Maria, unsere wertvolle Ergänzung

VON FRANK DUFF

AUS DER ARTIKELSAMMLUNG:  ”DIE HEILIGE DREIFALTIGKEIT UND MARIA”
Herausgegeben von Andreas Seidl

Publikationen in Englisch: ML Vol. 19 No. 3 of 1971,  und  “Woman of Genesis” 236ff

Die Mutterschaft Marias

Der Titel “Maria unsere Mutter” ist faszinierend und hinreißend. Manche Worte verlieren ihre Kraft, wenn man sie zu oft wiederholt. Auf keinen Fall dürfen wir das für diesen Titel Marias zulassen, denn nach Gottes Willen gilt er im vollen Sinn des Wortes. Darum müssen wir darüber nachdenken, um den Sinn des göttlichen Planes wenigstens einiger Maßen zu verstehen. Maria liebt uns innig, aber ihre Liebe geht weit über das Gefühlsmäßige hinaus, denn das wäre zu wenig. Diese Liebe ernährt uns, ist handgreiflich, schließt unser ganzes Leben ein und ist für uns so notwendig wie die Liebe einer Mutter zu ihrem Baby, sogar noch umfassender. Ein Baby kann nach der Geburt ohne Mutter auskommen, aber unsere Seele kann es nicht ohne Maria. Das ist die allgemeine Lehre der Kirche. Maria ist von Gott zu einem Bestandteil der Erlösung gemacht worden. Darum muss man ihre Rolle anerkennen und muss mit ihr mitwirken.

Sie spielt keine Nebenrolle. Durch die unbefleckte Empfängnis ist ihre Liebesfähigkeit viel größer geworden als die einer gewöhnlichen Mutter, ja, man kann sagen, größer als die Liebe aller menschlichen Mütter zusammengenommen. So wird die Größe Marias gewöhnlich geschildert. Sie erreicht eine Höhe, die unser Verständnis übersteigt. Aber dennoch bleibt diese Schilderung auf rein menschlicher Ebene.

Aber ihre Mutterrolle geht fast unendlich über diese hinaus. Sie ist in den geheimnisvollen Plan Gottes (Eph. 1, 9) einbezogen worden als Ausdruck der Liebe, die Gott selbst zu uns hat, und ist zum Angelpunkt dieses Planes bestellt worden.

Marias Mutterschaft überragt die natürliche, die so oft hinter ihrer Berufung zurück bleibt. Viele Frauen wollen gar keine Kinder, andere schenken ihre Zuneigung bestenfalls nur widerwillig oder können sie nicht zeigen. Die Kinder leiden darunter. Was für ein Gegensatz ist die Mutterschaft Marias!

Sie war dazu bestimmt, zuerst die Mutter Christi und dann die Mutter aller Menschen zu werden, und Gott hat sie so geformt, dass sie diese Aufgabe vollkommen erfüllen konnte.

Wir dürfen auch keinen radikalen Unterschied machen zwischen ihrer Liebe zu Jesus und zu uns, ihren anderen Kindern. Denn sie sieht Jesus und seine Glieder in einem, fast als identisch, und liebt auch alle mit der gleichen Liebe. Daher ist ihre Liebe einzigartig, unbezwinglich und unermüdlich. Sie kann auch nicht abgeschüttelt oder verspielt werden. Sie hält auch dem ärgsten Fehlverhalten stand und triumphiert über Unkenntnis und sogar Hass. Ihre Liebe ist treu und ändert sich nicht.

Solche Liebe ist etwas, wonach sich jeder Mensch in seinem Herzen sehnt, das er aber auf Erden nie erlebt. Darum wird schon der Hinweis, dass sie durch Maria erreichbar ist, einen großen Reiz ausüben. Ohne Zweifel werden die Menschen durch diesen Gedanken sehr bewegt. Wenn man Maria aus dieser Sicht betrachtet, öffnet das die Herzen für ihren Einfluss. Diese Überlegung muss uns dazu führen, mit jedem über Maria zu sprechen. Sie ist die Mutter aller, und alle müssen sie kennen und ihre lebenswichtige Mutterschaft erfahren. Die Legion wird nicht müde zu verkünden, dass der Keim der Liebe zu ihr in die Herzen aller Menschen, sogar der Ungetauften, eingepflanzt ist. Wenn sie gütige Berührung spüren, werden sie unwillkürlich darauf reagieren.

Noch eine Besonderheit der Mutterschaft Marias gilt es zu untersuchen: In dem Maß, in dem wir ihr erlauben, ihre Aufgabe an uns zu erfüllen, – und wir haben die Macht, sie daran zu hindern – werden wir ihr in den Augen Gottes immer ähnlicher. Er sieht unser Verhalten durch sie, sozusagen in ihrem Licht. Dieses Licht hat die Eigenschaft, alles zu verändern, auf das es fällt. Das ist sehr wichtig, denn das Licht, das Maria verbreitet, ist mild und wohltuend, bringt unsere guten Eigenschaften zu Tage, veredelt sie und lässt alles anders aussehen. Aber der Einfluss Marias ist noch weit mächtiger: Er lässt einfaches Kupfer nicht nur wie Gold aussehen, sondern macht Gold daraus. In Marias Tun ist der berühmte Stein der Weisen Wirklichkeit geworden.

Maria unsere „Ergänzung“

In ähnlicher Weise beschreibt der hl. Ludwig Maria von Montfort Marias Tätigkeit: Er bezeichnet Maria als unsere „Ergänzung“. Kommt sie mit uns in Kontakt, so ergreift sie alles in uns und hebt es auf eine höhere, sogar himmlische Ebene. Wenn wir nur genug auf sie achten, so versichert er, beten nicht mehr wir, sondern Maria betet in uns. Das Gleiche gilt natürlich auch für unsere Taten, sie nehmen ihre Vollkommenheit an. Unsere Absichten werden von ihrer Reinheit erfüllt und übernatürlich gemacht. Unsere Ängste und Schwächen gehen unter in ihrer Kraft.

Wenn wir uns bewusst sind, dass diese Ergänzung in unserem Leben wirksam ist, kann uns das wahrlich begeistern. Es kann dem Gefühl unseres Ungenügens entgegen wirken, das unsere Kraft überall so sehr einschränkt. Besonders gilt das für die übernatürliche Ordnung, wo der Glaube die Triebkraft ist, und wo menschliche Bedenken den Glauben allzu oft verdunkeln und einschränken.

Wenn wir begreifen, dass uns wirklich eine solche „Ergänzung“ zur Verfügung steht, jederzeit gerne bereit, in unserem Leben wirksam zu werden, kann das eine erstaunliche Wirkung haben. Unser Glaube wird in die Tat umgesetzt und kann mutig handeln. Er wird wie ein Vogel, der aus der Gefangenschaft entlassen wird. Wir begegnen Maria ganz anders und mit ihr den drei göttlichen Personen. Wir sind bei der heiligen Messe und der Kommunion ganz verändert, nicht mehr so bedrückt wegen unserer Glaubensschwäche und der Wertlosigkeit all dessen, was wir darbringen können. Die Zeiten der Trockenheit und Trostlosigkeit lähmen nicht länger unsere Seele. Man stelle sich vor, welche Kraft uns die Erkenntnis gibt, dass wir von Maria ergänzt werden, und dass unsere schmerzlichen Unvollkommenheiten in dem riesigen Ozean ihres Glaubens und ihrer Liebe versinken. Ich wiederhole: Gott sieht in dieser Partnerschaft mehr auf sie als auf uns.

Sicher erinnern Sie sich aus dem Handbuch an den schmerzlichen Aufschrei der hl. Teresa: „So viel zu empfangen und so wenig zu geben, das ist ein Martyrium, dem ich erliege.“ Da hilft dieser Gedanke des hl. Ludwig Maria. Sobald wir von dem Wissen erfasst sind, dass Maria in unserem Leben jederzeit ihre ergänzende Rolle spielt, müssen wir nicht mehr betrübt sein wegen unserer Unfähigkeit zu lieben und großzügig zu geben. Maria gibt dazu, was wir nicht geben können. Es ist äußerst tröstlich, in diesem Gedanken zu verweilen.

Es ist wesentlich, dass wir diese großartige mütterliche Hilfeleistung Marias nicht rein psychologisch sehen. Natürlich beeinflusst sie unser Gemüt, aber das ist nebensächlich. Marias Gabe ist eine äußerst reale: sie ist eine Gnade, das bedeutet ein Eingreifen Gottes. Das ist keine Einbildung, das überschreitet die Natur unendlich.

Übrigens steht uns diese Gabe zur Verfügung, sooft wir darum bitten. Marias Mutterschaft übertrifft jede andere so unendlich, dass sie immer auf den Ruf des Kindes reagiert. Niemals kann Maria versagen. Niemals hält sie zurück, was ihr Kind verlangt. Sie kann nicht anders, sie muss geben. So bleibt kein Ruf nach ihr ohne Antwort. Aber in gewisser Hinsicht ist Voraussetzung, dass wir auf sie schauen, an ihre Rolle glauben und mit ihr mitarbeiten. So ist das Gesetz. Maria ist die von Gott eingesetzte Mutter aller Menschen. So wie Jesus auch für die starb, die ihn nicht kennen, so ist Maria auch die Mutter derer, die sie nicht kennen. Aber um sie in Anspruch zu nehmen, müssen die Menschen zu ihr hinschauen und ihr wenigstens einen Schimmer eines Erkennens zeigen. Dann ist diese gesegnete Mutter gleich in der Lage, ihr Kind zu umarmen.

Da das so eingerichtet ist, ergibt sich daraus die dringende Notwendigkeit, Maria allen ihren Kindern bekannt zu machen. Sogar die Gläubigen kennen sie oft nicht. Und wie viel fehlt erst denen, die nicht im Schoß der Kirche leben! Und viele von ihnen sind ihr gegenüber sogar feindlich oder voreingenommen.

Wie schwerwiegend das ist, kann man aus der Erklärung des Konzils beurteilen, das im Dekret über die Kirche in der Welt von heute sagt: „Als Folge des Sündenfalls stellt sich das ganze Leben des Menschen, das einzelne wie das kollektive, als Kampf dar, und zwar als ein dramatischer, zwischen Gut und Böse, zwischen Licht und Finsternis.“ (GS 13) Das geht zurück auf den grundlegenden Text im dritten Kapitel der Genesis, der schon die weit in der Zukunft liegende Erlösung schildert: „Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs.“ (Gen, 3,14) Dieser schreckliche Kampf erschüttert die Welt und wird bis zum Jüngsten Tag anhalten. Alle Menschen sind entweder auf der einen oder auf der anderen Seite darin verstrickt. Sicherlich wird die Frau durch ihren Sohn triumphieren. Schon aus dem ersten Hinweis auf sie kann man ermessen, wie wichtig ihre Aufgabe ist. Welche Katastrophe wäre es für einen Menschen, in diesem für das ewige Schicksal entscheidenden Kampf nicht auf der Seite der Frau zu stehen.

Vielleicht werden die Leute, die sich nicht hinter Maria stellen, jetzt einwenden, dass sie doch auf der Seite ihres Sohnes stehen. Aber das genügt nicht. Der zitierte Text stellt eine Verbindung zwischen der Frau und ihrem Nachwuchs her und schildert, dass sie gemeinsam eine untrennbare Mission erfüllen. Wenn man also die Frau zurückweist, bringt das auch eine Trennung von ihrem Sohn mit sich. Ist das „unerträglich“? Kann man das „nicht anhören“? (Vgl. Joh 6, 60) Mit diesen Worten haben sich die Zweifler von der Eucharistie ausgeschlossen. Das sollten sich die in Erinnerung rufen, die ihrem Glauben so enge Grenzen setzen.

Maria ist der Gipfelpunkt von Gottes Liebesplan

Warum ist Maria für eine so gewaltige Bedeutung bestimmt worden? Weil es zu Gottes Plan gehörte, sie so groß zu machen, als er nur konnte. Da sie seinem Wunsch kein Hindernis in den Weg legte, sondern ihm im Gegenteil unbeschränkte Empfänglichkeit und Mitarbeit bot, konnte Gott nach seinem Willen mit ihr verfahren. So gelangte sie in Höhen, die für uns unvorstellbar sind.

Maria ist der Gipfelpunkt dieses Liebesplanes. Das Konzil bezeichnet sie als das Urbild der Kirche; das bedeutet, dass sie jetzt schon so ist, wie die Kirche sein wird, wenn sie sich im Himmel vollständig und ohne Makel versammelt. Ich meine, das gibt uns auch das Recht, Maria ebenso als das Urbild jedes geretteten Menschen zu betrachten, da ja jeder an der Vollkommenheit der Kirche teilnehmen wird. Maria ist das Urbild der Erlösten.

In ihr wurde der Wunsch Gottes nach der Teilnahme des Menschen an seiner Erlösung voll verwirklicht. Sie hat zur Erlösung mehr beigetragen als alle anderen reinen Geschöpfe zusammen.Pater Faber sagt, ihre Größe sei so gewaltig, dass sie uns Gott gar nicht in ihrer Fülle offenbaren kann, da sie uns nur blenden und verwirren würde. Er gibt uns neue Kenntnis von ihr nur stufenweise, sobald wir das Empfangene verarbeitet haben.

Die Erklärungen des letzten Konzils stellen die neuesten Höhepunkte dieser fortlaufenden Offenbarung dar. Es ist interessant, darüber zu spekulieren, was der nächste Schritt sein könnte. Vermutlich die Klärung oder die formelle Erklärung der Mittlerschaft Unserer Lieben Frau – wenn auch die neue Generation von Theologen fieberhaft versichert, das diese Lehre „ins Wasser gefallen“ sei. Dann könnte ich kann mir vorstellen, dass die Kirche uns nähere Erläuterungen zu Maria als Braut des Heiligen Geistes geben könnte, wo wir mit unserem gegenwärtigen Verständnis erst einen schwachen Schimmer erkennen.

Und was dann? Unsere Vorstellung versagt, aber es muss einen nächsten und dann weitere Schritte geben. Gott ist nie am Ende. Man muss nur ständig das Prinzip beachten, dass Gott Maria so groß machen wollte, als es mit ihrer menschlichen Natur vereinbar ist. Nach den Worten des hl. Thomas reicht die Größe ihrer Gottesmutterschaft an die Unendlichkeit heran. Schon das, was wir bereits erfahren haben, ist höchst bedeutungsvoll. Das Konzil hat erklärt, dass sie unser Anwalt ist, die Helferin des Neuen Adam, seine Mitarbeiterin und Mittlerin. Das darf man nicht nur als fromme und nicht wirklich wahre Ausdrücke lesen, sondern muss es als volle Wahrheit wörtlich nehmen. Maria wird nicht als einfacher Kanal gesehen, durch den die Gnade mechanisch zu uns fließt. Wenn die Rolle unserer Herrin nicht mehr wäre als das, würde das nichts bedeuten. Wenn man sie nur als Draht sieht, durch den der elektrische Strom fließt, um allerhand zu bewirken, wird man ihr nicht gerecht.

Überdies darf man nicht einfach den Schluss ziehen, diese verschiedenen Rollen, die das Konzil ihr zugeschrieben hat, seien nicht mehr als verschiedene Schattierungen derselben Sache. Nein, die Bezeichnungen sagen nicht dasselbe aus. Jede hat unabhängig von der anderen ihre eigene reiche Bedeutung. Wenn man einen Bestandteil eines medizinischen Rezeptes oder einer mathematischen Formel weglässt, kann das alles zerstören. Ebenso dürfen wir Marias Wunder nicht in ein einziges Bild pressen. Wir müssen versuchen, zu unterscheiden, so wie ein Dirigent jedes Instrument eines großen Orchesters wahrnimmt.

So muss auch jeder der verschiedenen Ausdrücke, die in der Konstitution über der Kirche auf sie angewandt werden, von diesem Gesichtspunkt aus besonders betrachtet werden. Jeder hat eine eigene wichtige Bedeutung und fügt den andern etwas Besonderes hinzu.

Es würde sich auszahlen, diesen Gedanken weiter zu verfolgen. Wir sollten die Fülle von Bezeichnungen, die die Kirche, ihre Heiligen und Kirchenlehrer Maria verliehen haben, darauf untersuchen, wie jede einen neuen Ton anschlägt. Und je mehr wir Maria bewundern, umso mehr öffnet sich unser Blick dafür, wie liebevoll Gott mit uns umgeht. Maria verstehen bedeutet immer Gott besser verstehen.

Die Gebete der Gerechten aller Zeiten vor der Ankunft des Messias hätten nicht ausgereicht ohne ihren entscheidenden Beitrag, so dass man sagen kann, sie habe durch ihr Beten den Erlöser auf die Erde herabgerufen. Ihr höchster Glaubensakt erreichte, was sonst unerreichbar war: er bildete die Grundlage für die Menschwerdung. Sie war allein, aber sie setzte die Rettung der Welt in Bewegung. Auch in allen weiteren Schritten zur Erlösung war ihr Beitrag so einzigartig, dass sie die Neue Eva genannt wurde, die Mithelferin schlechthin.

Hier kommen wir an einen interessanten Punkt. Die Mitwirkung der selige Jungfrau hätte allein als der menschlichen Beitrag genügt, den unser Herr suchte. Aber auch das hätte nicht dem göttlichen Plan entsprochen, der dem Menschen seinen ihm möglichen Beitrag nicht ersparen wollte. Sonst wäre ja seine Stellung in Zeit und Ewigkeit geringer geworden.

Maria übernimmt nicht, was der Mensch selbst tun kann

Darum können wir sagen: Ähnlich wie Jesus das dem Menschen etwas überlassen hat, das er selbst tun sollte, so trifft das auch auf Maria zu. Sie übernimmt nicht, was der Mensch selbst darzubringen imstande ist. Sie beraubt den Menschen nicht um ein Jota oder einen Punkt seines unaussprechlichen Privilegs, mit Maria und Jesus an seiner eigenen Rettung mitzuarbeiten. So wird der Mensch in die Lage versetzt, beim Gericht als verantwortungsvoller Christ aufzutreten und die Worte zu hören, die ihm versichern, dass er durch die Übernahme der Verantwortung verdient hat, für ewig noch inniger mit Gott vereint zu sein.

Zwischen heute und jenem glorreichen Tag liegt die Zeit unserer Pilgerschaft. In diesem Tal der Tränen nehmen wir Teil an Jesu Versöhnungswerk und an Marias Mitwirkung mit Jesus.

Jesus ist unser Erlöser. Maria ist unsere Mutter. Beide sind in ihrem besonderen Auftrag für uns notwendig. Es ist so eingerichtet, dass wir nicht den einen lieben und den anderen zur Seite stoßen können. Wir müssen beiden mit ungeteilter Liebe dienen.

Alle diese begründeten Aussagen berechtigen mich zu der Behauptung, dass die Aufgabe Marias bei unserer Rettung so groß ist, dass wir nicht sagen können, wir hätten von Gottes Plan überhaupt etwas verstanden, wenn wir sie nicht verstehen.

Sie hilft Jesus Christus zu verstehen

Sie behütet ihren Sohnes wie in seinen Erdentagen. Ein bedeutender Mann hat gesagt, dass Maria uns davor bewahrt, Christus rein abstrakt zu sehen. Thomas Merton drückt dies einfacher aus: „Ohne sie ist unser Wissen über Christus reine Spekulation.“ Sie ist notwendig an Jesu Seite, um seine Herkunft und seine Natur zu erklären; ohne sie wüssten wir gar nicht, was wir mit ihm anfangen sollen. Wir würden ihn entweder als rein menschliche Persönlichkeit oder überhaupt nicht als wirkliche Person betrachten.

Der hl. Thomas von Aquin beschreibt sie so: “Sie ist das goldene Buch, geschrieben vom Finger der rechten Hand Gottes, um die Dunkelheit dieser Welt zu erhellen.” Sie ist das besondere Werkzeug des Heiligen Geistes, um uns die ewigen Wahrheiten zu lehren, um Jesus Christus verständlich zu machen und um die Irrlehren zu zerstören.

Jesus ist nicht nur der Sohn seines Vaters, sondern auch der wahre Sohn seiner Mutter. Daher werden wir ohne Frage bei sorgfältiger Betrachtung eine Ähnlichkeit und ein Abbild von ihr in allem erkennen können, was er getan hat.

Der Platz und der Wirkungskreis von Marias Mutterschaft ist so groß, dass wir mit dem großen hl. Alfons von Liguori bekennen müssen: „Die Rettung der Welt hängt davon ab, dass Maria bekannt gemacht wird, und die Seelen zu einem Vertrauen auf ihre Fürbitte begeistert werden.“ So wollen wir sie niemals und unter keinen Umständen kleiner machen oder beiseite lassen!

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Herzlich Willkommen

„... unter der Führung Marias, die im Bild vor ihnen stand,
begannen sie zu überlegen,
wie sie Gott am besten gefallen und was sie tun könnten,
damit er in Seiner Welt geliebt werde.“

(Handbuch der Legion Mariens)

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