Haben die Katholiken Maria an die Stelle des Heiligen Geistes gestellt?

Von Frank Duff

Aus der Artikelsammlung “DIE HEILIGE DREIFALTIGKEIT UND MARIA”
Herausgegeben von Andreas Seidl

Frank Duff hat sich in seinen verschiedenen Reden zum Thema „der Heilige Geist und Maria“ wiederholt mit den kritischen Einwänden gegen die katholische Lehre über Maria geäußert. Diese zum Teil fast gleichlautenden Stellungnahmen sind hier in einem eigenen Beitrag zusammengefasst. Sie stammen aus „Die Frau, mit der Sonne bekleidet“, „Die mystische Vereinigung zwischen dem Heiligen Geist und Maria“ und „Marienverehrung ist bei weitem die beste Verehrung des Heiligen Geistes“.

In einem kürzlich erschienenen Artikel widmet sich der ausgezeichnete Mariologe Laurentin einem eher ungewohnten Aspekt der Frage über die Mitwirkung Marias: Er spricht darüber, dass neuere protestantische Schulen in letzter Zeit einige vorsichtige Schritte zur Lehre über Maria gemacht haben, aber immer noch denken, dass wir in dieser Richtung zu weit gehen. Er zitiert eine Reihe von Schriftstellern, die den Einwand erheben, in der katholischen Lehre habe die selige Jungfrau den Platz des Heiligen Geistes eingenommen: Wir schreiben ihr Aufgaben zu, die die Heilige Schrift dem Heiligen Geist zuweist, und wir erwähnen dabei nicht einmal seinen Namen.

Früher war das Lieblings-Argument, dass wir Maria auf den Platz Jesu stellen. Diesen früheren Einwand hat schon Kardinal Newman auf seine gewohnt wirkungsvolle Weise beantwortet: Wir können Maria nur an die Stelle Jesu setzen, wenn wir ihn auf eine rein menschliche Ebene herunter geholt haben. Auch für die andere Behauptung trifft dasselbe Argument in ähnlicher Weise zu. Wir können den Heiligen Geist und Maria nur auf den Platz des jeweils anderen stellen, wenn wir ihre Rollen verwechseln. Das dürfen wir aber nicht tun.

Die Protestanten beschuldigen uns, Maria an die Stelle des Heiligen Geistes zu stellen.

Jetzt ist der Heilige Geist in Mode gekommen, und die Anklage wird scharfsinnig modernisiert, indem man behauptet, die Katholiken hätten die selige Jungfrau an die Stelle des Heiligen Geistes gestellt. Überall, wo er in Erscheinung treten sollte, hätten wir sie hingesetzt. Überall, wo er gepriesen werden sollte, hätten wir statt dessen sie genannt. Er werde ausgeschlossen. Sie werde so übertrieben, dass sie praktisch und tatsächlich auf eine göttliche Ebene erhoben werde. Wir behandelten Maria also als Göttin.

Jene Schriftsteller führen für ihre Behauptung eine Reihe von Texten an: Etwa, dass der hl. Johannes sagt, die mütterliche Aufgabe des Heiligen Geistes werde erst nach dem Weggang des Herrn in vollem Umfang einsetzen. Dagegen sprechen die Katholiken von Marias Mutterschaft, die schon auf Golgatha begonnen habe. Jesus spricht von seiner intimen Nähe zum Heiligen Geist. Die Katholiken bestehen aber auf der Nähe zwischen Maria und Jesus. Jesus erklärt: „Ich werde euch nicht als Waisen zurück lassen.“ (Jo 14,18)  „Ich werde den Beistand zu euch senden.“ (Jo 16,7) Die katholische Frömmigkeit hält aber daran fest, dass Maria uns als Kinder angenommen hat. Nach dem hl. Johannes ist der Heilige Geist unser Tröster und Beistand. Aber die Katholiken nennen Maria so. Zuletzt sagt die katholische Kirche, dass Maria Christus in uns formt, wo doch diese Formung grundsätzlich das Werk des Heiligen Geistes ist.

Auf den ersten Blick unterstützen diese Texte den Vorwurf gegen uns. Wir glauben zwar nicht, dass Maria die Rolle des Heiligen Geistes einnimmt, aber wir erwähnen sehr oft ihren Namen, ohne den seinen zu nennen. Es stimmt, dass die Ausspendung der Gnaden, die wir Maria zuschreiben, wesenhaft dem Heiligen Geist zusteht.

Theologisch gesehen haben die Kritiker Recht, aber wir haben ebenso Recht. Ohne Zweifel sind diese Aufgaben von der Heiligsten Dreifaltigkeit dem Heiligen Geist zugeteilt. Sie sind aber ebenso Aufgaben Marias, und zwar wegen ihrer Vereinigung oder bräutlichen Rolle gegenüber dem Heiligen Geist. Was einer von den Beiden tut, tut auch der andere. Wir glauben, dass er sie mit seinem ganzen Wirken für die Menschen innig verbunden hat, und dass nach seinem Willen die Menschen das anerkennen, sich an sie wenden und sie ehren sollen. Das ist die ständige Lehre der Kirche in Bezug auf das Verhältnis zwischen dem Heiligen Geist und der seligen Jungfrau.

Wie sollen wir die Frage der Beziehung des Heiligen Geistes zu Maria lösen? Wo hat jeder seinen Platz? Wann sollen wir den einen nennen, wann die andere? Wir wollen bildlich gesprochen unsere Schuhe ausziehen und uns diesem heiligen Thema auf den Knien nähern!

Es wäre im höchsten Grade falsch, den Heiligen Geist durch Maria zu ersetzen, aber es wäre ebenso gegen die göttliche Absicht, sie wegzulassen. Es haben nämlich beide ihre eigene besondere Aufgabe, und eine ergänzt die andere. Wenn einer von beiden weggelassen wird, wird der Plan Gottes zerstört.

Es ist unnötig zu betonen, dass der Heilige Geist bei weitem den ersten Platz einnimmt. Die Frage gilt der Berechtigung, dem Ausmaß und der Art unserer Zuwendung zu Maria. Führt ihre Erwähnung dazu, dass der Heilige Geist ausgeschlossen wird?

Aber versteigen sich diese Kritiker womöglich zu der Behauptung, dass Gott weder der seligen  Jungfrau noch den Heiligen oder den Engeln eine Tätigkeit zugesteht? Dass er gar keine Mitwirkung braucht mit Ausnahme der unbelebten Dinge wie etwa der Naturgesetze? Sie bemerken doch sicher, dass Gott vielen Menschen eine Mitwirkung mit der Gnade überträgt. Warum dann nicht auch denen, die von diesem irdischen Zustand in den Himmel aufgestiegen sind und dort herrschen. Das ist unlogisch.

Jedenfalls können diese Menschen in unserer Haltung zu Maria nur einen Eingriff in göttliche Rechte sehen. Sie glauben, dass wir Gott weitgehend aus seine Herrschaftsbereich vertrieben und diesen einem Geschöpf übertragen haben, an das wir unsere Bitten und unseren Dank richten, gerade so, als wäre es allein für dieses ganze Wirken verantwortlich. Über diese Ungeheuerlichkeit sind diese Kritiker erschüttert. Aber sie sind nicht allein. Sie finden heute auf katholischer Seite viele, die ihnen zustimmen, dass die volkstümliche Marienverehrung zu weit geht und beschnitten werden muss.

Der Standpunkt der Nichtkatholiken ist klar und einfach: Sie sagen, dass die Verehrung Marias den Heiligen Geist verdrängt. Sie glauben, dass Maria in der Gnadenordnung keinen Platz hat, und behandeln sie auch so zu. Es ist aber enttäuschend, dass diese Argumentations-Linie von katholischen Schriftstellern so begeistert aufgegriffen wird, deren einziges Bemühen darin zu bestehen scheint, alles auszuhöhlen, was in der Überlieferung über die seligste Jungfrau gelehrt worden ist. Ich kann mir nicht helfen, ich halte so jemanden für einen höchst fragwürdigen Katholiken, dessen Seele sogar in Gefahr ist. Er weicht von der katholischen Linie ab und bewegt sich am Rande der Rechtgläubigkeit, oder er kommt gar in protestantisches Fahrwasser.

Es ist Tatsache, dass das Konzil gelehrt hat, dass Maria Beistand, Helferin, Mitarbeiterin und Mittlerin ist. Ihre einflussreiche Aufgabe wurde im letzten Kapitel der Konstitution über die Kirche beschrieben. – Manche Leute haben diese Stellen für Zitate aus dem Handbuch der Legion gehalten.

Papst Paul VI. hat darauf bestanden, dass Maria im Christentum wesentlich ist und zu seinem inneren Kern gehört. Wenn man sie wegließe, würde das Ganze  zerstört. Das Wesentliche des wahren  Christentum wäre nicht länger gewahrt. Es wäre  etwas anderes, eine Fälschung. Es ist eine Tatsache, dass Maria in der katholischen Theologie und Tradition einen bestimmten Platz hat. Sie ist ein lebenswichtiger Teil im Gefüge der Religion.

Über alle diese wunderbaren Aussagen schweigt man und klagt nur darüber, dass Maria den Heiligen Geist beraubt. Was ist das für ein Katholizismus? Die Folge davon zeigt sich in einer Besorgnis erregenden Abnahme der Marienverehrung.

Speziell die Legion  Mariens versucht man in die Defensive zu drängen. Ihr Bild von Maria und ihrer Rolle im Gnadenhaushalt wird von manchen als eine Art Fanatismus angesehen. Das führt einen zu der Frage: Haben diese Personen das 8. Kapitel der Konstitution des II. Vatikanischen Konzils über die Kirche gelesen? Denn die Legion geht in keiner Weise über dieses Dekret hinaus! Wenn nicht, so wirft das ein seltsames Licht auf sie. Wenn sie es aber gelesen haben und ablehnen, dann ist jedes Wort von ihnen zu diesem Thema bedeutungslos.

Natürlich wissen alle diese Kritiker und Angreifer ein Heilmittel gegen diese unrichtige Bevorzugung der seligen Jungfrau: Sie müsse auf ihren richtigen Platz verwiesen werden. Was sie damit meinen, bedeutet in Wirklichkeit ihre Bedeutungslosigkeit. Dann werde der Heilige Geist wieder an seinen Platz kommen, von dem sie ihn verdrängt habe!

Ohne Zweifel werden die Kritiker dagegen protestieren und behaupten, dass es nicht ihre Absicht sei, unsere Liebe Frau los zu werden. Ihr Ziel sei nur, alles in das richtige Verhältnis zu setzen. Aber was ist dieses richtige Verhältnis? Wann soll Maria vorkommen? Können uns diese Personen die Gelegenheiten aufzählen, wann sie genannt werden darf, ohne dass sie damit an die Stelle des Heiligen Geistes gestellt wird?

Wenn man weniger über Maria sprechen soll, wo sollte man damit beginnen und wo aufhören? An welchem Punkt der absteigenden Skala kann berechtigter Weise gesagt werden: „Genau hier!“ Wenn der Heilige Geist angeblich erwartet, uns ohne Mithilfe Marias zu empfangen, warum sollte sie dann überhaupt einbezogen werden?

Das klingt einigermaßen vernünftig: Warum sollen wir einen Umweg gehen, wenn wir auch eine gerade Straße nehmen können? Aber sogar in der natürlichen Ordnung kann so eine Vereinfachung in die Irre führen. Viele direkte Straßen sind nicht befahrbar, und man muss einen Umweg nehmen. Um einen See muss man herumfahren und in bergigem Gelände in Serpentinen.

Darauf kann man antworten, dass in der übernatürlichen Ordnung keine Umwege und keine  solchen Hilfsmittel wie die selige Jungfrau nötig sind. Wir können und sollen direkt zum Heiligen Geist gehen!

Ich verweile bei dieser Art von Argumenten, weil sie einen verheerenden Einfluss auf Leute haben, die von der christlichen Lehre keine Ahnung haben. Wenn einmal Zweifel an der seligsten Jungfrau aufkommen, und seien sie noch so gering, so wird ihre Mutterrolle nicht mehr richtig gesehen, und das hat verheerende Folgen. Wenn wir irgend welche Bedenken haben, uns an sie zu wenden, dann führt das dazu, dass sie aus ihrer Stellung, so wie die Kirche sie schildert, geschickt hinaus manövriert wird.

Nur einen bestimmten Teil unserer Aufmerksamkeit Maria zuwenden und den Rest dem Heiligen Geist, wäre lächerlich und undurchführbar. Wenn das Argument überhaupt richtig ist, dass sie unbefugt in sein Gebiet eingedrungen ist, müsste es vermutlich für jede einzelne Erwähnung angewandt werden! Dann würde jeder ihr gegenüber so vorsichtig und ängstlich werden, dass man nicht einmal mehr ihren Namen nennen würde. Das wäre das Ende jedes Gedankens an eine Marienverehrung.

So argumentieren jene protestantischen Gelehrten dafür, Maria ganz wegzulassen und statt ihrer immer den Heiligen Geist zu nennen, und zwar aus zwei  Gründen: einerseits wegen seiner göttlichen Würde und andererseits zur Vermeidung der angeführten Missverständnisse.

Aber dieser Vorschlag bringt Schwierigkeiten mit sich: Wenn man Maria weglässt, werden die Leute auf den Gedanken kommen, dass sie gar keine Rolle spielt, während ihr doch die zwar untergeordnete, aber doch lebenswichtige Rolle zugeteilt worden ist, an jeder Phase der Erlösung mitzuwirken, so sehr, dass man sagen kann, diese  hänge auch von ihr ab. Jede Kette besteht aus mehreren Gliedern und wird durch den Bruch eines ihrer Glieder zerstört. Daher ist es wesentlich, sich Marias Rolle vor Augen zu halten und sie nicht der Gefahr des Vergessens, Auslassens oder Verschweigens auszusetzen.

Aber begehen wir nicht den gegenteiligen und noch größeren Fehler, nämlich den Heiligen Geist auszulassen, wie immer wieder eingewandt wird? Das ist nicht der Fall. Jeder normal gebildete Katholik weiß, dass der Heilige Geist alle Gnadengaben bewirkt, und dass Maria nur als Mitwirkende daran beteiligt ist. Auch stimmt die Behauptung nicht, dass der Name des Heiligen Geistes ganz unterdrückt werde. Er wird ständig als der Wirkende in all diesen Geheimnissen genannt. Es läuft offenbar darauf hinaus, dass diese Gegner in Wirklichkeit den Namen Marias bei all diesem Gnadenwirken gar nicht genannt haben wollen.

Diese kritischen Denker gehen davon aus, dass der Heilige Geist automatisch die Verehrung erhalten würde, die vorher der seligen Jungfrau gewidmet worden ist. Dazu möchte ich kritisch bemerken, dass außerhalb der Kirche heutzutage nicht Viele an den Heiligen Geist als eine reale eigene Person glauben dürften, während die Marienverehrung sicherlich den Glauben an ihn mit sich bringt.

Zur christlichen Religion gehört die Verpflichtung, Marias Rolle bekannt zu machen. Wir Katholiken erfüllen damit nur unsere Pflicht, auch gegenüber dem Heiligen Geist, denn wir glauben, dass er alle diese Geheimnisse bewirkt. Ich bin der Meinung, dass wir diese Tatsache oft genug und ausdrücklich genug betonen. Sicher kann man dem Legionssystem nicht Missachtung des Heiligen Geistes vorwerfen.

Wieder kommt der Einwand: „Aber Sie sprechen nicht oft genug über ihn. Meist redet man über Maria.“ Vielleicht stimmt das. Nehmen wir es für unsere Überlegung einmal als gegeben an, um dann eine Begründung anzugeben, warum es erlaubt sein könnte.

Es ist leicht und natürlich, von der Rolle zu sprechen, die Maria bei all den Geheimnissen der Erlösung spielt. Man kann sie dabei ja überall sehen. Sie hat daran auf eine Weise teilgenommen, die uns weitgehend verständlich ist. Daher ist es für uns einfach, diese Rolle zu erkennen und darüber zu sprechen.

Dagegen können wir den Heiligen Geist weder sehen noch verstehen. Die je eigenen Aufgaben der Personen der Heiligsten Dreifaltigkeit liegen außerhalb unseres Verständnisses, und wir haben sie einfach im Glauben anzunehmen. Wenn wir sowohl über das Sichtbare und Verständliche als auch über das Unsichtbare und Unverständliche sprechen müssen, wird unweigerlich das Einfachere stärker betont werden.

Als überzeugendes Beispiel dafür möchte ich eine analoge Situation anführen: nämlich die Erwähnung unseres Herrn Jesus Christus und der zweiten göttlichen Person. Ganz sicher nennen wir unseren Herrn viel öfter als die zweite göttliche Person, und zwar aus demselben Grund wie im vorherigen Fall. Dabei ist die göttliche Person das Lebensprinzip des Gottmenschen Jesus Christus. Selten oder nie sprechen wir davon, dass die zweite göttliche Person der Menge gepredigt, Wunder gewirkt hat oder gegeißelt worden ist, usw. Und doch war die zweite Person bei all diesen Dingen unmittelbar betroffen und gab ihnen ihren Wert.

Darauf können diese protestantischen Denker erwidern: „Es spielt keine Rolle, wenn die zweiten göttliche Person nicht eigens erwähnt wird, da sie ja eine und dieselbe Person wie Jesus Christus ist. Daher schließt jede Nennung Jesu auch seine göttliche Natur mit ein. Dagegen sind die dritte göttliche Person und Maria zwei Personen, und wenn man nur eine davon erwähnt, bedeutet das automatisch, dass man die andere weglässt.“

Dieser Einwand scheint gerechtfertigt und verlangt eine Antwort: Es stimmt, dass wir uns beim Sprechen über Jesus auf die zweite Person beziehen. Aber sogar hier können schwere Irrtümer passieren. Wir wollen uns erinnern, dass die große hl. Teresa einmal zu der Ansicht kam, dass die heilige Menschheit Jesu nur das Sprungbrett für die zweite göttliche Person ist. So konzentrierte sie sich auf diese so sehr, dass sie zur menschlichen Natur gar nicht mehr Zuflucht nahm. Sie erzählt uns, dass unser Herr ihr erschien, um diesen Irrtum zu korrigieren und darauf zu bestehen, dass er auch in seiner Menschheit verehrt werden muss.

Zweitens möchte ich darauf hinweisen, dass heutzutage der Unglaube die Gottheit Jesu  bestreitet, und dass Ungläubige ganz bestimmt nicht die Absicht haben, beim Reden über Jesus an die zweite göttliche Person zu denken.

Soviel zur zweiten göttlichen Person. Ich komme nun zu der dritten göttlichen Person und zu Maria. Es stimmt vollkommen, dass die Einheit der heiligen Menschheit Jesu mit der zweiten Person viel enger ist als die Marias mit der dritten Person. Denn – wie gesagt – Jesus ist die zweite Person Gottes, Maria ist hingegen nicht der Heilige Geist.

Aber darum geht es gar nicht. Die Hauptsache  ist, dass die Heiligsten Dreifaltigkeit eine innige und einzigartige Zusammenarbeit zwischen dem Heiligen Geist und Maria geplant hat, notwendig für die Menschwerdung selbst und für alle daraus entspringenden Folgen, und dass in dem Plan Gottes absolut vorgesehen war, dass diese Rolle Marias anerkannt werden muss. Daraus geht zwingend hervor, dass man in diesem Zusammenhang an Maria denken und sie nennen muss. Man würde Gottes Auftrag nicht entsprechen, wenn man immer vom Heiligen Geist und nie von Maria spräche.

Ich fasse zusammen: Protestanten denken nicht daran, Maria im Zusammenhang mit dem Wirken des Heiligen Geistes zu erwähnen, weil sie ihre Rolle nicht verstehen. Aber Katholiken sollten sie verstehen und in einer angemessenen Weise anerkennen. In seinem Artikel in der eingangs erwähnten kirchlichen Zeitschrift macht Lauretin die interessante Bemerkung, dass die Legion Marias die beste allgemein verständliche Erklärung bietet, um Marias Anteil am Werk des Heiligen Geistes praktisch zu erkennen.

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Herzlich Willkommen

„... unter der Führung Marias, die im Bild vor ihnen stand,
begannen sie zu überlegen,
wie sie Gott am besten gefallen und was sie tun könnten,
damit er in Seiner Welt geliebt werde.“

(Handbuch der Legion Mariens)

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