Bericht vom 701. Senatustreffen am 17. Jänner 2009

1. ALLOCUTIO
gehalten von Pfarrer Mag. Wolfgang Fürtinger

Meine lieben Legionäre!
Wir haben heute gehört: „Die Welt gehört dem, der sie liebt und diese Liebe unter Beweis stellt.” (HB S.105) Hier zitiert das Legionshand-buch den Heiligen Johannes Vianney. An dieser Aussage erkennen wir, dass dieser Heilige ganz genau gewusst hat, was er tut. Wie sehr seine Rechnung aufgegangen ist, ist allen bekannt. Wie aber ist so ein Leben möglich?
Wir wissen alle: Durch den Heiligen Geist.
Geschieht das ganz einfach automatisch oder haben auch wir einen Anteil an diesem Werk Gottes?
Ich darf das Handbuch zitieren: (HB S.105) „Ein Katholizismus, der sich kaum selbst zu erhalten vermag, wird das nicht vollbringen. Er-reichen kann es ein Katholizismus, der Christus, seinen Herrn, aus ganzem Herzen liebt und ihn daher auch in allen Menschen sieht und liebt, gleichgültig, wer und was sie sind.”
Quelle einer solchen Liebe zu den Menschen ist die Liebe zu Christus. Diese Liebe ist einerseits das Selbstverständlichste, so dass sie fast wie eine Binsenweisheit klingt. Andererseits: Wie sehr ist es wirklich die Liebe zu Christus, die uns hinaustreibt apostolisch tätig zu sein?
Normalerweise ist es zuerst der Auftrag des Präsidenten, der uns dazu bringt, tätig zu sein und natürlich auch eine kirchliche Gesinnung und dazu auch die Betroffenheit über eine Welt, in der es immer ärger zu geht. Natürlich geht es uns um den Glauben an Christus und die Menschen, zu denen wir gehen. Wir wollen sie ja auch dazu bringen, ein wenig mehr oder, wenn es geht vielmehr zu glauben.
Aber ist es unbedingt ein Leuchten, das aus unseren Augen strahlt, wenn wir jemanden begegnen, aus dem die Seele spricht, die mit Liebe zu Christus erfüllt ist? Ich meine jetzt keine religiöse Über-spanntheit, oder ein oberflächlicher Eifer sondern etwas Ausgereiftes. Eine Liebe, die wirklich weiß, was sie an Jesus hat und das wirklich weitergeben möchte. Wenn das ohne Verstellung möglich ist, brauchen wir auch niemanden zu irgendetwas überreden.
Wir müssen selbst das Großartige an Jesus Christus immer wieder neu entdecken und von dieser Faszination erfasst sein. Wir müssen Jesus Christus wirklich kennenlernen, im Neuen Testament und in den Sakramenten. Viele von uns haben ihn noch nicht wirklich gefunden, Jesus ist ihnen fremd und sie tun sich schwer.
Aber das Feuer kann nur weitergegeben werden, wenn es in einem selber brennt. Wenn wir uns selbst auf die Suche in der Bibel machen, werden wir finden. Jesus selbst sagt: „Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet.
Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer an-klopft, dem wird geöffnet.” (Lk 11,9-10;) Und weiter: „Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.” (Joh 14,21) Es geht um ein erfüllt Sein von seiner Weisheit, die in seinen Worten aufleuchtet, um die Faszination, die von seinem Wesen ausgeht und einen nicht mehr los lässt. Das sind Dinge, die muss man fühlen, die muss man suchen, für die braucht man Zeit. Zeit für eine tägliche Begegnung mit Christus, die den Grund der Seele erreichen kann.
Ich möchte abschließend mit dem Apostel Paulus für Euch beten:
„Daher beuge ich meine Knie vor dem Vater, nach dessen Namen jedes Geschlecht im Himmel und auf der Erde benannt wird, und bitte, er möge euch aufgrund des Reichtums seiner Herrlichkeit schenken, dass ihr in eurem Innern durch seinen Geist an Kraft und Stärke zunehmt. Durch den Glauben wohne Christus in eurem Herzen. In der Liebe verwurzelt und auf sie gegründet, sollt ihr zusammen mit allen Heiligen dazu fähig sein, die Länge und Breite, die Höhe und Tiefe zu ermessen und die Liebe Christi zu verstehen, die alle Erkenntnis übersteigt. So werdet ihr mehr und mehr von der ganzen Fülle Gottes erfüllt.
Er aber, der durch die Macht, die in uns wirkt, unendlich viel mehr tun kann, als wir erbitten oder uns ausdenken können, er werde verherrlicht durch die Kirche und durch Christus Jesus in allen Generationen, für ewige Zeiten. Amen.” (Eph 3,14-21)

2. BERICHTE

VIERMONATSBERICHTE

Curia Wien West
Vor kurzem fand das 600. Curientreffen statt. Beim Austragen der Plakate für den Mariologischen Kongress ergibt sich oft die Gelegenheit mit dem Pfarrer über die Legion ins Gespräch zu kommen. Weiterhin besuchen Legionäre Hl. Messen in Pfarren ohne Legion, um für die Gründung eines Präsidiums zu beten. Erfreulich ist, dass es neue Legionäre und neue Geistliche Leiter in den Präsidien gibt. Auch konnten 1 Krankensalbung, 2 Reversionen und 2 Widerrufe des Kirchenaustrittes erreicht werden.

Curia Bregenz mit Ukraine
Die Curia bot Legionären, Hilfslegionären und Interessierten die gemeinsame Vorbereitung zur Marienweihe an. Am Rosenkranzfest legt schließlich insgesamt 65 Menschen die Weihe ab. Außerdem organisierte die Curia Exerzitien an der 12 Legionäre und 11 Hilfslegionäre teilnahmen. In Liechtenstein wurden Gespräche mit Pfarrern geführt. Im Bregenzerwald hat sich das dortige Präsidium bereits zum zweiten Mal geteilt. Auf der „Gloria-Messe” waren die Legionäre mit einem Stand vertreten. Das Rosenkranzknüpfen ist dabei sehr gut angekommen. Erfreulich: 2 Legionäre haben das Ver-sprechen abgelegt und 2 haben mit der Probezeit begonnen.
Aus der Ukraine wird berichtet: Alle Curien halten bereits regelmäßig ihre Treffen ab. In vielen Räten können schon für die neuen Präsidien Ernennungen durchgeführt werden. Es gibt neue Legionäre und Hilfslegionäre. Viele apostolische Arbeiten werden gemacht. Erfreulich ist, dass auch sichtbare Erfolge erreicht werden können.

Comitium Innsbruck
Das Comitium Innsbruck wählte einen neuen Schriftführer. Eine Neuordnung des Straßenmädchenapostolates wurde durchgeführt. Um die Legion vorzustellen wurden im Comitiumsgebiet etliche Priester besucht. In der Tiroler Kirchenzeitung wurde eine Reportage über Besuche, die ein Präsidium bei Kindern ein Jahr nach der Taufe macht, veröffentlicht. Seither interessierten sich schon mehrere Priester für dieses Apostolat. Der Generalvikar besuchte ein Comitiumstreffen und feierte mit den Legionären die Frank-Duff-Messe. Bischof Dr. Scheuer hielt Legionsexerzitien mit 25 Teilnehmern. Weiters erfreulich ist: 3 Legionsversprechen, 1 Reversion, 5 Personen empfingen die Sakramente wieder nach langer Zeit.

Curia Salzburg
Ein Präsidium hat nun Aussicht auf eine Geistliche Leitung. Derzeit bereitet die Curia die Vorstellung der Legion in einer Pfarre vor, im Mai ist eine Vorstellung in einer weiteren Pfarre möglich. Erfreulich: Eine kranke Frau hat nach langer Zeit wieder gebeichtet und kommu-niziert. Eine psychisch kranke Frau konnte durch wiederholte Besuche der Legionäre wieder alleine den Rosenkranz beten.

Comitium Linz
In Linz wurde ein Informationstag abgehalten, erfreulicherweise konnten 2 Legionäre dabei geworben werden. In zwei weiteren Pfarren besteht nun die Möglichkeit die Legion im Pfarrbrief vorzustellen. Eine Legionärin bereitet mit Müttern eine gut besuchte Kindermesse vor. Auch wurde mit monatlichem Straßenapostolat begonnen, bei dem vorwiegend Jugendliche und Familien an-gesprochen werden. Sehr erfreulich ist auch, dass 4 Anwärter geworben wurden und dass ein Legionär zum Diakon geweiht wurde – er ist nun auf dem Weg zum Priestertum.

Comitium Mühlviertel
Das Comitium organisierte einen Einkehrtag, weiters wurden auch Exerzitien für die Legionäre vorbereitet. Es wird eine neue Nazaretgruppe vorbereitet. 1 Legionär hält eine Jugendstunde und für die Katechesen im Linzer Dom wird eingeladen. Eine neue Aufgabe ist der Besuch in Wohnblöcken bei Neuzugezogenen. In einer anderen Pfarre ergab sich eine Gebetgruppe für diejenigen, die die Wandermuttergottes aufgenommen haben. Erfreulich: In den Präsidien konnten mehrere Legionäre und Hilfslegionäre gewonnen werden.

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Herzlich Willkommen

„... unter der Führung Marias, die im Bild vor ihnen stand,
begannen sie zu überlegen,
wie sie Gott am besten gefallen und was sie tun könnten,
damit er in Seiner Welt geliebt werde.“

(Handbuch der Legion Mariens)

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