50 Jahre Peregrinatio pro Christo

Allocutio: November 2008
gehalten von P.Bede McGregor O.P. Geistlicher Leiter des Conciliums

50 Jahre Peregrinatio pro Christo
Vor kurzem haben wir das goldene Jubiläum des Beginns der Peregrinatio Pro Christo, besser unter der Bezeichnung PPC bekannt, gefeiert. Es war eine sehr nachdenkliche und anregende Begebenheit, bei der auch – wie es bei Legionstreffen üblich ist – viel gelacht wurde und bei den Teilnehmern aus der ganzen Welt der Legion Freude und Einheit aufkam. Es war eine Legionserfahrung der typischsten und besten Art. Berichte verschiedener PPC Teams in ver-schiedenen Ländern wurden vorgelesen und zweifelsohne ist die Gnade in alle Richtungen geflossen. Das Apostolat der Legionäre umfasste alle der wichtigsten Tätigkeiten: Haus-besuche, Strassenapostolat, Konversionsarbeit, Vorstellung des katholischen Glaubens ins-besondere den Nichtkatholiken und vor allem die Verteilung der Wunderbaren Medaille mit der Erklärung. Sie arbeiteten alle eng und harmonisch mit den jeweiligen Pfarrern und Pfarren zusammen.
Es ist leicht zu verstehen, warum Frank Duff von dieser Entwicklung der Legion so begeistert war. Er liebte es, den Legionären zuzuhören, wenn sie über ihre Erfahrungen mit dem Laien-apostolat – besonders in herausfordernden Situationen – berichteten. Ich habe die PPC als Intensivkurs für das Laienapostolat mit den Intensivkursen für Sprachen verglichen. In solchen Kursen muss man die Sprache morgens, mittags und abends essen, trinken und leben. Auf der PPC macht man dasselbe mit dem Apostolat. Die Früchte sind häufig erstaunlich in beiden Fällen. Gnade erhalten nicht nur jene, die wir im Rahmen unserer Arbeit treffen, sondern auch wir selbst. Manchmal erfährt der Legionär zum ersten Mal was Apostolat wirklich ist und dies verändert sein christliches Leben. Ohne Apostolat sind wir oft nur halbe oder zumindest unter-entwickelte Christen. Ein echtes PPC-Erlebnis wird dies für immer ändern. Aus diesem Grund ermuntere ich die Legion, wo immer sie sich auf der Welt befindet, sich der PPC oder zu-mindest der Exploratio Domenicalis zu widmen. Wo immer Legionäre an der PPC teilnehmen wird die Legion wachsen, weil sie den echten Legionsgeist erfahren haben. Wo es keine PPC gibt, besteht die große Gefahr, dass die Legionäre in Routine verfallen und langsam wegen Langeweile und Lethargie absterben.
Unser Gründer hielt einige seiner schönsten Ansprachen im Zusammenhang mit PPC Treffen.
Wer kann seinen Vortrag zur Frage „was soll ein Mensch für eine Seele geben?” vergessen. Frank würde aus ganzem Herzen die gleiche Antwort wie der hl. Franziskus geben: „Die ganze Welt zu bereisen, alles zu erleiden und am Ende eine Seele gewonnen zu haben – welch ein Triumph!”. So sollte der Geist oder zumindest der starke Wunsch jedes PPC – Teams sein. Der Legionär glaubt einfach daran, dass es kein größeres Geschenk gibt, als jedem den katholischen Glauben anzubieten. Es gibt nichts wertvolleres, als einem Hindu, einem Moslem, einem Buddhisten, einem Atheisten oder Agnostiker oder unseren protestantischen Brüdern und Schwestern den katholischen Glauben in seiner Fülle weiterzugeben. Wenn wir das nicht glauben, hätte es keinen Sinn auf PPC oder irgendwohin als Legionär zu gehen.
Wenn wir jetzt das Goldene Jubiläum der PPC feiern, müssen wir uns der wichtigsten Grund-sätze dieser wunderbaren Bewegung besinnen. Es ist zumindest eine symbolische Tat in unserem Bemühen um die Welt, wenn wir den katholischen Glauben jedem, den wir in unserem Urlaubsapostolat treffen, anbieten und dann, wieder zuhause, diesen Geist in unseren Präsidien und Legionsräten ausüben.
Natürlich muss gesagt werden, dass Peregrinatio wie auch die ganze Legionsarbeit ausnahms-los mit Maria, durch Maria und in Maria getan werden muss. Die ganze Legionsarbeit ist Maria, die durch und in uns arbeitet. Es ist sie, die uns hilft Menschen jeder Art mit Jesus in Kontakt zu bringen.
Zum Abschluss möchte ich Worte von Legionären im Rahmen dieser denkwürdigen Ver-sammlung der Peregrini zitieren: „Die beste Vorbereitung einer PPC ist es, die zweistündigen Arbeitsaufträge des Präsidiums Woche für Woche wirklich gut zu machen und das Handbuch wirklich gut zu kennen.

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Herzlich Willkommen

„... unter der Führung Marias, die im Bild vor ihnen stand,
begannen sie zu überlegen,
wie sie Gott am besten gefallen und was sie tun könnten,
damit er in Seiner Welt geliebt werde.“

(Handbuch der Legion Mariens)

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