Versprechen ab, 2 Legionäre sind in Probe und 1 Reversion kann gemeldet werden. Beachtlich: In einem Präsidium gab es vor 2 Jahren nur noch 3 Legionäre, davon war einer 96 Jahre und ein anderer 85 Jahre alt. Die beiden Damen haben alle Energien aufgebracht, um neue Mitglieder zu suchen. Ein Pensionist wurde neuer Präsident, 3 neue Mitglieder im Alter zwischen 60 und 22 konnten geworben werden. Der junge Pfarrer schätzt diese Gruppe sehr und kommt zu den Treffen, wann immer er kann.

Curia Bregenz
Bei den Exerzitien erwarben sich die Legionäre ein neues Verständnis zum Thema „Maria und der Legionär”. Es gibt derzeit Überlegungen die Legion in einer fremdsprachigen Gemeinde vorzustellen. In der Fastenzeit leitete ein Legionär mit Junglegionären wöchentlich eine Kreuzwegandacht. Zum 1. Mai wurde für Junglegionäre und Inter-essierte eine Fußwallfahrt nach Rankweil organisiert. Ebenfalls in der Fastenzeit wurde ein Familiennachmittag zum Thema „Humane Vitae” veranstaltet. Ca. 60 Erwachsene ließen sich dieses Angebot nicht entgehen. Rund 25 Kinder wurden von Legionären und Jung-legionären betreut. Erfreulich: 1 Legionär legte das Versprechen ab.

Ukraine
In allen Räten und auch in den einsamen Präsidien wurde die Acies gefeiert. In 3 Curien wurden eigens Legionsexerzitien abgehalten, in den anderen Räten nahmen die Legionäre an den Pfarrexerzitien teil. In vielen Präsidien gibt es neue Legionäre, Hilfslegionäre und Legionsversprechen. In einigen Präsidien werden Kinder zur Kate-chese geführt. Erfreulich: Einige Beichten nach mehreren Jahrzehnten konnten vermittelt werden, ebenso wurde von Ehesanierungen bereichtet.
Curia Wien-West
Viele Legionäre fuhren zu Hochzeit ihres ehemaligen Curien-präsidenten ins Weinviertel. Weiterhin werden Pfarren ohne Legions-präsidien besucht und beim Rosenkranzgebet bzw. beim Kreuzweg und an der Hl. Messe teilgenommen. In einer Pfarrer lobte der Pfarre die Arbeit des dortigen Präsidiums und er schrieb im Pfarrblatt: „Jede Pfarre, die eine solche ‚Truppe’ zur Verfügung hat, kann sich freuen.” Mit Hilfe von YOU-Heften werden Kontakte zu Jugendlichen ge-knüpft.

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Herzlich Willkommen

„... unter der Führung Marias, die im Bild vor ihnen stand,
begannen sie zu überlegen,
wie sie Gott am besten gefallen und was sie tun könnten,
damit er in Seiner Welt geliebt werde.“

(Handbuch der Legion Mariens)

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