Bericht über das Senatustreffen am 18. April 2009

1. ALLOCUTIO
gehalten vom Geistlichen Leiter des Senatus P. Florian Calice CO

Liebe Legionäre!
Heute werden wir das erste Mal nach vielen Jahren wieder um einen Glauben bitten, „an dich” – nämlich den Herrn – und „ein Vertrauen auf sie” – die Muttergottes – „in solcher Fülle, der es gegeben ist, die Welt zu erobern”.
Warum ist das so ein Herzensanliegen? Warum ist das so hilfreich? Es ist ja die wörtliche Übersetzung aus dem Englischen (a faith to conquer the world). Ich glaube wir kennen alle aus unserm religiösem Leben, im eigenen Bemühen, im Streben im religiösen Leben voran zu kommen und natürlich genauso im Apostolat diese Erfahrung, dass es bestimmte Bereiche gibt, von denen wir den starken Eindruck haben, die sind uns nicht zugänglich. Ein bestimmtes Wachstum im religiösen Leben, von diesem würde man bestenfalls träumen, aber man kann sich nicht vorstellen, in solcher Weise einmal beten zu können oder bestimmte Tugenden zu erlangen oder die Fähigkeit zu haben, ein bestimmtes Opfer zu bringen usw. Oder wenn wir an die Präsidien denken, dass wir über bestimmte Probleme hinweg kommen, dass unser Präsidium mit etwas älteren Legionären, das nur wenig integriert in die Pfarre ist, zum Beispiel ein Jugendpräsidium einmal gründet. Das sind so Bereiche – wenn wir ehrlich sind, haben wir da schon innerlich abgeschlossen und begnügen uns damit zu sagen, das wird nie so sein, dass wir da ein Jugendpräsidium haben werden. Oder im Apostolat: dass wird nie sein, das jene Menschen für Christus gewinnen können.
Jetzt sagt uns die Legion in den Schlussgebeten, dass wir bitten sollen um einen ganz bestimmten Glauben – deswegen ist die Formulierung so wichtig – nämlich einen Glauben, der fähig ist „zu erobern”, der diese für uns noch unzugänglichen Bereiche erreichbar macht, einen Glauben also, der so groß ist, dass er uns gleichsam über eine Mauer hinweghilft auch dorthin zu kommen, woran wir nie gedacht haben, dass wir dorthin kommen können. Vielleicht erinnern sie sich: Jesus sagt im Johannesevangelium „wer an mich glaubt, wird die Werke vollbringen, die ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird noch größere vollbringen.”
Als Frank Duff die Schlussgebete – die im wesentlichen ein Zitat aus dem Goldenen Buch sind – verfasst hat, ist ihm dies vor Augen ge-standen: ja es gibt eben einen Glauben, der eine solche Begeisterung und eine solche Kraft in sich trägt, dass er auch dorthin kommt, wo wir nicht hinkommen – dass er uns zu dem hinträgt, was für uns nicht erreichbar scheint. Und dieser Glaube ist eine Gnade. Um diesen müssen wir bitten, wir können nicht sagen, ich muss jetzt nur anders denken – es geht nicht nur um die „power of positive thinking” – dies genügt nicht, obwohl das sehr wichtig ist. Das ist eine Gnade, dass unser Herz von solch einem Glauben ergriffen wird. Oft wenn wir über die Muttergottes nachdenken, dann sagen wir, dass sie einen sehr schönen Glauben gehabt hat. Aber nicht immer sieht man so deutlich, dass der Glaube der Muttergottes ein Glaube ist, der heroisch war – auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite doch wieder ein Glaube ist, der ein Normalfall für den Christen ist. Wir sehen näm-lich, dass Gott in der Art und Weise wie er die Menschen führt – die ganze Offenbarung bezeugt das, besonders Jesus in seinem Umgang mit seinen Jüngern – im letzten sich selbst verherrlichen möchte, in-dem er uns herausfordert, ihm einen solchen Glauben zu schenken, der seiner Größe und Güte gerecht wird. Einen Glauben, der weiter-geht als menschliche Berechnung oder was der Mensch sind vor-stellen kann oder was er sich traut zu erhoffen.
Liebe Legionäre, dass ist der wahre Glaube, und uns muss bewusst sein, dass wir es sehr nötig haben, aufrichtig darum bitten: Ja, ich möchte so einen Glauben haben, der mich trägt in das Gebiet in Feindeshand, damit ich es gewinnen kann. Ein schönes Beispiel ist auch der Apostel Paulus, der selbst so ein „Feindesland” war, dass Jesus erobern musste. Deshalb sagt er: „Ich bin von Christus erobert worden.” Er war eine echte Beute, die da dem Herrn gelungen ist.
Beten wir also mit Demut und Festigkeit, dass der Herr uns hilft. Denn er möchte, dass wir das, was für uns noch nicht erreichbar scheint, dass uns das alles geschenkt wird. Wir trauen uns gar nicht daran zu glauben, dass es so ist, deswegen müssen wir um den Glauben bitten.

2. BERICHTE

JAHRESBERICHTE

Präsidium „Mater dolorosa”, Wien 15
Das Präsidium zählt 7 Legionäre mit Versprechen, 21 Geistliche Ad-jutoren und 48 Hilfslegionäre. In den letzten Monaten gab es 4 Interessenten. Hauptaufgabe des Präsidiums ist die Betreuung von aktiven und ehemaligen Straßenmädchen und deren Angehörigen. So wurde Nachtapostolat gemacht und ehemalige Prostituierte wurden telefonisch kontaktiert, in Cafes getroffen und zu Hause besucht. Viel Zeit nahm die Begleitung der Tochter einer Betreuten in Anspruch. Neben vielen verschiedenen Einladungen wurde vom Präsidium vor allem für die Einkehrtage in Heiligenkreuz geworben. Erfreulich dabei ist, dass mehrere der mitgefahrenen Teilnehmer die Gelegenheit zur Beichte nützten. Weiters gab es Bemühungen der Legionäre um die kirchliche Hochzeit eines Paares und um ein ehemaliges Straßen-mädchen zum katholischen Glauben und ihren Sohn zur Taufe zu führen.

VIERMONATSBERICHTE

Comitium Prag
Im Februar wurde ein neuer Kassenführer gewählt. Das Comitium organisiert monatliche eine Messe zu Ehren von Frank Duff. Viele Legionäre fuhren zur Winterschule nach Brünn. Mehrere Präsidien begannen mit der Betreuung von Gefangenen. Seit Jänner gibt es die erste Patrizierrunde zu der 20 Teilnehmer kamen. Mit Besuchen bei mental behinderten Jugendlichen wurde begonnen. Als Vorbereitung für den Papstbesuch in Tschechien im September werden nun auch Tür-zu-Tür-Besuche an bestimmten Orten gemacht.

Comitium Brünn
Im gesamten Comitiumsgebiet gibt es 2 neue Legionäre und 8 Legionäre sind in Probe. Die Mitglieder eines Präsidiums bemühen sich um Obdachlose in einem Heim. Die Winterschule für tschechische Legionäre wurde organisiert, es nahmen 93 aktive Legionäre daran teil. Auch die neue tschechische Legionszeitschrift wird schon reichlich eingesetzt. Ganz erfreulich: 65 Sakramenten-empfänge und 20 Krankensalbungen konnten vermittelt werden. Die Gebete für die Seligsprechung Edel M. Quinns wurden ins Tschechische und Slowakische übersetzt.

Curia Trnava
Im Berichtszeitraum wurden sowohl Präsident als auch Vizepräsident für die zweite Amtszeit wiedergewählt. Ein paar Legionäre nahmen an der Winterschule in Brünn teil. Hauptsächlich werden alte und kranke Menschen besucht, die leider nicht mehr zu hl. Messe gehen können. Dabei vermitteln die Legionäre vor allem die Beichte und die Krankenkommunion. Die Curia bereitet gerade den Druck der Gebete um die Seligsprechung von Frank Duff und von Edel M. Quinn vor.

Comitium Zseliz
Während der letzten Monate konnten 4 neue Legionäre und 29 Hilfs-legionäre gewonnen werden. In einer Pfarre laufen Bemühungen für eine Ausbreitung, zwei weitere Priester warten schon auf die Legionäre für die Errichtung von Präsidien. Bei den Besuchen in Spitälern und Heimen werden die Sakramente vermittelt. So empfing ein Kranker wenige Stunden vor seinem Tod noch die Sakramente. Weiters wurde die Wandermuttergottes in viele Wohnungen gebracht. Dadurch war es möglich, dass dem Pfarrer Listen über Interessierte an der Osterbeichte übergeben werden konnten.

Curia Wien Nordwest
Die Curia kümmerte sich besonders um die Amtsträger der Präsidien. Legionäre zweier Präsidien beteiligten sich an der Aktion „Liebes-brief von Gott” (eine Valentinstagsaktion der Kirche). Alle Präsidien luden für den Mariologischen Kongress ein und nahmen auch selber daran teil. Gemeinsam mit einer Nachbarcuria beteiligten sich die Legionäre am Apostolat am Kalvarienberg. Erfreulich: Ein Kirchen-rücktritt und 4 Austritte konnten erreicht werden.

Curia „Maria Treu”
Die Curia bereitet gerade Exerzitien für Legionäre vor. Ein schwaches Präsidium konnte neue Mitglieder bekommen und organisiert nun monatliche Anbetungsstunden. Legionäre der Curia machten beim Apostolat am Kalvarienberg mit. Ein Betreuter steht kurz vor der Taufe. Erfreulich: 2 neue Legionäre, 1 Anwärter und 1 neuer Hilfs-legionär.

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Herzlich Willkommen

„... unter der Führung Marias, die im Bild vor ihnen stand,
begannen sie zu überlegen,
wie sie Gott am besten gefallen und was sie tun könnten,
damit er in Seiner Welt geliebt werde.“

(Handbuch der Legion Mariens)

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