Bericht über das Senatustreffen am 21. März 2009

1. ALLOCUTIO
gehalten vom Geistlichen Leiter des Senatus P. Florian Calice CO

Liebe Legionäre!
Manchmal könnte man den Eindruck haben, dass der Legionsdienst trotz der Dramatik, die uns die Sprache der Legion und die Tessera eigentlich vermitteln, relativ harmlos sei. Was ist letztlich dabei, wenn wir einsame, kranke, alte Menschen besuchen, oder uns um Kinder kümmern, oder Menschen auf der Straße oder in den Häusern die Wunderbare Medaille anbieten, wenn man einmal die Menschen-furcht überwunden und es gelernt hat, auf andere zuzugehen.
Und doch: der Legionsdienst ist alles andere als harmlos, denn er ist ein wirklicher geistlicher Kampf. Paulus sagt darüber: „Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Be-reichs. Darum legt die Rüstung Gottes an … Gürtet euch mit Wahr-heit, zieht als Panzer die Gerechtigkeit an15 und als Schuhe die Bereit-schaft, für das Evangelium vom Frieden zu kämpfen.16 Vor allem greift zum Schild des Glaubens! Mit ihm könnt ihr alle feurigen Geschosse des Bösen auslöschen.17 Nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist das Wort Gottes.” (Eph 6)
Um unseren Dienst wirklich leisten zu können, keinen Scheindienst, sondern eine wirkliche Mitarbeit mit der Muttergottes beim Zertreten des Schlangenhauptes, müssen wir ausgerüstet sein mit dem nötigen Rüstzeug: und das ist an erster Stelle der Glaube. Wir müssen selbst fest im Glauben verankert sein. Damit ist nicht nur gemeint, dass wir fest glauben, sondern auch, dass unser Glaube ein erleuchteter Glaube ist, dass unser Glaube dem Geheimnis Gottes entspricht, dass wir sozusagen up to date, am letzten Stand sind. Der Glaube muss näm-lich nicht nur insofern wachsen, dass wir immer mehr festhalten an den Glaubenswahrheiten, sondern auch darin, dass diese Glaubens-wahrheiten unserem Geist auch aufgehen, und unser Denken davon durchtränkt wird.
Der Glaube, sagt Paulus, kommt vom Hören, kommt aus der Be-gegnung mit dem Wort Gottes. Denn Gott selbst spricht zu uns, tut sich und seinen Willen uns kund. Wer das Wort Gottes nicht gut kennt, wird auch Gott und seinen Willen nicht wirklich kennen. Deshalb lobt der Herr mehrmals die, die das Wort Gottes hören und befolgen.
Wie wichtig waren da z.B. die Evangelien der letzten Wochentags-messen: denken wir nur daran, wie uns da deutlich wird, dass alles nichts ist, was nicht Liebe zu Gott und zum Nächsten ist. Oder wie jegliche Selbstgerechtigkeit nicht nur fehl am Platz ist, sondern uns sogar vom Reich Gottes ausschließt: „Wer sich selbst erhöht…”
Paulus bezeichnet das Wort Gottes als „kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert; es dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Gelenk und Mark; es richtet über die Regungen und Gedanken des Herzens…” (Hebr 4) Das Wort Gottes reinigt uns, repariert sozusagen unser Denken und Wollen, unser Bild von Gott, unsere Vorstellung von seinem Willen und unser eigenes Streben.
Nur wenn ich ganz im Willen Gottes stehe (und darin besteht die Heiligkeit! und etwas anderes brauchen wir gar nicht, etwas Größeres gibt es gar nicht) kann ich in diesem Kampf der mir aufgetragen ist, wirklich etwas bewirken.
Paulus sagt weiter zu diesem geistlichen Kampf: „Wir leben zwar in dieser Welt, kämpfen aber nicht mit den Waffen dieser Welt.4 Die Waffen, die wir bei unserem Feldzug einsetzen, sind nicht irdisch, aber sie haben durch Gott die Macht, Festungen zu schleifen; mit ihnen reißen wir5 alle hohen Gedankengebäude nieder, die sich gegen die Erkenntnis Gottes auftürmen. Wir nehmen alles Denken gefangen, so dass es Christus gehorcht.” (2 Kor)
Das geht aber nur, wenn mein Apostolat von diesem erleuchteten Glauben getragen ist, wenn mein Herz in der Erwägung dieser Wahr-heiten zuhause ist, so dass bei mir der „Mund von dem spricht, wovon das Herz voll ist”…
Es heißt deshalb einmal: „Ihr seid neu geboren worden, nicht aus ver-gänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen: aus Gottes Wort, das lebt und das bleibt. (1 Petr 4). Aus dem Wort Gottes heraus wird der Christ geboren. In einer Privatkapelle des Papstes befindet sich eine Ikone, auf der ein Lieblingsthema der Kirchenväter dargestellt wird: man sieht wie die Jungfrau Maria die Worte Gottes in sich auf-nimmt und in ihrem Inneren damit das Bild Christi strickt.
All dies wurde sehr eindrucksvoll bei der Weltbischofssynode im vergangenen Oktober in Rom bekräftigt. Konkret bedeutet dies für uns, dass das Wort Gottes unbedingt Bestandteil unserer täglichen Nahrung werden sollte. Wir können selbst damit beginnen die Evangelien oder Briefe Abschnitt für Abschnitt durchzukauen, oder wir besorgen uns den Wochentagsschott und betrachten die täglichen Schriftlesungen ein wenig; manche haben auch das Magnificat ent-deckt. Sehr gut können wir dies mit dem Rosenkranz verbinden, in-dem wir uns für die Rosenkranzgeheimnisse die entsprechenden Evangelienstellen durchlesen, bzw. beim Lesen des Wortes Gottes, Vers für Vers ein „Gegrüßet seist du Maria” einfügen um so die Muttergottes Christus in uns stricken zu lassen.

2. BERICHTE

JAHRESBERICHTE

Präsidium „Maria, Sedes Sapientiae”
Das Präsidium, das seinen Sitz in der Katholischen Hochschul-gemeinde hat, zählt 10 Legionäre mit Versprechen, 1 Legionär ist in Probe. Weiters gehören dem Präsidium 35 Hilfslegionäre, davon 7 Adjutores, an. Arbeiten sind: Apostolat an der Uni, wo zur Messe und zu diversen Veranstaltungen eingeladen wird. Die Legionäre gestalten Hl. Messen in der KHG und im Dom und machen am Schwedenplatz Straßenapostolat und laden dabei zu den X-Festen ein. An ver-schiedenen Veranstaltungen wurde teilgenommen bzw. mitgearbeitet: So zum Beispiel beim Pfingstkongress in Salzburg, beim Weltjugend-tag in Sydney und Wien, bei der Euro 08, dem Mariologischen Kongress und dem YOU-Magazin. Neue Arbeiten sind unter Anderem: Monatliche Messe in einem Studentenheim mit an-schließendem Essen und Kennen lernen, Teilnahme bei einem Info-treffen eines neuen Präsidiums.

Präsidien „Mary, Mediatrix of all Graces” und „Mary, Mother of our Saviour”
Das erste philippinische Präsidium zählt 12 aktive Legionäre und 5 sind in der Probezeit. Das zweite Präsidium wurde im Februar 2008 gegründet und zählt 9 Legionäre mit Versprechen und 6 Anwärter. Arbeiten sind: Familienvisiten, Besuche bei Kranken und Apostolat in Einkaufszentren und auf der Straße. Weiters wird die Wandermutter-gottes zu philippinischen Familien gebracht. Früchte dieser Besuche sind 3 Beichten, 3 Wiedereintritte in die Kirche und 2 Familien haben ihre Kinder in der Pfarrgemeinde taufen lassen. In einem Pensionistenheim wird zu einer Gebetsrunde und zur Messe ein-geladen. Seit einiger Zeit gibt es das Projekt „Kinderkatechismus”: während der Sonntagsmesse wird 4 bis 7-jährigen Kindern das Tages-evangelium erklärt. Derzeit bemühen sich die Legionäre Grundlagen zu schaffen, dass ein drittes philippinisches Präsidium errichtet werden kann.

VIERMONATSBERICHTE

Comitium Hollabrunn
Vor Kurzem konnte ein neues Präsidium gegründet werden. Die Legionäre haben bereits 6 neue Hilfslegionäre geworben. Vom Comitium wurden Exerzitien organisiert. Am Mariologischen Kongress nahmen etwa 25 Legionäre teil. Amtsträger des Comitiums bemühten sich um eine Curia. Der Geistliche Leiter des Comitiums lud zu einem „Geistlichen-Leiter-Tag” ein, es folgten 13 Priester dieser Einladung. Die Legionäre wurden gebeten sich auf die Weihe an Maria zur vollkommenen Hingabe an Jesus durch Maria vorzu-bereiten.

 Comitium „Unter dem Wienerwald”
Im Comitiumsgebiet gibt es Ausbreitungsbemühungen. 1 Präsidium konnte geteilt werden. 17 Legionäre beteiligten sich an einer Aus-breitung in einem Wallfahrtsort. Weiters wurden zwecks Gründung von Präsidien Kontakte mit verschiedenen Pfarren geknüpft. 9 Legionäre waren bei der Winterschule des Senatus. Das 400. Comitiumstreffen war ein besonders Erlebnis: neben dem Senatus-präsidenten konnten auch frühere Amtsträger des Comitiums begrüßt werden. Derzeit gibt es Bemühungen um „Mütter-beten-Runden”, Apostolat an Flüchtlingen (3 wurden getauft) und Besuche bei kranken Legionären. Originelle und empfehlenswerte Idee: In einer Gemeindeeinladung findet sich zwischen Stelzenessen und Kegel-scheiben die Einladung zu einer Patrizierrunde.

Comitium Ybbs
Im Rahmen der Neuordnung der Legion Mariens im südlichen Teil der Diözese St. Pölten wurde der Curia Ybbs die Aufgaben eines Comitiums übertragen. Das Comitium ernannte für die ange-schlossenen Curien jeweils einen Korrespondenten. Ein wichtiger Schwerpunkt des Comitiums soll die Schulung der Amtsträger so-wohl der Curien als auch der Präsidien sein. So wird gerade ein Amts-trägertag zum Thema „Apostolat” vorbereitet. Die Legionäre machen Hausbesuche, tragen dabei die Wandermuttergottes weiter, besuchen Kranke und führen Gebetsrunden. Die Jugendpräsidien konzentrieren ihr Apostolat auf die Jugendlichen. Das Comitium organisierte auch einen Einkehrtag an dem etwa 120 Teilnehmer gezählt wurden.

Comitium Zwettl
6 Legionäre waren bei der Winterschule und 20 fuhren zum Mario-logischen Kongress nach Wien. Ein neuer Kassenführer wurde ge-wählt. Derzeit wird ein Ausbreitungsplan ausgearbeitet, der alle Pfarren in den Dekanaten in Betracht zieht. Beim geistlichen Teil des Gemeinschaftsfestes wurde der Artikel des Bischofs Dr. Klaus Küng aus der RL verwendet. 3 Legionäre in Probe werden derzeit auf das Versprechen vorbereitet.

Curia Wien Floridsdorf
Die Legionäre machten die 33-tägige Vorbereitung für die Weihe an Jesus durch Maria auf den 8. Dezember hin. Die Legionäre bemühen sich, Leute anzusprechen. Es gibt in der Curia Anbetungen, Bibel-runden, Rosenkranzandachten. Im Advent gab es auch Herbergs-suche.

Curia „Ancilla Domini”
Im Berichtszeitraum konnten 2 Gebetsrunden gegründet werden. Nach einem Gespräch mit einem Priester ist es nun möglich dem Pfarrgemeinderat die Legion vorzustellen. Für den Mariologischen Kongress wurden die Pfarren mit der Einladung und einem Plakat besucht. Neu ist das Apostolat vor U-Bahnstationen. Eine Legionärin begann mit der Leitung einer Erstkommuniongruppe. Die Curia organisierte auch einen Einkehrtag für die Legionäre, ebenso gab es Teilnehmer von der Nachbarcuria.

Markiert als:

Wollen Sie uns schreiben?

Bitte beachten Sie: Kommentare werden von Hand freigeschalten. Es kann daher eine Weile dauern bis Ihr Kommentar aufscheint. Vielen Dank für Ihre Geduld!



Herzlich Willkommen

„... unter der Führung Marias, die im Bild vor ihnen stand,
begannen sie zu überlegen,
wie sie Gott am besten gefallen und was sie tun könnten,
damit er in Seiner Welt geliebt werde.“

(Handbuch der Legion Mariens)

Weiter